Archive for the 'DIE PRESSE' Category

Scooby-Do!

29. Juni 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (267) Zeigen Sie Fahrrad-Fetischisten sanft das Rücklicht: mit einem Billig-Roller namens “Scooby”.

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Es gibt ja Radfahrer (ich bitte das Wort geschlechtsneutral zu lesen). Und Radfahrer. Das ist mir erst neulich wieder aufgefallen, als ich – nachdem ich eine Kolumne zu einem ziemlich innovativen, durchdachten E-Bike verfasst hatte – die Reaktionen darauf studierte. Nicht wenige schlossen sich der Fraktion der Pedalritter-Hardliner an, die meinten, soetwas sei “eigentlich kein richtiges Rad”, sondern plump, fehlkonstruiert und fehlgeleitet. Letztlich könne man nur mit purer Muskelkraft die Welt retten. Oder so.

Das ist freilich Blödsinn. Natürlich sind regelmässige Bewegung, sportliche Betätigung und damit einhergehende Fitness hehre Ziele. Im Idealfall kann und soll der fahrbare Untersatz das Auto ablösen als (zu) teures, raumgreifendes und umweltverpestendes Alltagsvehikel – vor allem auf dem Weg zum und vom Arbeitsplatz. Aber kaum jemand möchte vor dem Büroeingang verschwitzt vom Fahrrad steigen. Und es soll ja auch Leute geben, die unmotiviert, untrainiert oder gar gebrechlich sind. Bequemlichkeit ist generell ein starker Antriebsmotor der Menschheit.

Da hätte ich einen Fingerzeig. Es gibt ein Elektrofahrrad, das aussieht wie ein Motorroller. Und sich auch so fährt. Es heisst Scooby. Der Name rührt von seiner wunderlichen Zwitterrolle her: Scooter meets Bycicle. Der Hersteller – das Ding wurde in Österreich konstruiert und wird in China gefertigt – schwärmt von einer “neuen Fahrzeugklasse”. Der Gesetzgeber folgt ihm darin bislang nicht. Gottseidank! Denn so ist der Scooby ab 14 Jahren ohne Führerschein zu fahren und benötigt weder Versicherung noch Kennzeichen.

Mit Scheibenbremsen am Vorderrad, hellem LED-Licht und integrierten Blinkern, einer an jeder Steckdose aufladbaren Batterie unter der Sitzbank und einem 600 Watt-Elektromotor rollt man so gemächlich wie gemütlich durch die Stadt. Offizielle Höchstgeschwindigkeit: 25 km/h. Die Fahrradpedale dienen mehr der (beim Herumkurven nicht ganz ungefährlichen) Zierde.

Kurzum: Scooby ist mehr als ein kurioses Spielzeug für Erwachsene. Für manche könnte sich dieses Fahrzeug als idealer, niedrigstschwelliger Einstieg in die Zweirad-Gesellschaft erweisen. Zumal es weniger kostet als viele Mittelklasse-E-Bikes, die doch “nur” hochgerüstete Fahrräder sind.

Einen Minuspunkt aber gibt es: nicht nur Polizisten schauen einen verwirrt und mieselsüchtig an, wenn man fröhlich pfeifend an ihnen vorbeigleitet. Sondern auch arg verschwitzte Fahrradfetischisten. Scoop-scooby-do.

Die Meinungs-Unmutigen

14. Juni 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (266) Digitales Vermummungsverbot? Warum ich unter meinem Namen gegen “Klarnamen für alle” plädiere.

Meinungsmutig?

Es gibt Begriffe, die eine sachliche, seriöse Debatte annähernd verunmöglichen. Sie werden zumeist eingebracht, wenn einem Kontrahenden die Argumente ausgehen. Und pure Ideologie ins Spiel kommt. Zu diesen rhetorischen Keulen zählen Zuweisungen á la “Gutmensch”, “Genderwahn” oder “Neiddebatte”. Neuerdings werden sie ergänzt durch virulente Schlagwörter wie “Shitstorm” und “Hasspostings”.

Besonders letztere haben es mir angetan. Denn seit einigen Wochen tobt in der Aufmerksamkeits-Arena – sowohl in den alten “Holzmedien” (noch so ein Kampfbegriff) wie auch in den Sphären des Internet – eine Diskussion, die eigentlich keine ist. Sondern eine Kampagne. Geführt wird sie von professionellen Meinungs- und Stimmungsmachern, die seit jeher nicht schlecht daran verdienen, exakt das zu tun, was sie tun. Seit einigen Jahren aber sehen diese Herren – denn es sind fast ausschliesslich Vertreter der männlichen, gern demonstrativ zigarrenrauchenden Spezies – ihr Business-Modell bedroht. In den Online-Foren österreichischer Medien und erst recht auf Facebook und Twitter plappert die p.t. Leserschaft heutzutage munter selbst drauflos. Und redet gar zurück. Und das, Teufel auch!, unter mehr oder weniger lustigen Pseudonymen. De fakto (fast) unkontrollierbar.

Dass dabei Krethi & Plethi oft zu derben Prädikaten aus der untersten Schublade neigen, kann nicht bestritten werden. Noch weniger, dass die Politiker/innen, Leistungsträger und Führungskräfte dieses Landes zumeist nicht gut abschneiden in der öffentlichen Beurteilung. Zurecht. Letzteres war und ist übrigens auch meine Meinung. Sie ist frei. Und ich äussere sie – meinungsmutig? – unter meinem Namen. Aber nichts liegt mir ferner, als nicht auch die An-, Aus- und Einsichten anderer, die sie nicht unter ihrem “Klarnamen” veröffentlichen (und das aus vielfach nachvollziehbaren Gründen), kennenlernen zu wollen. Und wenn es Hass ist, möchte ich erst recht wissen, woher er rührt. Und wie man seine Wurzeln trockenlegen könnte.

Man hat in früheren politischen Debatten oft von der “Hoheit am Wirtshaustisch” gesprochen. Das Netz kennt diese Hoheit nicht (sieht man vom eklatanten Webfehler der totalen Überwachung ab). Das mag manchen unangenehm sein. Und da und dort Unmut hervorrufen. So, wie andernorts Gegen-Unmut hervorgerufen wurde und wird. Wie wichtig aber diese gesellschaftlich breit genutzten Foren – Zyniker würden ihnen allein die Rolle eines Überdruckventils zuschreiben, ich zähle nicht zu ihnen – sind, merken wir einmal mehr dieser Tage: Volksvertreter im Parlament plädieren gerade ungeniert für verschärfte Geheimhaltungsregeln gegenüber ihrem Souverän, dem Volk. Sind nicht gerade Transparenz und Meinungsfreiheit kommunizierende Gefässe?

Was ich von all dem halte, äussere ich auf Nachfrage – aber eben auch ungefragt und gegebenenfalls unter Pseudonym – gerne. Jederzeit. Und allerorts.

A Bike Called Quest

8. Juni 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (265) Es gibt Fahrräder. Luxusfahrräder. Elektrofahrräder. Und das Elektrobiker Quest.

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Keine Sorge: mein vor einigen Monaten verkündeter Langzeittest in Sachen Elektromobilität ist längst nicht abgeschlossen. Demnächst geht wieder ein Schwung Anfragen raus an diverse Mofa-, Roller- und Automobilhersteller und ihre hiesigen Vertriebsfilialen. Aber zwischendurch war ich, zugegeben, etwas abgelenkt. Nicht zuletzt durch ein äusserst elegantes Vehikel, das sich – um die Konklusio gleich vorgwegzunehmen – als ideales Stadtfahrzeug erwiesen hat. Oder zumindest als raffinierte Ergänzung im Mix der fahrbaren Untersätze. Es handelt sich um ein Fahrrad.

Ein Fahrrad? Nicht gerade revolutionär, hör’ ich’s aus dem Publikum raunen. Abwarten! Denn das Modell, mit dem ich – motorverstärkt – durch die City gedüst bin, ist so etwas wie die Summe der Tüfteleien eines kleinen Teams von Enthusiasten, die sich – keep it smart and simple! – Elektrobiker nennen. Und ein stylishes Geschäft in der Wiener Westbahnstrasse betreiben. Das erste E-Bike hatte man anno 2008 noch in einer Garage zusammengeschraubt, das Resultat war – so vermerkt die Homepage – “deutlich zu hässlich für die Strasse”.

Sechs Jahre und einige hundert Prototypen und Verkaufsmodelle später repräsentiert das “Quest” den State of the Art. Es ist technisch perfekt, sieht wirklich gut aus und kann nach eigenen Vorstellungen konfektioniert werden. Gerade in den Details steckt viel Gehirnschmalz. Der Lithium-Ionen-Akku (Reichweite 40 – 90 Kilometer) z.B. ist verpackt wie eine kleine Zubehörtasche und über einen patentierten Verschluss leicht an- oder abschraubbar. Der kräftige Radnabenmotor wird über einen aufs Wesentliche reduzierten Alu-Drehregler mit Leistungsanzeige bedient. Letztlich fährt sich das “Quest” auch ohne Unterstützung probat, mit zugeschaltetem Motor geht aber wirklich die Post ab. Ich war in der Stadt fast so flott unterwegs wie mit der geliebten Vespa. Und das, ohne einen Tropfen Schweiss zu vergeuden.

Es gibt jedoch einen Wermutstropfen: den Preis. Denn mit etwas Zubehör wandert der Kostenpunkt für das Elektrobiker-Spitzenmodell behende über die 4000 Euro-Marke. Nun gilt ungebrochen der alte Spruch, wer billig kauft, kaufe letztlich teuer. Man kann sich eine Auto z.B. noch so schönrechnen – es geht richtig ins Geld. Hier sind die Folgekosten gleich null. Ich überlege ernsthaft, ob ich nicht einen meiner Blechkübel gegen ein “Quest” tausche. Oder Herrn Mateschitz überrede, die Startup-Firma aufzukaufen und in Hinkunft jährlich zigtausende dieser Bikes zu verkaufen. Rund um den Globus. Zu einem Viertel des Preises.

Das grosse Vergessen

31. Mai 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (264) War da etwas? Über das vorgebliche Menschenrecht auf Vergessenwerden.

Recht auf Vergessen

Wir leben in einer Gesellschaft, die dem Menschen zunehmend an den Kragen rückt. Dem Individuum. So wie es unseren Regierungen mehr und mehr freisteht, Einblick in unsere Gedankenwelt, unser Seelenleben und in die tiefsten Geheimnisse unserer Existenz zu nehmen, so sehr leisten wir freiwillig und lustvoll Vorschub beim Datensammeln, Bewerten und Verknüpfen der Bruchstücke unseres Alltags.

Was man mit diesem Informationen alles anstellen könnte (und damit, den ungeschriebenen Gesetzen der Welt folgend, anstellen wird), verdrängen wir – so, wie wir den Hunger in dieser Welt verdrängen, die Gewalt, das Elend und unseren eigenen Tod. Was mag schon passieren, wenn man in den globalen Schaltzentralen der Macht weiss, mit wem der engste Berater des Bundeskanzlers dieses kleinen Landes heimlich schläft? Und wir alle es nicht wissen? Nämlich: dass andere es sehr wohl wissen. Und damit, pardon, den Kerl an den Eiern haben. Und eventuell sogar seinen Chef.

Natürlich ist das pure Fiktion. Vielfach schmerzt aber schon, was jede/r von uns schwarz auf weiß lesen kann. Die Nachricht, dass Google – einer der Konzerne, die dringend unter Verdacht stehen, diesen Planeten beherrschen zu wollen – nun durch die EU-Gesetzgebung gezwungen wurde, das “Recht auf Vergessen” (richtiger: das Recht auf Vergessenwerden) zu ermöglichen, müsste in diesem Kontext Hurra!-Rufe auslösen. Wer meint, unangenehme Tatsachen und Verweise zur eigenen Person in Hinkunft nicht mehr in der Monopol-Suchmaschine aufgelistet sehen zu wollen, darf ab sofort ein Formular ausfüllen. Und auf Gnade hoffen. Die Gnade der Verwischung der digitalen Spuren im Sand.

Tatsächlich ist es positiv, dass einmal klar festgestellt wurde, dass sich ein US-Unternehmen nicht europäischen Datenrichtlinien entziehen kann. Der Rest ist, gelinde gesagt, zweischneidig. Denn Gnade – das ist natürlich kein exakter juristischer Terminus – impliziert immer eine wohlwollende, gottgleiche Instanz. Und das ist zunächst einmal Google selbst. Heerscharen von Juristen könnten nötig sein, befürchten Experten, um zu prüfen, was nun tatsächlich im Sinne unserer Gesellschaft löschenswert ist. Und was nicht.

Die Pole heissen: Abhilfe vor Cyber-Mobbing einerseits, Zensur andererseits. Wenn es einmal menschlicher Macht überlassen bleibt, Verzeichnisse und Archive zu durchkämmen und bei Bedarf zu schönen (und damit gegebenenfalls die Geschichte neu zu schreiben), wird auch bald – jede Wette! – jeder Hinweis auf Edward Snowden fehlen. War das nicht so ein umstrittener britischer Society-Journalist? Wer all die Formulare für ihn ausgefüllt hat, wird man nie erfahren.

Suggestivkraftwerk

23. Mai 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (263) Erzeugt die Computerwelt “richtige” Musik? Sorry: diese Frage können nur Menschen stellen.

Kraftwerk Burgtheater

Da sassen wir nun alle. Und staunten. Meine Wenigkeit in der 3. Reihe, Platz 7, Parkett links im Wiener Burgtheater. Festwochen! Ich hatte um wohlfeile fünfundsiebzig Euro eine Karte für “Die Mensch-Maschine” erstanden, die konzertante Aufführung eines der Schlüsselwerke von Kraftwerk. Sie wissen schon: die legendären deutschen Elektronik-Pioniere.

Der Herr neben mir, ein einschlägig bekannter Musikjournalist und Pop-Connaisseur, war bereits zum dritten oder vierten Mal zugegen. Denn Kraftwerk hatten angekündigt, den kompletten Katalog ihres jahrzehntelangen Schaffens abzuspulen, Album für Album (bis auf das Frühwerk). Er beschwerte sich auch nicht, als sich herausstellte, dass das Quartett auf der Bühne das Versprechen zwar seriell wahrmachte, den Rest des Abends aber immer mit denselben “Greatest Hits” garnierte. Mehr oder weniger.

Die 3D-Inszenierung der retrofuturistischen Alltagsmelodien von Kraftwerk – so simpel wie suggestiv – war einfach zu überwältigend, sinnes- und leuchtkräftig, um an solchen Details herumzumäkeln. Zwischendurch aber beugte sich der Kollege herüber und setzte mir einen Floh ins Ohr: “Das wäre doch eine investigative journalistische Aufgabe: herauszufinden, was die da eigentlich wirklich treiben auf der Bühne!”

Das ist ja eines der Schlüssel-Probleme der elektronischen Musik: es tut sich nichts. Sieht man vom Drumherum ab. Denn live auf der Bühne auf ein Mischpult zu starren oder in einen Laptop, dann und wann mal einen Knopf zu drehen, einen Schalter umzulegen oder still ins Publikum zu lächeln – wie es letztlich auch Kraftwerk hielten –, vermittelt nicht gerade die schwitzige Lebenshaltung des Rock’n’Roll. Und ist in punkto Showgestaltung halt oft – zu oft – reichlich fad.

Was Ralf Hütter, das Mastermind und einzig verbliebene Originalmitglied der Truppe, nicht weiter anficht: Man lassen nicht einfach nur die Computer die Klänge abschnurren, erklärte er im Interview mit dem “Kurier”-Redakteur Georg Leyrer. “Wir komponieren, wir führen die Teile zusammen und gestalten den Klang. Also: Kling, Klang! Das ist nicht körperlich, das ist hochsensibel. Wie Feinchirurgie, mikroskopisch kleine Bewegungen haben große Wirkung. Die Sensibilität der elektronischen Instrumente ist unermesslich.“

Ich glaub’s ihm ja. Höre es sogar raus, bisweilen. Und verstehe dennoch die Skepsis der Techno-Agnostiker, Maschinenstürmer und “Handmade Music”-Traditionalisten. Also hätte ich einen Vorschlag: Hütter und seine Mitstreiter mögen beim nächsten Mal eine Kamera über ihren Instrumentenpulten montieren. Und ihren Live-Aktionismus ins 3D-Szenario einblenden. Dann wären raschest alle Vorurteile gegen die Mensch-Maschinen-Musik ausgeräumt.

Wer’s immer noch nicht glaubt, nehme an diesem denkwürdigen Event – einer Hommage an Kraftwerk seitens des Wiener Heimorgelorchesters – teil. Da werkeln Menschen aus Fleisch und Blut an analogen Klein- und Kleinstmaschinchen. Und rühren damit – so etwas besitzen Computer doch nicht, oder? – ans Herz.

Um mit Karl Bartos, dem langjährigen Weggefährten von Ralf Hütter zu sprechen: “Alle sagen, der Computer hat die Welt verändert, aber ich glaube, Musik ist nach wie vor Musik. Und die Frage ist immer noch die gleiche: Warum wird aus Schallwellen Gefühl?” Boing Bum Tschak.

Ehrungen und Querungen

17. Mai 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (262) Der Mazda MX5 hat die Roadster-Idee in die Neuzeit gerettet. Und feiert dieser Tage seinen 25er. Happy Birthday!

mazda mx-5

Kann man – Stichwort “Smart City” – die Idee, die Stadt weitgehend von Autos zu befreien, gut finden – und zugleich einen klassischen Sportwagen fahren? Man kann. Natürlich werden mich jetzt einige Bobo und Gutmensch schimpfen, aber als gelernter Wiener war mir seit jeher klar, dass man z.B. die Mariahilferstrasse eher nicht als High Speed-Trasse geplant hatte. Und sie auch in der Praxis, zumindest untertags und bei gesundem Menschenverstand, nicht als gelassen befahrbare Auto-Route in Betracht ziehen sollte und konnte – seit vielen Jahrzehnten schon.

Die Einkaufsstrasse zu einer Fußgängerzone umzubauen war und ist also nur logisch. Und hätte keiner ultra-umständlicher Entscheidungsprozesse samt damit zwingend einhergehender Querelen bedurft. Die per Anwohnerentscheid geforderten MaHü-Querungen jetzt allerdings nicht auch als solche zu öffnen, sondern bestenfalls als ideologische Wurmfortsätze, ist allerdings ein starkes Stück. Wann werden Die Grünen kapieren, dass noch so gut gemeinte autoritative Zwänglerei besser durch einsichtsvolle und eventuell sogar freudige Freiwilligkeit zu ersetzen ist?

Genug der Raunzerei. Her mit Spass im Alltag! Der lässt sich – egal, ob man jetzt Fahrrad fährt, Skateboard, Lastkarren, Motorrad oder Auto – am zügigsten erreichen, wenn einem der Fahrtwind durch die Haare streicht. Bewegung und ihre Begleiterscheinungen sind fast immer ein Zeichen des Glücks. Und meine Instant-Glückspille heisst Mazda MX-5.

Das ist der günstigste, unkomplizierteste und schnuckeligste Volks-Sportwagen, den man für Geld erwerben kann (vor allem in der allerersten Modellreihe mit Klappscheinwerfern, die es längst nur mehr gebraucht gibt). Es existiert zwar auch ein Hardtop als Zubehör und in späteren Baureihen ein Blech-Klappdach, aber das ist nur etwas für Weicheier. Denn der MX-5 ist per definitionem ein Cabrio. Und hat fast im Alleingang die Kategorie “Roadster” – die zuvor meist durch leicht wunderliche britische Konstruktionen repräsentiert wurde – in die Neuzeit gerettet. Als japanische Großserien-Nachempfindung eines Lebensgefühls.

Der Erfolg dieses Nischenmodells hat selbst Mazda überrascht. “Wir waren immer eine kleine, bescheidene Marke, die zu den Europäern aufgeblickt hat”, so Designer Tom Hall. “Plötzlich hatten wir Mercedes, Audi und Porsche als Nachahmer.” Chapeau!

Dieser Tage feierte der MX-5 – mit 927.000 verkauften Fahrzeuge weltweit, davon 6.135 in Österreich eines der meistgebauten Sportautos überhaupt – seinen 25. Geburtstag. Die nächste Generation wird es, leicht abgewandelt, auch mit einer Alfa Romeo-Firmenplakette geben (oder, wie Insider vermuten, eher einer von Fiat-Abarth) – durchaus eine positive Botschaft! Ein Sportwagen ist ein Sportwagen ist ein Sportwagen.

Als überzeugter Besitzer und Benützer eines solchen Gefährts lasse ich es übrigens auch gern mal stehen. U-Bahn-Pendeln oder Spazierengehen und dabei über die nächste Ausflugsfahrt sinnieren bereitet auch Freude.

Brennstoff Musik

9. Mai 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (261) The Beat Goes On: Musik als probater Brennstoff für Medien und Märkte. Apple setzt – einmal mehr – zum nächsten Schlag an.

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Witzig zu erleben, wie Gleichgültigkeit, Skepsis und, ja, latente (oder auch explizite) Ablehnung, holterdipolter!, in Enthusiasmus umschlagen können. Conchita ist Österreich nicht mehr wurst. Natürlich ist dieses Phänomen zu einem gerüttelten Maß auch purem Gelegenheits-Opportunismus geschuldet. Aber so tickt die Welt nun einmal. Und der Chanteuse und ihrem Management kann es mit Blick auf den Kontostand herzlich egal sein.

In einer Technik-Kolumne hat es aber, mit Verlaub, nicht um das Entertainment-Business zu gehen. Wobei es ja Schnittmengen gibt. Und zwar jede Menge. Haben Sie mitbekommen, dass Apple – ein Giga-Konzern, der längst weit mehr ist als ein schnöder Computer-Fabrikant – das auch nicht ganz unbekannte Unternehmen Beats aufkaufen möchte? Um satte 3,2 Milliarden Dollar, wie die „Financial Times“ berichtet. Es wäre der mit Abstand grösste Apple-Deal. Bis dato.

Äh, Beats? Ist hierzulande mit Kopfhörern omnipräsent. Und besser bekannt unter Beats by Dr. Dre. Zumindest in jugendlichen Sphären – unserereins bevorzugt dann doch eher Traditionsmarken wie AKG, Sennheiser & Co. Da die knallbunten, basslastigen Beats-Ohrwaschln aber vom namensgebenden HipHop-Guru empfohlen werden (der sich als Beats-Co-Direktor damit eine goldene Nase verdient), verkaufen sie sich bei der Zielgruppe unter 30 wie geschnitten Brot.

Ich mutmasse aber, dass das strategische Interesse der Manager rund um Tim Cook weniger auf die Audio-Technik zielt als auf die Marke. Und auf das Streaming-Service Beats Music. Denn damit hätte Apple auf einen Schlag die passende Ergänzung zu seinen Service-Säulen iTunes (Download) und iRadio (Internet-Radio). Und würde einmal mehr im weiten Bereich der Musikproduktion und
-Distribution den Ton angeben. Angeblich denkt man beim grossen Konkurrenten Google schon über den Erwerb des globalen Streaming-Marktführers Spotify nach – aber das ist wahrscheinlich nur ein geschickt placiertes Investoren-Gerücht.

Was ich daran doppelt und dreifach faszinierend finde, ist das Faktum, dass die immaterielle, emotionale, grenzenlos positiv aufgeladene Ware Musik auch als Börsen-Treibstoff taugt. Quod erat demonstrandum.

Warum nur im Ausland? Wäre ich Major-Talentescout, ich würde umgehend Conchita Wurst unter Vertrag nehmen. Wäre ich TV-Produzent, ich hätte umgehend ein halbes dutzend Musikshows am Start. Wäre ich Philharmoniker oder Symphoniker, ich würde mein eigenes Label gründen. Sässe ich bei Ö3, ich würde die Hosenscheisser in der Musikredaktion feuern, die Kosten für sauteure, pseudowissenschaftliche externe Konsumentenforschung einsparen und Bilderbuch, Minisex, MaDoppelT, Harry Ahamer, 5/8erl in Ehr’n, Giantree, Tschebberwooky & Co. auf und ab spielen.

Think big! Der Rest folgt wie von selbst.

Zukunftsforschung

3. Mai 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (260) Graphen – nie gehört? Die EU steckt gerade eine Milliarde Euro in die Erforschung des Wunderstoffs.

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Wenn jemand den Bewohnern dieses Planeten vor, sagen wir mal: zweihundertfünfzig Jahren erklärt hätte, wir würden einst zum Mond fliegen, mit handlichen Metall-Silizium-Glas-Riegeln miteinander über Kontinente hinweg sprechen, Routen planen oder auch nur bewegte Bilder ansehen, Licht und Wärme aus für das freie Auge unsichtbaren Teilchen gewinnen oder menschliche Lebewesen „klonen“, also gottgleich reproduzieren können – er oder sie wäre taxfrei für verrückt erklärt worden. Jules Verne, H.G. Wells und Mary Shelley („Frankenstein“) waren noch nicht geboren. Und Science Fiction als Literatur- und Filmgattung noch eine Utopie.

In Lauf eines Vierteljahrtausends aber haben sich die kühnsten Visionen als Realität entpuppt. Dabei beschleunigt sich der Fortschritt – als Summe der Erkundungen und Entwicklungen zuvorderst technologischer Natur – mehr und mehr. Viele Forscher meinen: exponentiell. In einer steil nach oben ansteigenden Kurve also, was die Quantität und Qualität der Errungenschaften betrifft. Künstliche Gliedmaßen? Roboter im Haushalt? Selbstfahrende Autos? Oder auch nur ein Autolack, der Schmutz abperlen lässt wie Regenwasser? Alles schon da. Quasi längst Schnee von gestern. Wir nehmen selbst die radikalsten Veränderungen kaum wahr, weil sie so rasant Einzug in den Alltag halten.

Und jetzt bitte um Ihre Aufmerksamkeit. Haben Sie schon einmal von Graphen gehört oder gelesen? Ich muss gestehen: ich auch nicht (und das, obwohl ich mich für einen relativ aufmerksamen Beobachter der Weltläufte halte.) Bis ich diese Woche das Nachrichtenmagazin „profil“ aufschlug und bald in einem ebenso informativen wie aufputschenden Artikel versank. Graphen, stand da zu lesen, sei ein Wunderstoff. Nicht ganz, aber relativ neu.

Ein Material, das aus gerade mal einer Schicht wabenförmig angeordneter Kohlenstoffatome bestünde, also faktisch zweidimensional sei. Dabei 125mal zugfester als Stahl, extrem leitfähig und dehnbar, säurefest, temperaturbeständig, transparent und härter als Diamant. Graphen, so der Wissenschafter und Nobelpreisträger Konstantin Novoselov, könne, nein: werde sowohl die Elektronik, Photovoltaik wie auch die Biotechnologie revolutionieren. Also unser Leben umkrempeln.

Das nenn’ ich mal eine Ansage! Graphen steckt übrigens schon in den Touchscreens unserer Handys drin. Und beginnt mehr und mehr eine Rolle in industriellen Produkten zu spielen. Die Europäische Kommission hat wissenschaftliche Arbeit in diesem Bereich zu ihrem bislang grössten Forschungsprojekt erklärt und mit einer Milliarde Euro unterfüttert. Ich muss gleich mal per Suchmaschine nachfragen, ob das Zeug schon einmal in einem Science Fiction-Roman erwähnt wurde.

Strategie & Perfidie

25. April 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (259) Kann man einen “Shitstorm” inszenieren? Eine heikle Frage mit einer klaren Antwort.

Radio1

Es ist schwierig, etwas in eigener Sache zu sagen und zugleich den Versuch zu unternehmen, annähernd objektiv zu bleiben. Aber ich will es wagen.

Worum geht es? Vordergründig um die leidige „Affäre Lichtenegger“, die im Lauf der vergangenen Woche in YouTube, Facebook und Twitter – landläufig Neue Medien genannt – aufploppte. Und ihre zwangsläufige (?) Fortsetzung und Ausschlachtung in Print, Radio und TV fand. Eine Ö3-Moderatorin hatte in einem Interview so unbedarft wie unbedacht eine leicht abschätzige Haltung zur lokalen Musikszene geäussert, die sich rasant verbreitete. Und hämische Kommentare hervorrief. Die Sache wäre nicht weiter der Rede wert, wenn sich hier nicht ein weites und tiefes Unbehagen kanalisiert hätte, das diversen ORF-Top-Managern und „Public Value“-Strategen zu denken geben müsste.

Was es oberflächlich betrachtet auch tat. Denn der Ö3-Chef verkündete umgehend, die Kritik vieler „Interessierter“ – also Musikschaffender wie Radiohörer – sei nicht unberechtigt, sein Sender „denke nicht so“ und man müsse “bessere Bedingungen und eine Atmosphäre der Wertschätzung und des Miteinander” schaffen.

