Wien : Music-Stores

5. November 2006

Hier spielt die Musik – die empfehlenswertesten CD-Stores der Stadt (Stand: Sommer 2006)

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RAVE UP
6., Hofmühlgasse 1
www.rave-up.at

Was man hier nicht bekommt an gediegener Populärmusik-Ware im weitesten Sinn – von Vinyl bis CD-Sammler-Boxen, von Kleinoden der Psychedelic-Historie bis zu Neuveröffentlichungen von Wiener Avantgarde-Elektronikern -, das läßt sich auch sonstwo kaum auftreiben. Man höre auf den Rat von Shorty und Doris.

TON UM TON
7., Lindengasse 32
http://www.ton-um-ton-records.at (offline)

Wer den Taxler-Kurtl und den Duller Chris nicht kennt, kann kein Kenner, kein wirklicher Kenner der Materie Popularmusik sein. Besonders, wenn man sich vornehmlich für gediegenste Ware etwa von Madrugada, Johnny Cash oder John Cale begeistert (von Austropop-Raritäten ganz zu schweigen). Wer in Wien auf den Spuren von Nick Hornbys „High Fidelity“ wandelt, muß einen Abstecher zum „Ton um Ton“ einplanen. (Anmerkung: der CD-Shop hat seit Frühjahr 2007 geschlossen, der Vinyl-Shop im Keller ist in die Joanelligasse 9, 1060 Wien umgezogen und hat sozusagen das Kompletterbe übernommen; www.tut-records.at)

BLACK MARKET
1., Gonzagagasse 9
www.blackmarket.at

Mehr als ein schnöder Record Store – das Black Market ist ein beliebter Treffpunkt der Wiener Szene mit Interessensschwerpunkt Downbeat, Black Music, Drum’n’Bass und Electronica. Die vom Impresario Alexander Hirschenhauser betriebene Lokalität verfügt auch über eine Kaffemaschine, einen angeschlossenen Vertrieb („Soul Seduction“) und eine informative Website. (Aktualisierung: der Laden hat Ende 2007 geschlossen, den Online-Vertrieb gibt es nachwievor: www.soulseduction.com.)

SUBSTANCE
7., Westbahnstrasse 16
www.rave-up.at

Der beste auf Alternative Music spezialisierte Plattenladen Wiens. Die Betreiber Alfi Glück (früher „Why Not“) und Konstantin Drobil (eigenes Label: Trost Records) haben den Überblick, was avanciertere Klänge zwischen elektronischen Kratzgeräuschen und knüppelharten Gitarren betrifft. Eigene „Made in A“-Sektion.

RECORDBAG
6., Kollergerngasse 4
www.recordbag.at

Sylvia Benedikter, die Betreiberin dieses kreuzsympathischen Plattenladens, ist eigentlich zu jung, um der Vinyl-Nostalgie anzuhängen. Wer aber einmal „Ziggy Stardust“ legér-lasziv den Sternenstaub aus den Rillen hat pusten hören, ist der Magie der schwarzen Scheiben wohl bald genauso verfallen wie die Szene-Veteranin. Und findet im „Recordbag“ ganze Einkaufssackerl voll mit feinster Ware. „Sammler von Vinyl sind einfach Liebhaber des Schönen und extrem anspruchsvolle Käufer“, weiß Benedikter. Der Anteil von Vinyl beträgt zwar laut IFPI Österreich nur 0,5 Prozent (!) des Gesamtumsatzes aller Musikformate, aber Shops wie das „Recordbag“ verzeichnen eine stetig steigende Nachfrage. Fein, fein!

MUSIKTANK MUSEUMSQUARTIER
7., Museumsplatz 1/5,Museumsquartier (Electric Avenue)
www.musiktank.at

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein riesiges virtuelles Archiv mit (fast) allem, was in den letzten 50 Jahren in Österreich an populärer Musik (außer Volksmusik und Klassik) erschienen ist. Sie können nach Herzenslust stöbern, hören und die besten Stücke auf CD brennen und mit nach Hause nehmen. Zukunftsmusik On Demand – der innovativste Record Store Wiens.

RECORD SHACK
5., Reinprechtsdorferstraße 60
www.recordshack.org

„Records with the best beat“ lautet einer der Werbesprüche dieses elegant-sympathischen Von Fans-für Fans-Outlets. Ein anderer „Viennas premier soul store“. Trifft die Sache auf den Punkt. Vor allem, wer nach rarem Vinyl sucht oder nach, sagen wir, raren Aufnahmen von Shuggie Otis oder den Soul Toronados, wird hier sein Glück finden.

GOALGETTER
4., Argentinierstraße 28
www.goalgetter.at

In einem ehemaligen Radio-Geschäft unweit des Wiener Funkhauses hält die lokale HipHop-Gemeinde die Beats-, Breaks-& Rhymes-Fahne hoch. Holger Hörtnagl – früher selbst aktiv u.a. mit Total Chaos – und seine Crew haben sich auf Vinyl spezialisiert und sind über ihren Web-Shop weltweit erreichbar. Beste Beratung in Sachen Austro-Breakbeats… Achtung!, Aktualisierung: „Wir schreiben das Jahr 2009. Nach über fünf Jahren in der Argentinierstraße und einem kurzen Intermezzo im 8ten, schließt der Laden nach einem Jahr in der Neubaugasse. Man kehrt sozusagen zu den Wurzeln zurück und verkauft nur noch online“ (Homepage).

ORF-FUNKHAUS / RADIOKULTURHAUS / FM4-STUDIO
4., Argentinierstraße 30a
fm4.orf.at

Kein Plattenladen im herkömmlichen Sinn, dafür das mediale Herz der alternativen Wiener Musik-Szene: das FM4-Studio im vierten Stock des Funkhauses. Das Radioprogramm inklusive Web-„Soundpark“ ist eine essentielle elektronische Litfaßsäule. Im Radiokulturhaus finden bisweilen probate Konzerte statt, im angeschlossenen CD-Store kann man u.a. FM4-Compilations erstehen.

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