Ich trauere nicht um Jörg Haider

20. Oktober 2008

„De Mortui nihil nisi bene“, über Tote möge nur Gutes gesagt werden, meinten schon die alten Römer. Ob damit aber kritiklose Verklärung, zentnerschwere Krokodilstränen und staatstragender Pathos gemeint sind, muss doch bezweifelt werden.

Man lese dazu diesen Kommentar von Christoph Chorherr. Volle Zustimmung. Nichts hinzufügen. Nur soviel: bei allem Respekt vor dem – contradictio in adiecto: tragisch banalen – Tod eines zu Lebzeiten notorisch zwiespältigen Politikers, was da jetzt abläuft, zeigt einmal mehr, wie Österreich in seiner jahrhundertealten Tradition der personenfixierten Provinzfürstentümelei, strukturellen Devotheit und angewandten Realitätsverdrängung funktioniert.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: