Archive for April, 2010

Wien, Du bist ein Taschenmesser

28. April 2010

André Heller sang einst „Wien ist eine alte Frau, drum wart‘ ich bis zum Muttertag, daß ich erschlag‘ die Sau“. Aber nicht doch! Es gibt ganz andere Mittel und Wege, mit dieser Stadt ins Reine zu kommen. Einer davon ist das Singen und Musizieren. Insbesondere das Singen über Wien. Ein anderer ist es, derlei musikalische Kleinode, Hymnen und Zornesausbrüche auf einer CD-Compilation zusammenzutragen.

„Die jungen Leute in Wien kommen mit siebzig Jahren auf die Welt und leben sich dann auf fünfzig herunter.“ (André Heller)

Gibt es eine Wiener Popmusik, um nicht gleich allumfassend von Pop-Kultur zu schwadronieren, oder nur Pop in und aus Wien? Kann die Donaumetropole dem Berliner Flair, der Hamburger Schule, der Finanzkraft Zürichs etwas entgegensetzen, ganz zu schweigen von Paris, London, New York, Tokyo, Shanghai? Existieren Verbindungslinien zwischen dem althergebrachten „Austro-Pop“ der siebziger und achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts und der unzweifelhaft vorhandenen, berückend vielfältigen und höchst vitalen Szene anno 2010? Finden Ambros, Danzer, Heller, Falco, Zawinul und Novaks Kapelle nachgeborene Fackelträger, Geistesverwandte, Nachahmungstäter? Wenn ja: warum hört man davon so wenig auf Radio Wien? Darf Pop in diesem Kontext auch nach Punk, Fäkalien, Elektronik, Wienerlied, Balkan, Burgenland, HipHop, Avantgarde, Kitsch, Burenhäutl oder grünem Veltliner schmecken? May it contain lyrics in English? Wieso überhaupt gab es bislang keinen Tonträger, der die „guten Kräfte“ (© Chuzpe) so tolldreist wie liebevoll versammelt, verdichtet und vorführt? Und was hat Franz Schuh mit all dem am Hut? Fragen über Fragen. Diese Compilation kann keine definitiven Antworten geben. Aber dem Rätselraten eine Tonspur. WIEN MUSIK 2010. Viel Vergnügen, wir hören uns bald wieder.

Und hier noch die Tracklist:

1) LAOKOONGRUPPE : „Walzerkönig“
2) JA, PANIK : „Wien, Du bist ein Taschenmesser“
3) DJ DSL feat. URBS : „Oaschloch“
4) NONDESCRIPT : „Über den Dächern von Wien“
5) CLARA LUZIA : „Tired City“
6) MOLDEN & RESETARITS : „Hammerschmidgossn“
7) FRED SCHREIBER : „Diese Stadt“
8) DIE STROTTERN : „Grüß Gott, ich bin das Wienerlied“
9) FATIMA SPAR : „Istanbul darf nicht Wien werden“
10) DAS TROJANISCHE PFERD : „Wien brennt“
11) VOTAVA + FUNCTIONIST : „G’söchta“
12) 1. WIENER HEIMORGEL ORCHESTER : „Niemand hilft mir“
13) MONOMANIA : „Wien, nur Du allein“
14) DER NINO AUS WIEN : „Du Oasch“
15) 5/8TERL IN EHR’N : „Siasse Tschick“
16) DIE LEBKUCHENHERZEN : „Herzaln“
17) GARISH mit ELFRIEDE RAMHAPP : „Werktags Wien“
18) GUSTAV : „Verlass‘ die Stadt“

Compilation & Liner Notes: Walter Gröbchen
Koordination: Eileen Zirzow
Grafik: Gerhard Potuznik
Foto: Manfred Klimek
Cover Model: Franz Schuh

Das System Klassik

28. April 2010

Millionenbetrug, Sinnkrise und wegsterbendem Publikum zum Trotz: in Salzburg und Wien kehrt man zu „business as usual“ zurück. Anmerkungen zum „System Klassik“.

Sollten Sie Lady Gaga, Slipknot oder Tocotronic für die Säulenheiligen der Gegenwartskultur halten, muss ich Sie gleich zum Auftakt enttäuschen: die gewichtigsten, teuersten und radikalsten Protagonisten im ewigen Orgien-Mysterien-Theater des Musikgeschäfts sitzen hinter den Kulissen. Etwa, sieh’ an, in Salzburg. Oder auch in Wien. Wer Gagen in Millionenhöhe für, sagen wir mal: Madonna für obszön hält, sollte die Reset-Taste drücken. Umgehend.