Positives Signal! Allein: diverse Kommunikationsexperten und Spin Doctors des Unternehmens schalteten zeitgleich in den Rückwärtsgang. Mit vollem Karacho. Die Kernbotschaft lautete nun gegenüber der eigenen gutgläubigen Kollegenschar und diversen „Medienpartnern“: das hätte die böse Musikindustrie angestossen. Um ihres eigenen wirtschaftlichen Vorteils willen.

Geht es noch dümmer, perfider, kontraproduktiver? Diese Verschwörungstheorie ist in etwa so weltfremd, absurd und unkundig der Spielregeln und Mechanismen der Online-Welt wie die These, der Zusammenbruch einer Moderatorin im Studio und der anlassgebende Shitstorm im Internet wäre eine Inszenierung des ORF selbst gewesen.

Bei allem Verständnis für Wagenburg-Mentalität und Mitgefühl mit der gebeutelten Ö3-Ansagerin: da schütten manche bewusst Öl ins Feuer, um ihre eigene Position möglichst nicht zu gefährden. Und die hat wohl auch in einem öffentlich-rechtlichen Unternehmen – it’s the economy, stupid! – mehr mit dem eigenen Geldbörsel als mit einem Kulturauftrag zu tun. Eine lästige Sachfrage, die – ohne greifbares Ergebnis – seit fast zwanzig Jahren diskutiert wird, so (vermeintlich) dialektisch-clever zu einem bald vergessenen “Seitenblicke”-Dramolett umzubiegen, kann und wird nicht gelingen.

Ich gestehe, die Rasanz und Vehemenz der Entwicklung im unkontrollierbaren Social Media-Minenfeld hat auch mich – ich sitze ja quasi mitten in der mächtigen Manipulations-Schaltzentrale der heimischen “Musikindustrie”, haha! – überrascht. Aber die Absehbarkeit der Reaktion des ORF, seine Dialogunfähigkeit und sein Unverständnis heutiger Medientechnologien macht nur noch traurig.

Unerhört!

23. April 2014

Aus gegebenem Anlass: mindestens dreihundert Antworten auf die Frage „Gibt es überhaupt genug gute Musik aus Österreich, um sie auf Ö3 zu spielen?“

