Archive for April, 2013

Smart, aber tot

28. April 2013

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (208) Televisionen? “Fernsehen” wird, sorry ORF, RTL, ATV & Co., bald ganz anders aussehen.

Störbild

„Fernsehen stirbt nicht!“ – so plakativ und beschwörend lautete anno 2013 das Resümee einer Veranstaltung in Hamburg, die jährlich unter dem Titel „newTV Kongress“ abgehalten wird. Diese Expertentagung findet, wie die Homepage verkündet, „vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung des Bewegtbilds statt“ und präsentiert „spannende Praxisbeispiele des Zusammenwachsens von Technologie und Content.“

Aber ist es wirklich ein Zusammenwachsen? Zumindest kein friedliches. Der „Reality Check“ der Branchen-Auguren fiel nicht gerade unkritisch aus. So verkündete etwa Sean Besser, der Executive Vice President of Business Development, Partnerships and Strategy – die skurrile Titelsucht der Amerikaner greift längst auch im europäischen Raum – des „Social TV“-Unternehmens GetGlue, dass interaktives Fernsehen doch tot ist. Oder zumindest scheintot. „Nobody uses Smart TVs“ lautete Bessers Leitsatz. Noch besser: der RTL-Experte Marc Schröder schloß sich ihm an. Er bezeichnete die angebliche TV-Generation von morgen als „Schläfer“ und meinte, diesem angebotsgetriebenen Markt fehlten einfach die Produkte.

Tech-Blogs wie neuerdings.com unken: „Das Internet auf dem Fernseher steht schon ungefähr so lange “kurz vor dem Durchbruch” wie der sagenumwobene Internet-Kühlschrank, der abgelaufene Lebensmittel selbst nachbestellt. Und wahrscheinlich wird beide Ansätze dasselbe Schicksal ereilen: Sie werden nie mehr ihren Durchbruch erleben.“ Punkt. Kein noch so hochgezüchteter Flachbildschirm hätte gegen ein aktuelles Tablet oder Smartphone eine Chance. Aber ist nicht „Smart TV“ dennoch das, was uns Fernseher-Fabrikanten, Elektrofachhandel, TV-Sender und Medien-Gurus ungebrochen als „next big thing“ einreden?

Bezeichnend: während etwa im ORF intern über „Second Screen“-Experimente wie spezielle Apps zu Sportereignissen oder zur kommenden Nationalratswahl gestritten wird, überholen neue, reichlich bekannte und (bislang) auch unbekannte Player aus dem Web-Universum mit Karacho die alten Fernseh-Hausmarken. Netflix z.B., ein in den USA beheimateter On Demand-Anbieter, produziert längst eigene Serien (etwa den Beuschelreisser „Hemlock Grove“ oder das 76 Millionen Dollar teure Polit-Drama „House of Cards“), die vorrangig im Netz abgespult werden. Auf Wunsch und gegen Bezahlung ohne Werbung und in einem Rutsch. Mit Verspätung folgen irgendwann Abo-TV-Stationen und die üblichen Verdächtigen.

Wenn aber jene Sitten einreissen, die derzeit unter Serien-Junkies gang und gäbe sind – alle meine Bekannten haben längst „Game of Thrones“, „Homeland“ und all die anderen US-Hits irgendwo runtergeladen und gesehen –, kommt einerseits bei Teilen des Publikums in Zukunft nur mehr das große Gähnen auf, andererseits brechen den Linear-TV-Platzhirschen dank des Verlusts des „Endgeräte“-Monopols – dem Seher ist der Übertragungsweg schlichtweg schnurz, sofern das Angebot stimmt – die Finanzierungssäulen weg wie nix. Und dabei haben Apple, Google, Yahoo, Amazon & Co. noch gar nicht richtig die Einschalttaste gedrückt.