Denn: klassische Musik wird in Österreich jährlich mit etwa 80 bis 150 Millionen Euro vergoldet, je nach Betrachtungsweise. Das ergab eine Diplomarbeit von Clara Kirschner, nüchterner Titel: „Die öffentliche Förderung von Klassischer Musik in Wien, Salzburg und auf bundesstaatlicher Ebene im Vergleich“. Der Rest vom Fest – insbesondere die weitläufige Pop-Abteilung – darf sich mit den Brosamen begnügen, die vom reich gedeckten Tisch fallen. Und das ist nur ein Antriebsstrang eines wundersamen Hochkultur-Perpetuum Mobiles. Nennen wir es das „System Klassik“.

Als dieser Tage im Rahmen der Osterfestspiele die „Götterdämmerung“ an der Salzach erklang, der letzte Teil des „Ring der Nibelungen“, gespielt von den Berliner Philharmonikern und dirigiert von Sir Simon Rattle, konnte man von „rauschendem Orchesterklang, üppigen Stimmen, Musik, die nochmals die großen Linien der Geschichte zusammenfasst“ lesen. Aber auch von „trotziger Begeisterung“ und einem Scheitern an hohen, nein: höchsten Ansprüchen. Das Sinnbild, das Stephane Braunschweig dem Publikum vorsetzte, ist von drastischer Allegorik: „Es ist so, dass die Väter in diesem „Ring“ verantwortlich und schuldig sind daran, dass alles schief geht“, so der Regisseur. „Und dann kommen die Jungen, die diese Welt retten sollen. Aber sie verstehen die alte Generation nicht. Es handelt sich um eine Tragödie, wo der Held überhaupt kein Bewusstsein der Tragik hat.“

Nun denn: erstaunt uns das lebensfrohe Weiterwursteln der Haute-Volée? Erinnert sich noch jemand an all die Skandale, Skandälchen, Kontrollmiseren und Rabl-Stadlerschen Endzeitgesänge, was die Nebenwirkung des Anti-Korruptionsgesetzes auf den Kartenverkauf betraf? Verwundern die Klagen über eine „Verwienerung“ der Salzburger Klüngelei, während man sich Diskussionen über kriminelle „Einzelfälle“ (?) á priori verbittet?

Begleitet von den Molltönen einer Matthäus-Passion und eines Verdi-Requiems, flankiert von Sponsoren wie Audi und Vontobel, fuhren die – im Vergleich mit den eigentlichen Salzburger Festspielen eher nebensächlichen – Osterfestspiele 2010 ein hübsches, kleines Defizit von 880.000 Euro ein. Ein Fliegenschiss quasi, rechnet man doch mit Umwegrenditen und Tourismusumsätzen in Millionenhöhe. Diese, hm, indirekte Rentabilität wird gebetsmühlenartig auch immer wieder in die Schlacht der Pro- und Contra-Argumente geworfen, wenn z.B. die Frage nach der sauteuren Musical-Subventionierung in Wien aufploppt. Warum man mit populistischen Spektakeln wie der Udo Jürgens-Huldigung „Ich war noch niemals in New York“ in Deutschland Riesengewinne einfährt, hierzulande aber enorme Zuschüsse braucht, konnte noch niemand schlüssig erklären. Aber: andere Baustelle. Gegen den gutbürgerlich-feisten, vom immerdar sprudelnden Geldfluss genährten Klassikbetrieb – die ehemalige Musical-Hochburg Theater an der Wien ist ihm auch anheim gefallen – ist das ein billiges Schattenreich. Und kann natürlich mit dem Nimbus, der Strahlkraft, der künstlerischen Werthaltigkeit von Wagner, Mozart, Mahler nicht mithalten. Und dem künstlich, wiewohl gekonnt hochgeschraubten Marktwert von Anna Netrebko, David Garrett und Lang Lang.

Das „System Klassik“ nährt sich aus seltsamen Widersprüchen: einerseits der Wucht und Beharrungskraft eines Öltankers, was seinen gesellschaftlichen Status und die finanzielle Unterfütterung betrifft. Die Zahlen im CD-Markt steigen wieder, wenn auch in einem Umfeld, das zuvor seit dem Jahr 2000 jährliche Verkaufsrückgänge zwischen fünf und fünfzehn Prozent eingefahren hat. Andererseits hat das Genre mit einem schlichten demoskopischen Problem zu kämpfen: 64 Prozent der Klassikkäufer sind 50 Jahre und älter. Der Kulturwissenschaftler Martin Tröndle von der Universität Friedrichshafen brachte es in einer Langzeitstudie auf den Punkt: das Publikum stirbt aus. Profaner formuliert: es wird in den nächsten 30 Jahren deutlich schrumpfen, zumindest um ein Drittel. Die Gegenstrategie von Firmen wie Deutsche Grammophon, Decca und Sony Classics: Konzentration auf wenige Superstars, intensive Verzahnung mit dem Tournee- und Konzertbetrieb, ungenierte Partizipation am ehern festgeschriebenen Subventionierungsmechanismus für repräsentative Hochkultur.

Von gigantomanischen Turmbauten zu Babel, wie etwa der Elbphilharmonie in Hamburg (oh ja, wir alle haben den „Spiegel“-Artikel gelesen!) profitieren auch die Wiener Philharmoniker. Vom darbenden ORF-Radiosymphonieorchester profitieren auch die Salzburger Festspiele. Die Staatsoper, die diverse Klangkörper via Beamten-Gehaltsschema ernährt, ist der wichtigste Knotenpunkt im Geflecht. Und natürlich käme niemand auf die Idee, japanischen Touristen, US-Industriemillionären und deutschen Börsenspekulanten die international bekannteste Institution wegnehmen zu wollen. Die Kulturpolitik ist zuvorderst Verteilungspolitik: achtzig Prozent (oder mehr) des Budgets sind fix verplant, auf Jahre und Jahrzehnte hinaus, scheinbar oder tatsächlich unabänderlich. Konservativ, also besitzstandwahrend, im tatsächlichen Wortsinn. Der Bund stellt traditionell rund 95 Prozent (zuletzt insgesamt annähernd 113 Millionen Euro) seines Musikbudgets den Sparten „Klassik“ und „traditionelles Musiktheater-Repertoire“ zur Verfügung. Für zeitgenössische E-Musik bleiben 3,5 Prozent, die übrigen Genres (Rock/Pop, Jazz, World Music, Dance, Volksmusik) dürfen den kümmerlichen Rest von 2 Prozent (!) unter sich aufteilen.

Da jetzt aber auch der österreichische Film boomt, die Literatur und ein wenig sogar die heimische Popularmusik, kommen die Lordsiegelbewahrer der Tradition tendenziell in Argumentationsnot. Wollen wir auf ewig ein Museum sein, ein Mausoleum, ein Musentempel konservativer K&K-Grandezza – oder eventuell doch auch in Zeitgenössisches oder gar Zukunftsverdächtiges investieren?

Diese Frage wird sich nicht länger vom Tisch wischen lassen. Dieses Thema ist wichtiger, drängender, brisanter denn je. Gut, dass die Klassikaner lautstark an ihrem eigenen Ast sägen (die stetige Selbstbeschädigung erinnert ein wenig an jene der Katholischen Kirche). Götterdämmerung inmitten einstürzender Altbauten.

The revolution will not be televised?

23. April 2010

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (57) Die Diskussion um hochauflösendes Fernsehen und 3-D-Bilder lenkt von der logischen TV-Zukunft ab: die liegt im Internet.

Gerade hat, vielen Dank auch!, ein Bote den Sony-Blu-ray-Player abgeholt, den ich als Testgerät daheim herumstehen hatte. Damit hat ein wochenlanger Fortsetzungsroman nun doch ein (vorläufiges) Ende gefunden. Das vermeintliche Privileg von Fachjournalisten, allerlei „neumodischen Technik-Firlefanz“ (Copyright Thomas Kramar) frei Haus geliefert zu bekommen, inkludiert den ständigen Missbrauch des eigenen Wohnzimmers als wüst verkabeltes, mit Gerätschaften, Bedienungsanleitungen und Transportkartons vollgepfropftes Laboratorium.

Aber ich will nicht klagen: der Erkenntnisgewinn macht einen zum Privatguru. Einerseits für Laien, die schlicht wissen wollen, exakt welchen Fernseher sie sich nun, bitt’schön!, kaufen sollen. Anderseits für Experten, die das alles für gröberen Unfug halten. Zwar sympathisch, aber tolldreist. Ein Kolumnist sei nun einmal kein Raketenlenker und -Erdenker.

So bleibt mir die Rolle als Hofnarr im weitläufigen K&K-Imperium. Hier regieren Kunde und Konsument. Meine letztwöchige Polemik, der aktuelle Stand der Technik in punkto HDTV überzeuge mich (noch) nicht ganz, liess viele ratlos. Nicht zuletzt mich selbst. Und manchen Leserbriefschreiber jubeln: na, wenn Sie das sagen, dann bleib’ ich bei meinem geliebten Röhren-Trinitron! Gern doch. Andererseits: wem soll ich auch meinen antiken Plasmaschirm – Auflösung 852 x 480 Pixel, einstiger Listenpreis, Jesus!, 7199.- Euro – andienen? Die Entsorgung machte mir mehr Kummer als die durchaus noch akzeptable Bildqualität. Solchermassen kann Geiz durchaus geil sein. Wenn auch mit einer anderen kausalen und moralischen Unterfütterung, als sie Geschäftsführer von Elektronik-Supermärkten ins Treffen führen.

Eine Ahnung möchte ich Ihnen aber schon mitgeben auf den Jakobsweg zum nächsten Fachhändler: es wird nicht das letzte Quentchen Pixelschärfe oder Leuchtkraft sein, das zum schlagenden Argument wird beim TV-Geräte-Shopping (und, nein!, ich kann nicht sagen, ob nun LCD-, LED- oder Plasma-Monitore prinzipiell besser sind). Auch 3-D klingt derzeit mehr nach Modegag denn nach harmonischer Zukunftsmusik. Aber: bald wird kein Fernseher mehr ohne Internetanbindung auskommen. Und ohne Fähigkeit, so ziemlich alles aus dem World Wide Web in halbwegs brauchbarer Bildqualität und ohne umständliche Bedienprozeduren wiederzugeben. Nicht nur Google-Clips von Stermann & Grissemann oder Tonspuren von strunzdummen FPÖ-Funktionärinnen.

Meine Empfehlung: warten Sie die nächste Inkarnation von Apple TV ab. Noch ist das ein (Zusatz-)Kästchen, das nicht allzuviel kann. Und das iPad erscheint aktuell weit anziehender. Steve Jobs hat aber nicht nur die Telefonanbieter, Game-Hersteller und Zeitungsherausgeber im Visier. Sondern auch ABC, CNN, MTV, BBC und ORF. Und natürlich die Hardware-Dickschiffe von Sony bis Samsung. Die nächste Schlacht lautet dann wohl: Korea versus Kalifornien.

The revolution will not be televised“, sang einst Gil Scott-Heron. Aber sie wird auf einem Flachbildschirm nachbetrachtet werden. Soviel ist mal sicher.

This Is It

17. April 2010

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (56) Hochauflösende Flachbildschirme zeigen die Schwächen der Fernseh-Technik schärfer denn je.

Oh, ja. Es ist allmählich hoch an der Zeit, eine unendliche Geschichte abzuschliessen. Und die Ergebnisse meiner kleinen, privatistischen Testserie zum Thema „Fernsehen im 21. Jahrhundert“ publik zu machen.

Der Ausgangspunkt war, Sie erinnern sich, ein Setup, wie es der ominöse Durchschnittskonsument aus dem Alltag kennt. Die Fernbedienung funktioniert nicht mehr, der Ton bröselt, das Bild erschien auch schon leuchtkräftiger – man könnte die alte Kiste reparieren lassen. Eventuell. Oder gleich einen neuen, schicken Flachbild-Monitor anschaffen. Egal, ob LCD-, LED- oder Plasma-Schirm: die Preise sind auf ein durchaus erträgliches Niveau gefallen, selbst bei Riesendurchmessern jenseits der 40 Zoll. Und schliesslich hat auch die Bilderwelt an Schärfe dazugewonnen, Stichworte Blu-ray und HDTV. 3-D lassen wir als grosse Unbekannte (noch) aussen vor.

Ich habe also meinen altgedienten Maschinenpark – die Anschaffung liegt mittlerweile sieben bis zehn Jahre zurück – gegen ein aktuelles, absichtsvoll preisgünstiges TV-Gerät von Samsung, Modell PS50B530, samt Blu-ray-Zuspieler BDP-S370 von Sony antreten lassen. Letzterer wäre schon mühsam mit den Oldies zu verkabeln gewesen: es mangelt ihnen an einer HDMI-Schnittstelle. Und dann liefen, meine Freundin erklärte mich für meschugge, dieselben Filme parallel. Im 1:1-Vergleich. „This Is It“ etwa, eine durchaus beeindruckende Dokumentation der Proben zur geplanten letzten Live-Tournee Michael Jacksons.

Keine Frage, dass mein alter, mit einer Auflösung von 852 x 480 Pixeln hoffnungslos überholter LG-Plasma mit DVD-Futter da nicht mithalten konnte. Via Blu-ray erschien jeder Schweisstropfen auf den Stirnen der Tänzer deutlicher, greifbarer, plastischer. Bisweilen schon überscharf: die diversen Tricks zur „Bildverbesserung“ verschlimmbessern meinem Gefühl nach oft den Gesamteindruck. Weg von quasi analoger Homogenität, hin zu aggressiver Chili-Optik. Ob einem dieses mehr an Pixel-Pfeffer einige hundert oder gar tausende Euro wert ist, muss jede(r) für sich selbst entscheiden.

Das Problem der neuen TV-Welt ist aber – abgesehen von der Flut an Features und der notwendigen präzisen Abstimmung des gesamten Systems, die Laien oftmals überfordert – die, hm, höchst unterschiedliche Güte des Quellmaterials. Nachrichten, Provinz-Quizzes oder 60er Jahre-Trashserien auf raumfüllenden HD-Monitoren zu betrachten, ist eher ernüchternd. Bisweilen sogar enervierend. Ohne HDTV-Sat-Receiver oder Top-Kabel-Abo macht’s kaum Sinn. Und Spass. Selbst Upscaling, das Hochrechnen der Pixelzahl auf den technischen Status Quo, ist meist nur eine Krücke auf dem mühsamen Weg zur Glückse(h)ligkeit.

Es gibt Medienexperten, die meinen, es ginge den Sendeanstalten, Content-Anbietern und Geräteherstellern heutzutage mehr um die Kontrolle der Verwertungskette denn um technische und inhaltliche Qualität. Kann sein. Aber ich lasse mich gern auch vom Gegenteil überzeugen. Ganz ist das noch nicht gelungen.

P.S.: Ein Detail bei solchen 1:1-Vergleichstests kann ziemlich irritieren: exakt derselbe Film läuft auf Blu-ray in einer (leicht) anderen Geschwindigkeit als auf DVD. D.h., es ergeben sich nach dem Parallelstart beider Streifen rasch Bild-/Ton-Verschiebungen. Befreundete Experten haben mir das mit der Umrechung von US-Kinoformaten erklärt, die sich nur bedingt europäischen Normen unterwerfen wollen. Oder so. Naja.

Affenmusik!

13. April 2010

Too much monkey business? Anmerkungen zu einem kleinen, feinen, runden Label-Geburtstag.

Ein Label ist ein Label ist ein Label. „Plattenfirma“ sagt man schon lange nicht mehr dazu, und es gibt einige Stimmen, die meinen, ein „Record Label“ hätte im 21. Jahrhundert generell an Sinn und Zweck eingebüsst. Tatsächlich lässt sich im Zeitalter des digitalen Informationsflusses so ziemlich alles auch durch den/die Urheber und Künstler selbst steuern: Produktion, Distribution, Promotion und Rezeption von Tönen, Klängen und Bildern. Alles online, automatisiert, unkompliziert. Und irgendwie – schöne neue Welt! – strikt nach Schema F.

Affenmusik funktioniert anders. Das Wagnis, das wir vor ziemlich genau zehn Jahren eingingen (zunächst startete das Unternehmen als PR-Agentur, das Label kam vor fünf Jahren dazu), lautet: raus aus den üblichen Schablonen, Wirtschafts- und Denkstrukturen. Rein ins Getümmel. Und zwar mitten hinein. Musik, die mächtigste Meta-Sprache dieses Planeten, kann nicht (nur) in Verkaufsregalen, Excel-Forecasts, Veröffentlichungsplänen und Medienkampagnen existieren. Sie braucht Raum, Zeit, Zuneigung, Finanzkraft und eine gepflegte Portion Irrsinn. Ein Biotop. Eine Infrastruktur. Einen Affenstall. Irgendjemand muß dem Publikum – das wir zuvorderst auch selbst sind – Zucker geben. Insofern haben wir uns entschlossen, ein exaltiertes Hobby zu unserer Profession zu machen: Musik. Jeder Spielart, sieht man Klassik, Big Band-Jazz und Volksmusik ab.

Unter dem Signet monkey. firmieren heute Verlag, Management, Promotion- und Medienagentur und Label. Der Blickwinkel ist international (insbesondere die Achse Wien-Berlin wird bespielt, auch eine Schweizer Schwesterfirma gibt es), der Künstler- und Kundenstamm aber überwiegend lokal: von Ernst Molden bis Bauchklang, von Hans Platzgumer bis Robert Rotifer, von den Sofa Surfers bis zum Ersten Wiener Heimorgel Orchester. Bis zu fünf Mitarbeiter drehen in der Arena dieses Affenzirkus, der zugleich Dienstleister, Durchlauferhitzer und Kulturbiotop ist, ihre Runden. Und das seit dem Jahr 2000.

Schaumwein! Die monkey.-Labelnacht am 17. April im Wiener Radiokulturhaus – auch die Schiene „LIVE@RKH“ ist auf unserem Mist gewachsen – präsentiert einige aktuelle und uns besonders ans Herz gewachsene Acts: Son of the Velvet Rat etwa, das Bandprojekt rund um den Grazer Georg Altziebler. Dieser Tage veröffentlicht die Combo „Monkey Years“, ihr erstes Best Of-Album, exklusiv auf Vinyl. Ein Geschenk an den Sohn der Samtratte, an die – mittlerweile nicht wenigen – Fans, und an uns selbst. Ernst Molden, der mit „Häuserl am Oasch“ gerade ein Singspiel im Wiener Rabenhof Theater inszeniert (die CD dazu folgte auf dem Fuße). Oder Blind Idiot Gods. Das Duo Martin Philadelphy & Stephan Sperlich scheisst sich rein gar nix und reisst routiniert die Grenzen zwischen Pop, Jazz und Avantgarde ein. „Animalation“ heisst ihr Debutalbum, wir hieven es auf die Bühne (wo aber samstags Martin Philadelphy solo musizieren wird). Und einiges mehr: das Programm wird én detail noch nicht verraten. Überraschungsgäste heissen ja nicht umsonst so.

Erwarten Sie also am 17.04. im altehrwürdigen Radiokulturhaus eine kleine Affenmusik. Nicht mehr. Nicht weniger. Gorillas im Nebel, Kapuziner mit Elektromotoren, Schimpansen on the rocks. Jedenfalls eine sehr spezielle Nacht. Schwingen Sie ruhig Ihren Arsch durch die Polstertür! Es würde uns freuen.

Schwarzes Loch, Miniaturausgabe

11. April 2010

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (55). Medienirrtümer 2.0. Oder: warum sich Google eher nicht als alleiniges Rechercheinstrument eignet.

Ich bin Daniel Breuss zu Dank verpflichtet. Er hat mein Leben gerettet. Im übertragenen Sinn natürlich, körperlich und geistig bin ich soweit – danke der Nachfrage! – unversehrt. Aber Breuss, Technikredakteur der „Presse“, hat mich letzte Woche sachte darauf hingewiesen, dass meine Polemik in punkto CERN – ich hatte geschrieben, es sei bezeichnend, dass Österreich knapp vor einem Jahrhundertdurchbruch für die Physik „aus Kostengründen“ aus der internationalen Forschergemeinde ausgestiegen sei – leider an einem kleinen, feinen Faktum kränkle. Einem Umstand, den ich leider anders in Erinnerung bewahrte (oder eher gar nicht). Der Ausstieg, den der damalige Minister Hahn tatsächlich schon angekündigt hatte, wurde wieder rückgängig gemacht. Nach Anschiss von Bundeskanzler Faymann und Niederösterreichs Landeshauptmann Pröll. Schon peinlich, wenn man wider etwas wütet, das sich als hundertprozentiger Irrtum und fatale Wissenslücke entpuppt. Derlei kann einen Kolumnisten killen.

Vielleicht hätte die vorwöchige Epistel – hätte ich sie in letzter Sekunde nicht umgeschrieben – ja auch als Lehrstück für spätere Generationen herhalten können. Und als Fingerzeig, dass Google nicht das ultimative Recherchewerkzeug ist. Zumindest nicht allein. Ohne Gebrauch der eigenen Ganglien und Bemühung der alten „Check. Recheck. Double Check.“-Formel, die man schon als Publizistikstudent verinnerlicht, geht auch im 21. Jahrhundert nichts. Google ist, nebst anderem, ein teuflischer Verführer zu Flüchtigkeit und Schlampigkeit.

Die Relevanzreihung, die die Suchmaschine vermeintlich vornimmt, ist keine, von Chronologie, Verknüpfung und Bewertung komplexer Sachverhalte und einem Anspruch auf Objektivität und Faktentreue kann sowieso nicht die Rede sein. Hoffen wir, dass sich zukünftige Journalistengenerationen nicht bei wichtigeren Themen als der Frage, ob die Urknallmaschine auch ein rot-weiß-rotes Mascherl trägt, von Google & Co. in die Irre führen lassen.

Aber vielleicht basteln sich ja in Zukunft auch die Leser ihren Nachrichtenüberblick, ihre Wissenslage – und letztlich ihre Wirklichkeit – selbst, ganz nach Lust und Laune. Wenn sogar Medienmogul Rupert Murdoch meint, „das iPad könnte Zeitungen retten“. „Krone“ und „Österreich“ überbieten sich gegenseitig darin, als erstes Boulevardblatt das Wunderding – eventuell ein knallbuntes trojanisches Pferd? – zu importieren und gönnerhaft an Leser weiterzureichen (unter uns: es kursieren hierzulande schon einige Geräte, ganz ohne Import/Export-Nachhilfe). Ein paar Häuser weiter wird diskutiert, ob das strikt formatierte Apple-Universum nicht per se eine Kampfansage gegen die Freiheit und Anarchie des Internets sei. Interessante Debatte. Wer aber soll da noch den Durchblick bewahren? Gut, dass ich die Telefonnummer von Daniel Breuss eingespeichert habe.

P.S.: „Presse“-Wissenschaftsredakteur Thomas Kramar hätte auch noch ein paar grundsätzliche Anmerkungen. Zum CERN. Zum Jahrhundertdurchbruch der Experimentalphysik. Und zum vermeintlichen oder tatsächlichen Miniatur-Urknall. Aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Der Sohn der samtenen Ratte

9. April 2010

„There’s some dark majesty at work here“… Liner Notes zum neuen SON OF THE VELVET RAT-Album „Monkey Years“.