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Bilderbuch. Falco. Hubert von Goisern. 5/8erl in Ehr’n. Anna F. Klangkarussell. Gustav. Wolfgang Ambros. Conchita Wurst. FlicFlac. Willi Resetarits. Chronic City. Die Strottern. Dame. Julian Le Play. Garish. Mary Broadcast Band. Der Nino aus Wien. GuGabriel. Neodisco. Rainhard Fendrich. Coshiva. Norbert Schneider. Natalia Kelly. Gin Ga. Eloui. Left Boy. STS. Parov Stelar. Marianne Mendt. Thomas David. Playbackdolls. Mauracher. !DelaDap. M185. Dawa. Klimmstein. Bo Candy & His Broken Hearts. Saint Privat. Tanz Baby! Iripathie. Attwenger. Fijuka. Ernesty International. Fii. Herr Tischbein. Saedi. One Two Three Cheers and a Tiger. James Cottrial. My Name Is Music. Bingo Boys. Sohn. Müßig Gang. Kollegium Kalksburg. She & The Junkies. Fatima Spar & The Freedom Fries. Clara Blume. Deja. Ken Hayakawa. Global Deejays. The Base. Darius & Finlay. Austria 3. Free Men Singers. Mono & Nikitaman. Shy. Holstuonarmusigbigbandclub. SheSays. Keiner mag Faustmann. Aphrodelics. The Bandaloop. Mile Me Deaf. Poxrucker Sisters. Kruder & Dorfmeister. Matt Boroff. Sterzinger Experience. Mojo Blues Band. Chris Gelbmann. PBH Club. Clara Luzia. Soap&Skin. Millions of Dreads. Ben Sky. Gerard MC. Boris Bukowski. Russkaja. James Hersey. Ghost Capsules. Monica Reyes. From Dawn To Fall. Waxolutionists. I-Wolf & The Chain Reactions. Papermoon. Leo Aberer. Parov Stelar. Ernst Molden. Ausseer Hardbradler. Catch-Pop String-Strong. Monika Ballwein. Makossa & Megablast. Lorelei Lee. Freischwimma. Dubblestandart. Fred Schreiber. Tagträumer. Luise Pop. Chris Shermer. Club 69. Oliver Mally. Sleep Sleep. Francis International Airport. Bella Wagner. Catastrophe & Cure. Christina Stürmer. Effi. Hubert Tubbs. The Makemakes. Nina Proll. Florian Horwath. DÖF. Sado Maso Guitar Club. DaLenz. Binder & Krieglstein. Mieze Medusa & Tenderboy. Harri Stojka. Nadine Beiler. Dzihan & Kamien. EAV. Heller Propeller. Anik Kadinski. Guadaljara. Marina Zettl. Renato Unterberg. Two in One. Gudrun von Laxenburg. MissIss. 3 Feet Smaller. Gordopac. Kamp. Estebans. Minisex. Alex Miksch. Magdalena Piatti. Monsterheart. Sabina Hank. Giantree. Skero. Marcus Smaller. Christoph & Lollo. Fuzzman. Rodney Hunter. Trio Lepschi. Christine Hödl. We Walk Walls. Yasmo. Ja, Panik. Madita. Hinterland. Texta. André Heller. Donauwellenreiter. Julian & der Fux. Ben Martin. Global Kryner. Eric Papilaya. Freud. Luttenberger-Klug. Bunny Lake. Chuzpe. Susana Sawoff. Wolfram. Mnozil Brass. Bernhard Eder. Zeronic. Dorian Concept. Bulbul. Agnes Milewski. Stereoface. Ganymed. Herzdame. Wilfried. PauT. Hallucination Company. Nowhere Train. Barefoot Basement. Philipp & Julia. Freedom Warriors. Rosengarten. Meena Cryle. Kommando Elefant. Georg Kreisler. Atomique. Her Voice Over Boys. Sofa Surfers. Alkbottle. Cama. Waldeck. Plexus Solaire. Axel Wolph. Mika Vember. Wolfgang Muthspiel. Camo & Krooked. Beat 4 Feet. Saint Lu. Valerie Sajdik. Bernhard Fleischmann. Brenk Sinatra. Neuschnee. L’Âme Immortelle. MLE(e). Sandra Pires. Farewell Dear Ghost. Edelweiss. Moreau`s Creatures. Laura & The Comrats. Die Brüder. Famp. Violetta Parisini. The Beth Edges. Andy Baum. Robert Rotifer. Mother’s Cake. The Makemakes. Como. Martin Spengler & die foischn Wiener. Paper Bird. Gary. Tyler. Drahdiwaberl. A Geh Wirklich. Sin. Filou. Pilots On Dope. Mimu. Hot Pants Road Club. Erstes Wiener Heimorgelorchester. Sigi Maron. Maur Due & Lichter. Chakuza. Mel. Marque. Broadlahn. MaDoppelT. Zweitfrau. Core. Misthaufen. Trackshittaz. Mo. Ogris Debris. Tom Pettings Hertzattacken. Rambo Rambo Rambo. Mondscheiner. Peter Cornelius. Café Drechsler. Helmut Qualtinger. Vera. Opus. Marrok. Sunrise16. Kreisky. Billy Rubin Trio. Marilies Jagsch. Schönheitsfehler. Andreas Gabalier. Heli Deinboek. Tosca. Coshiva. Mimi. Bauchklang. Nazar. DJ Schmolli. Velojet. A Life, A Song, A Cigarette. Unique 2. Weather Report. RAF 3.0. Beckermeister. Ostbahn-Kurti. Sweet Sweet Moon. Milk+. Petsch Moser. Excuse Me Moses. Martin 101. Ramon. Heinz aus Wien. Worried Men Skiffle Group. The Helmut Bergers. Dobrek Bistro. Thomas Stipsits. Joyce Muniz. Die Seer. Krautschädl. Gasmac Gilmore. Ludwig Hirsch. Eva K. Anderson. Die Chiller. Hansi Lang. Moneyboy. The Who The What The Yeah. Die Vamummtn. Kaiser Franz Joseph. Celia Mara. I Am Cereals. Saint Lu. Diver. Count Basic. Global Deejays. Aber das Leben lebt. Nihils. Rucki Zucki Palmencombo. Monobrother. Rounder Girls. Austrofred. Son of the Velvet Rat. Blümchen Blau. Supermax. Zeebee. René Rodriguez. Naked Lunch. Ramona Rotstich. Louie Austen. Georg Danzer. The Sorrow. Bretterbauer. Stefanie Werger. A.G. Trio. Roland Neuwirth. Facelift. Steaming Satellites. Hans Theessink. Manu Delago. Depeche Ambros. Stereotyp. Birgit Denk. Wandl. Count Basic. Room Island. The Vogue. Cardiochaos. Georg Prenner. Inner Storm. Harry Ahamer. Tschebberwooky.

Drei Anmerkungen: 1) Ja, ich halte alle diese Künstlerinnen, Künstler und Bands für potentiell spielbar auf Ö3 (ok, manche nur mit ausgewählten Songs und/oder in einem speziellen Kontext) 2) Man kann sich geschickt aus der Pop-Historie und der aktuellen Szene bedienen – und Generationen verbinden. “Format” hat zwei Wortbedeutungen. 3) Die Liste ist unvollständig. Und ich will den Satz „Es gibt ja keine….“ nie wieder hören.

(Der Beitrag erscheint – wohl gekürzt – am 24.04. als Gastkommentar in “Die Presse”)

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