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Austropop, Arena und Alternativen

24. April 2013

Die Siebzigerjahre – ein Überblick. Eine Leseprobe aus „WIENPOP. Fünf Jahrzehnte Musikgeschichte, erzählt von 130 Protagonisten.“

Cover WienPop

Der Streit, wer genau wann den Begriff „Austropop“ geprägt und in Umlauf gebracht hat, ist ein akademischer. Das zunächst attraktiv erscheinende, später zunehmend als lästig und klebrig empfundene Etikett wurde wohl – auch wenn es angeblich erstmals im Oktober 1973 im Teenager-Magazin „Hit“ Verwendung fand – von Evamaria Kaiser erfunden, die generell als Patentante einer ganzen Szene fungierte. Es war die Zeit der Talent-Wettbewerbe, die von landesweiten Printmedien und dem mit frischem Selbstbewußtsein und Sendekanälen ausgestatteten ORF forciert wurden – von der „Show-Chance“ bis zu „Talente 70“.

Evamaria Kaisers wesentliche Katalysatorrolle war jene, mit sonorer Stimme eine frühe, sanfte, doch nachdrückliche Ermunterung und Formatierung einzumoderieren – und zwar bidirektional. Einerseits suchte man beim Radio, namentlich Ö3, seit 1967 wirklich neue, genuin österreichische Klänge, die man nicht nur in der „Musicbox“, sondern auch im Laufbandprogramm einsetzen konnte. Andererseits musste das Gros der jungkreativen Kräfte – darunter Georg Danzer, Marianne Mendt, Richard Schönherz, Marika Lichter, die Milestones und die Worried Men Skiffle Group – mit einem ungleich grösseren Publikum als in früheren Karrierestadien vertraut gemacht werden. Und vice versa.

Der ORF als – zu jener Zeit monopolistisch agierender – medialer Durchlauferhitzer ermöglichte erst, den spröden Begriff „Popularmusik“ (den 1961 der deutsche Musikhistoriker Walter Wiora eingeführt hatte) in das leuchtkräftigere, massenkompatiblere, alles umfassende und jeden umarmende Kürzel „Pop“ zu transformieren. Und damit auch hierzulande etwas zu ermöglichen, das oberflächlich der angloamerikanisch geprägten Unterhaltungsindustrie und Popkultur á la Warhol, Disney & Graceland gleichkam. Zumindest annähernd. Anderseits konnte und wollte man vielfach – zuvorderst in Wien – nicht die Wurzeln, Traditionen und milieubedingten Prägungen verleugnen, die bis in die zwanziger und dreissiger Jahre des 20. Jahrhunderts (oder noch weiter) zurückreichten und ab 1938 eine dunkle, nachhaltig bedrückende Zäsur erfahren hatten.

Pop wurde, und diese Entwicklung setzte in Österreich erst mit fast einem Jahrzehnt Verspätung nach den ersten markanten Botschaften Bob Dylans, der Beatles, Kinks und Rolling Stones ein, zum Fluidum und Botenstoff der Aufklärung und Selbstermächtigung – abseits reiner Unterhaltung. Als erste halbwegs eigenständige Spielart konnte und durfte Austropop – ein oft reichlich kurioses Amalgam aus Affirmation, beherzter Aneignung (etwa von literarischen Texten der Wiener Gruppe) und verschrobener Eigenentwicklung – plötzlich sagen, was bislang ungesagt blieb. Er musste es allerdings nicht – eine Option, die nicht wenige Unterhaltungskünstler/innen wählten.

Ö3 unter der Leitung von Ernst Grissemann und durchsetzt mit Mitarbeitern wie André Heller, Gerhard Bronner („Schlager für Fortgeschrittene“), der „Radio Luxemburg“-Leihgabe Frank Elstner, dem späteren Ö1-Chef Alfred Treiber oder dem heutigen Wien.Museum-Direktor Wolfgang Kos forcierte – aus aktuellem Blickwinkel doppelt bemerkenswert – beides. Stücke wie „Glaubst i bin bled“ (Text: Konrad Bayer) und „I bin a Wunda“ (Text: Friedrich Achleitner), im Auftrag des Radiosenders musikalisch vertont von der Worried Men Skiffle Group, griffen noch vor den Madcaps (mit Georg Danzer als zunächst weithin unbekanntem Songschreiber), Malformation, One Family oder Marianne Mendt den Wiener Dialekt als Stilmittel auf. „Da schenste Mann von Wien“, „Der Mensch is a Sau“, „I bin a Weh“ und der mit André Heller aufgenommene Hermann Leopoldi-Hit „Schnucki, ach Schnucki“ folgten. Die skurille Skiffle-Truppe – der Titel ihrer Debut-LP lautete „Damn Best Dance Band In Town“ – erwies sich als für die spätere Entwicklung der Szene wenig signifikant, brachte es dennoch zu bis Mitte der siebziger Jahre anhaltender Popularität.

Jene Entertainer aber, die zuvor die Bühnen der Tanzcafés, Nobelhotels und Vorstadtsäle mit dem Instrumentarium des frühen Rock’n’Roll beherrscht und geprägt hatten, mutierten innerhalb kürzester Zeit und durch die Bank zu Auslaufmodellen, zu Überbleibseln einer vergangenen Beat-Ära. Oder wurden, schlimmer noch, dem Schlager-Genre zugeordnet – einem strikt kommerziellen, hoffnungslos konservativen Terrain. Peter Alexander, Freddy Quinn, Lolita, Udo Jürgens & Co. stehen somit hier nicht zur Disposition.

Diese kritische Grundtönung blieb bis weit in die siebziger Jahre erhalten, auch wenn die Bandbreite der Modeerscheinungen von „klassischem“ Austropop über die exaltiert-eskapistischen Inszenierungen André Hellers, diverse Eurovisions-Songcontest-Beiträge, Gelegenheits-Gags und Disco-Gehversuche bis zu englischsprachigem Pomp-Rock, comicähnlich groteskem Rocktheater und letztendlich derivativem Proto-Punk reichte. Einen – relativ rasch wieder recht einsamen – Höhepunkt erreichte die Politisierung in der Liedermacherszene, die ab `68 in Kellerbiotopen wie dem „Folkclub Atlantis“, aber auch im AudiMax der Universität und diversen Kleinstparteien, Splittergruppen, Wohngemeinschaften und Diskussionszirkeln Resonanz und Publikum fand, nichts davon aber in die achtziger Jahre hinüberretten konnte. Selbst ein Monumentalwerk wie die „Proletenpassion“ der Schmetterlinge, möglicherweise das (in jeder Hinsicht) umfangreichste und gewichtigste Wort- & Tondokument jener Tage, wirkte kaum ein Jahrzehnt später überambitioniert und antiquiert.

Man kann generell trefflich über die Rolle von Charakterköpfen wie Sigi Maron, Erich Demmer, Stefan Weber (Drahdiwaberl), Alf Krauliz (Misthaufen) oder Willi Resetarits und die historische Bedeutung von Bands wie Novak’s Kapelle, Gipsy Love oder Hallucination Company streiten – ihre teilweise bis in die Gegenwart reichende Wirkungsmacht nährt sich sowohl aus facettenreicher Originalität, erstaunlicher Konsequenz – nicht selten auch in Hinsicht auf notorische kommerzielle Erfolgslosigkeit – wie aus einer im Pop-Business unabdingbaren Instant-Mythologisierung. Selbst die vielbeschworene, symbolträchtige „Arena“-Besetzung stellt sich im Rückblick als enorm folgenreiche, doch schon im Augenblick ihrer erzwungenen Beendung verklärte Episode dar.