Georg Altziebler: das erste Mal untergekommen ist mir der Name, als ich eine Platte der Band Pure Laine auf dem gravitätischen Thorens-Plattenteller des Studios RP4 im Funkhaus in der Wiener Argentinierstrasse placierte. Meine Augen streiften über die Angaben des Vinyl-Covers, wer hinter dieser Musik stecken mochte, die angeblich aus Graz kam und dennoch eher nach US-Bands wie Dream Syndicate oder Thin White Rope klang. Das muß gegen Ende der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts gewesen sein. Da der Name dieser mir bis dato unbekannten Band aber oft genug falsche Assoziationen weckte, etwa jene zu einem „pure lane“, dem rechten Pfad zur menschlichen, sprich: christlichen Tugend, verwarf Altziebler ihn alsbald wieder. Aber das sollte ich erst später erfahren. Da hatte ich längst mein Herz an das Nachfolgeprojekt Bloom 05 verloren. „Slow Star“ und „Lonesome Solar Surfer“, Dokumente des Werkens und Wirkens dieser Formation, erreichten mich in der Ferne. Zu Radiopräsenz und gesteigerter Aufmerksamkeit jenseits der Mur-Mürz-Furche konnte ich ihnen nicht verhelfen. Die Verlorenheit des Herzens blieb.

Dann gelangte auf verschlungenen Wegen ein erstes Lebenszeichen des Sohns der samtenen Ratte in meine Hände. Ich erinnere mich, „Are The Angels Pretty?“ auf einer mit zarter Handschrift markierten, selbstgebrannten CD auf einer staubigen Landstrasse zwischen Retz und Hollabrunn initial gehört zu haben. Wieder und wieder. Die Luft flirrte ob der sommerlichen Hitze, aber darüber hinaus stieg etwas Unwirkliches, Ätherisches, letztlich eine sublime Botschaft, daß dieser Sänger und dieser Song mehr verdient hätten als die Aufmerksamkeit weniger Minuten. Sie hatten sie nicht nur verdient, sie hatten sie auch erreicht. Seit diesem Moment sind das Schicksal von Son of the Velvet Rat und jene des Labels monkey. auf eine lose, aber auch bestimmte, feine, doch haltbare Weise miteinander verwoben.

Dazwischen war viel. Verdammt viel: Nashville, Tennessee. Berlin. Los Angeles. Die Zusammenarbeit mit Ken Coomer (Wilco), Richard Pappik (Element Of Crime), Kristof Hahn (Swans, Les Hommes Sauvage). Eine Begegnung mit Lucinda Williams, samt wechselseitiger Studio-Einladung. CD-Veröffentlichungen in Österreich, Deutschland, Schweiz, den USA und Korea. Eine Tour an der US-Westcoast. Eine Tour in Irland. Die Geburt eines Sohnes. Alltag, konterkariert von der Ohnmacht eines sterbenden Musikmarkts. Und der Allmacht eines Künstlers, dessen Vision sich nicht und nicht und nicht diesem Alltag ergeben will.

Anno 2010, zum fünfjährigen Bestehen des Affenstalls (respektive dessen Tonträgerabteilung), hielten wir es nicht für die schlechteste Idee, Zwischenbilanz zu ziehen. Das vorliegende Vinyl-Album – strikt limitiert auf 500 Exemplare, inklusive beiliegender CD – ist ein Geschenk an uns selbst. Aber auch an Georg Altziebler. Und Heike Binder. Natürlich die gesamte Band. Son of the Velvet Rat ist die Inkarnation eines Traums, das Personal des traumverlorenen Stücks kennt unterschiedliche Besetzungen, Phasen und Wechsel. Man muß aber nicht rätseln, wer unabdingbar ist auf der Bühne, die das Leben spiegelt. Altziebler und seine Mitstreiter(innen) haben es geschafft, in diesen fünf Jahren eines gemeinsamen Weges drei Alben und eine EP zu veröffentlichen – „Playground“ (2006), „Loss & Love“ (2007), „Gravity“ (2008) und „Animals“ (2009). Man darf das mit Fug’ und Recht als stringentes Oeuvre bezeichnen.

„Monkey Years“ ist, nomen est omen, eine Art Best Of-Album geworden. Eine essentielle Sammlung. Inklusive einiger seltener oder bislang unveröffentlichter Stücke (etwa die Bruce Springsteen-Coverversion „Better Days“). Eine Zusammenstellung von tönenden Kleinoden, die – allein ob ihrer annähernd chrologischen Aneinanderreihung und wechselseitigen Resonanz – eine ebenso schlichtes wie dezidiertes Urteil ermöglichen, ja förmlich erzwingen: Georg Altziebler schreibt Songs, die kein Ablaufdatum kennen. Keine Ausflüchte. Und keinen Staatsbürgerschaftsnachweis. Darüber hinausgehende Superlative stehen mir – ob klarer Befangenheit – nicht zu.

