Das Berliner Raumfeld

21. Juli 2012

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (169) HiFi-Lautsprecher besitzen in Zukunft WLAN-Antennen und USB-Anschlüsse. Teufel auch!

Teufel auch? Ja, aber nicht nur. Habe ich überhaupt schon ein Ticket nach Berlin gelöst? Wird allmählich Zeit. Denn vom 31. Aust bis 5. September findet dort die “Internationale Funkausstellung” (kurz: IFA) statt. Und wenn es eine Messe in Europa gibt, die wirklich Gewicht hat in Sachen Unterhaltungs- und Konsumelektronik, dann ist es die alljährliche Innovationen-Show unter dem 1926 erbauten Berliner Funkturm. Anno 2012 halten einen eintausendzweihundert Aussteller aus zweiunddreissig Ländern ganz schön auf Trab.

Es gibt eben aber auch noch einen anderen guten Grund, an die Spree zu reisen: einen Besuch beim Lautsprecher-Spezialisten Teufel. Das Unternehmen zählt heute zu den absoluten Grössen der Branche, nicht zuletzt, weil es seine Erzeugnisse ab Fabrik direkt an Endkunden verkauft. Und so in punkto Preisgestaltung generell generös kalkulieren kann. Wer den Fachhändler als Berater und Einflüsterer vermisst, darf acht Wochen ungeniert daheim probehören. Bei vollem Rückgaberecht. Das Teufel-Management agiert aber nicht nur geschäftlich clever, sondern auch entschieden zukunftsorientiert. Drahtlosigkeit ist ja längst das Thema No. 1 bei Schallwandlern aller Art, nicht nur auf der IFA.

Vor zwei Jahren wurde also die Raumfeld GmbH aufgeschnupft, ein Spezialist für Audio Streaming. Seitdem bastelt man in Berlin frischfröhlich an einem Sortiment innovativer Produkte, das selbst namhafte Konkurrenten wie Sonos, Dynaudio, JBL, Bose oder Canton tendenziell etwas behäbig wirken lässt.

Das aktuelle Top-Produkt der Teufel-Raumfeld-Linie ist der “Speaker L”. Eine ausgewachsene Standbox in elegantem Schleiflack-Weiss – mit eingebauten 85 Watt-Verstärkern, also “aktiv”. Anzusteuern per PC über USB oder, eben drahtlos, eine WLAN-Verbindung. Oder über einen eigenen Controller. Oder, fast noch schicker, über Apps auf dem iPhone, iPad oder Android-Smartphone. Knapp 1300 Euro für eine solche Anlage sind ein probates Angebot. Kombiniert mit einem Musik-Server – manchen wird da das Handy reichen, andere bevorzugen ein NAS-System oder einen Computer randvoll mit hochauflösenden Musik-Files – ergibt das ein mächtiges Hör-Gerät. Es klingt, Ehrenwort!, (in seiner Preisklasse) allerfeinst. Das Design der Boxen mag etwas konservativ, ja altbacken wirken, aber technisch ist’s State Of The Art.

Sie müssen sich ja nicht gleich mir ins Flugzeug setzen, um das nachzuprüfen. Die Berliner liefern, Teufel auch!, frei Haus über die Grenze.

2 Antworten zu “Das Berliner Raumfeld”

  1. Georg Pinot Says:

    Als Musik-und HiFi Liebhaber verfolge ich die Entwicklung schon einige Zeit und der Trend geht zu mp3. Nachdem ich als Hobbymusiker fallweise Songs wahlweise als mp3 oder von CD anhöre ist der Unterschied sehr deutlich. Ich kann mir nicht vorstellen auf einen NAS Server meine CDs auf mp3 zu speichern und mit Genuss zu hören, vielleicht wenn man im ganzen Haus berieselt werden will. Aber vielleicht liege ich mit meiner Ansicht falsch und es gibt schon sehr gute mp3 Abspielgeräte, die aber die Komprimierung auch nicht ungeschehen machen können.

    Mit lieben HiFi Grüßen

    Georg

  2. Walter Gröbchen Says:

    Für die allerhöchsten HiFi-Weihen ist MP3 ungeeignet, man kann aber natürlich auch „vollwertige“ WAV-, Lossless- oder FLAC-Files auf den Server legen. Es geht mehr um Bequemlichkeit und Alltags-Spaß.


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