Ohne Zweifel lässt sich aber Wolfgang Ambros als prägendste und wichtigste künstlerische Wien/Pop-Erscheinung der siebziger Jahre benennen (so sehr auch André Heller, Georg Danzer oder – vergleichsweise wortkarg, aber musikalisch-virtuos kaum bezwingbar – Christian Kolonovits, Karl Ratzer, Richard Schönherz, Kurt Hauenstein oder Peter Wolf dicht auf folgen. Letztere verliessen bezeichnenderweise ab Mitte der siebziger Jahre das Land, zunächst Richtung Deutschland, später Richtung USA). In Songs wie dem „Hofa“ und Alben wie „Es lebe der Zentralfriedhof“ spiegelt sich ein zu Beginn des Jahrzehnts blutjunges, aufreizend unschuldiges Talent, das rasch und unter tatkräftiger Mitwirkung von Kreativ-Kollaborateuren wie dem kongenialen Josef „Joesi“ Prokopetz, Studiofuchs Peter Müller, Manager Johann Hausner, Textdichter Hugo Khittl oder dem (später gerade dafür geschmähten) Universal-Arrangeur Christian Kolonovits zu einem routinierten Kartographen wurde. Einem Kartographen der labyrinthischen, grauen, nur selten von leuchtend-orangen Plastikwerbekugeln („Z – Zentralsparkasse“) belebten Strassen- und Gassenfluchten Wiens – wie auch der Seelenlandschaft seiner Bewohner.

Wir haben es hier mit einem Zeit-Raum-Kontinuum zu tun, das ein Dezennium lang von einer vagen Vorahnung auf Kommendes, Mögliches, ja auf die Moderne schlechthin befallen schien. „Espresso“, zu finden auf dem prototypischen Austropop-Album per se (eben dem „Zentralfriedhof“), ist ohne Zweifel einer der trefflichsten Songs, die den Mikrokosmos jener Ära in einer Momentaufnahme zu verdichten versuchten. Zeitlupenmodus: es passiert nichts. Man sitzt, wie jeden Tag, im Espresso, im Wirtshaus, beim Bier oder Kaffee. Die Luft steht drückend im Raum. In der Zeitung dasselbe wie gestern. Und vorgestern. Eine unbekannte Frau, die um Feuer bittet, kommt einer Sensation gleich. Die Jukebox kennt nur Kommerzmusik, sie klingt wie Pink Floyd aus den Kehlen der Sängerknaben. Die Lage: hoffnungslos, aber nicht ernst. Wien in den Siebzigern.

Das war die Fototapete, vor der Hans Hölzel alias Falco seine ureigene Inszenierung eines Befreiungsschlags einzustudieren begann.

“WIENPOP. Fünf Jahrzehnte Musikgeschichte, erzählt von 130 Protagonisten” erscheint im Juni 2013 im Falter Verlag, Wien.

Ganymed & Kierkegaard

20. April 2013

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (207) Digitale “Field Recorder” sind für Radioreporter, Historiker und Originalton-Jäger ein wahrer Segen. Dazu zählen auch Pop-Autoren.

field recorder

Uff! Mit Hängen und Würgen haben drei Kollegen – namentlich Thomas Mießgang, Florian Obkircher, Gerhard Stöger – und ich gerade ein Buch fertiggestellt. In diesem Werk mit dem Titel „WienPop“, das Anfang Juni im Falter Verlag erscheint, stecken über zweieinhalb Jahre Arbeit, 140 Interviews und jede Menge authentischer Informationen zu den letzten fünfzig Jahren österreichischer Musikgeschichte. Von Wolfgang Ambros bis zur Worried Men Skiffle Group, von Astaron bis Klaus Waldeck – alle kommen sie zu Wort.

Das ist nicht nur ein gehöriger Batzen Recherche-, Transkriptions- und Schreibarbeit, sondern birgt auch gruppendynamisches Konfliktpotential en gros & en détail. Warum würdigt niemand die Dialekt-Pop-Vorreiter Malformation? Ist „Zucker“ ein essentiellerer Hansi Lang-Song als „Keine Angst“? War die Gummimasken-Discotruppe Ganymed signifikant oder nur peinlich? Und wenn es etwa um den lässlichen, aber gern gepflegten Brauch einer kollektiven Autoren-Dankesliste geht, dürfen zwar keinesfalls die jeweiligen Lebensabschnitts- und Verlagspartner fehlen – dafür fallen im Hickhack der Subjektivitäten und im Trubel des Redaktionsschlusses gern Menschen unter den Tisch, die wirklich hilfreich waren.