Es ist aber wohl zulässig, die eine oder andere Stimme von außerhalb zu zitieren. „Der beste Singer/Songwriter, den das Land hervorgebracht hat“ (Andreas Russ, „Kurier“). „Chansongewordene Trauermärsche mit paradiesischen Zwischentönen.“ (Gerhard Stöger, „Falter“) „There’s some dark majesty at work here.“ (Suzie Q, Logo Magazine) „Feinst geschliffene Lieder, die an der Endstation Sehnsucht erst richtig beginnen.“ (Werner Krause, „Kleine Zeitung“. „Wer Songwriter sagt, muss auch Nick Drake, Leonard Cohen, Townes van Zandt, Bill Callahan oder Will Oldham sagen. Dass ein im internationalen Business noch unbekannter Grazer sich ohne Wenn und Aber in diese Liste einfügt, ist schlicht sensationell.“ (Fritz Ostermayer, FM4) „Son of the Velvet Rat hat mehr Spannung, Charisma und fesselnde Atmosphäre im kleinen Finger als die meisten Songwriter in der ganzen Hand.“

(Oliver Uschmann, Visions). „Catharthic European Folk“ (Sahar Oz, „Delusions Of Adequacy“). „Altziebler versteht es, Songs zu schreiben, die den amerikanischen Standard übertreffen… Mit Son of the Velvet Rat wird noch einiges passieren.“ (Christian Steinbrinck, „Intro“)

Letzteres nehmen wir wörtlich. Sing weiter, Sohn der Samtratte. Sing. Die Affen lauschen. Unter uns: ergriffen.

SON OF THE VELVET RAT : Are The Angels Pretty?

Son of the Velvet Rat - Monkey Years

Neuigkeiten aus dem Sirup-Universum

3. April 2010

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (54) Frühling ist’s, die Lockvögel kriechen aus den Osternestern. Und fallen prompt in schwarze Löcher.

Grosse Dinge scheitern bisweilen an winzigen Details. Kleinigkeiten. Und Kleinlichkeiten. Von einem „gigantischen Sprung für die Menschheit“ war die Rede, von einer „neuen Ära der Physik“, die Wissenschaftler selbst liessen sich via Twitter nur zu einem knappen Kommentar hinreissen: „Wow!“. Und trotzdem hatte die notorische Schweizer Boulevardzeitung „Blick“ am Teilchenbeschleuniger-Experiment am CERN zuvorderst auszusetzen, dass dieses Trumm den Weltuntergang herbeiführen könnte. Konjunktiv, wohlgemerkt. „Hurra, wir leben noch!“ hiess es dann tags darauf.

Österreich ist beim CERN übrigens – Faymann sei dank, eventuell auch Erwin Pröll – weiter mit an Bord, obwohl Minister Hahn anno 2009 verkündet hatte, aus Kostengründen aussteigen zu wollen. Der Widerstand dagegen war (zu) gross. Und letztlich erfolgreich. Wäre auch zu blöd gewesen: die „Urknall-Maschine“ liefert nach, zugegeben, langer Anlaufzeit eine wissenschaftliche Sensation nach der anderen, die heimischen Forscher dürfen imaginäre schwarze Löcher in Excel-Tabellen eintragen.

Nicht immer aber kann ein Urknall als Weckruf dienen. Meine grossangelegte privatistische Versuchsreihe, was hochauflösendes Fernsehen, Blu-ray und den technischen Stand der Dinge betrifft, verzögert sich nun schon wochenlang. Wegen unerwarteter Widrigkeiten. Wer hätte z.B. vermutet, daß sich ein Zuspielgerät nur via Fernbedienung ernsthaft steuern lässt? Wenn die fehlt, bleibt’s still und stumm im trauten Heim (sofern man nicht die grobpixeligen Bilder des „normalen“ TV-Angebots auf sich wirken lassen möchte). Ich war knapp daran, mir eine Sony Playstation 3 als Blu-ray-Player zuzulegen, weil ein Flugblatt einer Supermarkt-Kette „Preise aus Billigsdorf“ verhiess. 249 Euro für solch eine eierlegende Wollmilchsau – wenn auch „nur“ mit 120 GB-Festplatte – sind tatsächlich wohlfeil. Allerdings, liebe Lidl-Chefetage: dann nur jeweils zwei Stück in den Filialen der näheren und weiteren Umgebung vorrätig zu halten, ist ein übler Marketinggag, der vielleicht am 1. April angebracht gewesen wäre. Aber nur dann. Die Verkäuferinnen winkten schon genervt ab, wenn sie mich von weitem sahen. Ich muss wohl „Playstation“ auf meine Stirn tätowiert haben.

So gesehen kommt mir eine Theorie des britischen Physikers Peter Higgs gerade recht: das Universum sei erfüllt von einer Art Sirup, der an den Elementarteilchen klebt, sie bremst und ihnen zugleich Masse verleiht. Der Kosmos: eine träge Suppe, die wir täglich auslöffeln. Quod erat demonstrandum. Ganz ohne CERN-Spalterei.

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