Blitz & Blauzahn

10. November 2012

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (185) Ihr Funkberater empfiehlt: Bluetooth-Verbindungen ersparen Kabel, Adapter und Verdruß.

Manchmal sind es unspektakuläre, unkomplizierte, ja geradezu unscheinbare Dinge, die den Alltag erleichtern. Enorm erleichtern. Man fragt sich förmlich, warum nicht schon vorher jemand auf die Idee kam. Und wenn es dann auch noch nicht die Welt kostet, dieses Objekt der Begierde, dann ist’s umso beglückender.

Vielleicht ist diese Einleitung eine Spur zu pathetisch, denn es geht in Folge “nur” um ein simples Zubehörteil. Für das iPhone von Apple. Und hier nicht mal um das allerneueste Modell – denn das aktuelle iPhone 5 wurde ja bekanntermassen mit einem “Connector” (es handelt sich dabei um die Auflade- und Datenschnittstelle) namens “Lightning” aus- und aufgerüstet. Dieser Anschluß ist natürlich kleiner, eleganter und gewiß auch innovativer als der alte 30-Pin-Anschluß, der all die Jahre über seinen Zweck durchaus erfüllt hat. “Lightning” ist vor allem eins: vollkommen inkompatibel zu allem, was sonst am Markt ist.

Die großspurige Ankündigung des Industrieverbands der Mobilfunkindustrie GSMA aus dem Jahre 2009, in längstens drei Jahren würden – auf Druck der EU-Kommission – Handies mit standardisierten Micro-USB-Anschlüssen ausgeliefert und liessen sich so mit universell verwendbaren Standard-Netzteilen aufladen, hat sich als Rohrkrepierer erwiesen. Die Hersteller, allen voran Apple, kochen nachwievor ihr eigenes Süppchen. Und das schmeckt nicht jedem.

Besitzer von Docks und Soundsystemen mit einem Connector alter Bauart – das dürfte noch für Jahre deutlich die Mehrzahl sein – freuen sich sicher narrisch über all die plumpen (und, sollte es sich nicht um China-Importware handeln, auch nicht gerade billigen) Adapter, die ab sofort Verbindungsprobleme beheben sollen. Und wahrscheinlich immer dann vermisst werden, wenn man sie gerade am dringendsten benötigt.

Soviel in Kürze: man wird als iPhone 5-User ohne Adapter nicht auskommen. Aber die Übertragung von Musik lässt sich neuerdings eleganter erledigen. Drahtlos. Ganz im Trend der Zeit. Via Bluetooth. Sandberg, Tangent und wohl demnächst einige Hersteller mehr haben nun “Dock Connectors” und, relativ baugleich, “Bluetooth Links” im Programm, die das lästige Anstecken und Einstöpseln ersparen. Jedes „alte“ Audio-Dock funktauglich machen. Und Ihr Smartphone, aber auch das Apple iPad oder diverse Tablets, MP3-Player oder Laptops anderer Hersteller unkompliziert (das „Pairing“ erfolgt auf Knopfdruck) und tadellos im Raum erschallen lassen.

Kleines Ding, grosse Wirkung. Und ab sofort kein Geheimtipp mehr.

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9 Antworten to “Blitz & Blauzahn”

  1. Tanja Zwei Says:

    Es geht noch besser. Per Airport an die Stereoanlage. Von alln Geräten.

    • Walter Gröbchen Says:

      Dazu müssen Geräte „Airplay“-fähig sein. Sind viele nicht.


      • ich vermute Tanja Zwei meint den Aiport Express, den man direkt an den Verstärker anschliesst und von jedem Apple Gerät, das über wlan verfügt, steuern kann. Eine recht elegante Lösung, ein Nachteil ist der eher bescheidene Klang, wenn man analog aus dem Airport Express rausgeht.

      • Walter Gröbchen Says:

        Okay. Aber ich sprach/schrieb eher von der Weiterverwendung bestehender Docks ;-)


      • Aber fast ALLE Geräte bis hin zum Radiowecker haben einen Aux-Eingang an das man Airport Express ansteckt (Cinch = roter und weisser Stecker) und dann mit allen iPhönern und iPads kommunizieren kann.

      • Walter Gröbchen Says:

        Eine Funk-Lösung via Airport Express & Airplay ist aber voluminöser, umständlicher, teurer als eine simple Lösung mit einem BT-Zwischenstück um etwa 35 Euro. Sorry ;-)


  2. […] spielt. Und noch dazu herrlich selbsterklärend ist – mit kaum einem Fahrzeug bislang gelang das Bluetooth-Pairing mit dem Smartphone so selbstverständlich wie hier. Das JBL-Soundsystem verspricht zudem […]


  3. […] JBL. Und einigen mehr. Die mit Blick auf das Sony-Modell implizit erwünschte Features-Kombination Bluetooth – also kabellose Übertragung der Musik, etwa vom Handy – und Noise Cancelling beherrschen aber […]


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