Ich hätte z.B. jemanden, dessen Namen ich erst hervorkramen müsste (er tut hier nichts zur Sache), der sich dem Autorenteam gegenüber aber durch eine schlichte Leihstellung äusserst dienlich zeigte. Das Leihobjekt: ein Olympus PCM Linear Recorder, Modellbezeichnung LS-11 – ein handliches Aufnahmegerät, das heute wahrscheinlich gar nicht mehr der letzte Schrei ist, uns aber zweieinhalb Jahre lang treue Dienste geleistet hat. Und die Stimmen aller Interviewpartner originalgetreu auf ewig für die Nachwelt festhielt (die Aufnahmen wandern, falls jemand hineinhören möchte, schnurstracks in den Fundus der Musiksammlung der Wien-Bibliothek). Ohne Aussetzer, ohne Mucken, ohne den geringsten Anlaß zur Beschwerde. Das nenn’ ich einen Marathontest!

Und, ja, ich hab’s schon einmal festgehalten: Profi-Geräte wie das LS-11, die nicht nur bequem in eine Jackentasche passen, sondern mittlerweile auch höchst erschwinglich sind, hätte man sich vor zwanzig, dreissig Jahren als Rundfunk-Reporter gewünscht. Damals benötigter guter Ton vor allem eine starke Schulter – die Bandmaschinen von Nagra, Uher & Co. waren sauschwer. Und die Cassetten- & Minidisc-Recorder, die danach kamen, konnten es in der Aufnahmequalität nur bedingt mit dem jetzigen Digital-Equipment aufnehmen.

In diesem Sinne: danke. „Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden, aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden“, wusste schon Søren Kierkegaard. Teilen Sie unsere Vorfreude!

Angenehm wie Beulenpest

13. April 2013

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (206) So banal wie zutreffend: Technische Lösungen funktionieren nicht immer und überall.

DLAN

Letztlich ist die Erörterung von Vor- und Nachteilen bestimmter technischer Entwicklungen immer auch ein Glaubensbekenntnis. Selbst wenn man die Sache zu objektivieren versucht – etwa, indem man ein Gerät höchstpersönlich und ausführlich testet. Und sein Urteil nicht einfach aus dem bunten Verkaufsprospekt oder den PR-Unterlagen des Herstellers, Importeurs oder Händlers bezieht. Den tolldreisten Gebrauch der Copy- & Paste-Tasten mit Journalismus zu verwechseln, das gelingt vielleicht schlitzohrigen „Medienpartnern“ und kurzsichtigen Sparefroh-Verlegern – das Publikum lässt sich auf Dauer nicht hinters Licht führen.

Derlei war aber auch gar nicht meine Absicht, als ich unlängst die Powerline-Adapter der deutschen Firma Devolo über den grünen Klee lobte. Im Gegenteil. Sie erinnern sich: mit solchem Equipment lässt sich das heimische Stromnetz elegant und kostengünstig als Local Area-Computernetzwerk nutzen – das Internet kommt dann, egal wo man seinen Rechner aufklappt oder sein Smartphone zückt, quasi aus der Steckdose. Das funktioniert in meinem Haushalt wunderbar. Jedenfalls deutlich besser als mit all den WLAN-Routern, -Extendern und -Repeatern zuvor.

Nun schrieb mir aber ein Freund und Experte zu meiner vorwöchige Kolumne, dass es, hm, etwas komplexer und komplizierter sei. Denn seiner Erfahrung nach funktionieren Devolo, D-Link, Netgear, Hama & Co. – die Systeme sind ja richtiggehend in Mode gekommen – nicht überall gleich gut. Und manchmal gar nur schlecht. Irgendwie Glückssache. Fazit: „Powerline ist sehr mit Vorsicht zu genießen!“ Dazu ein link zu einem ausführlicheren Artikel, der das Für und Wider penibel auflistet.

Ein anderer Freund und Experte lieferte umgehend einen noch geharnischteren Kommentar: „Apage Satanas! Adapter, die hochfrequente Signale über ungeschirmte Leitungen transportieren, sind so angenehm wie die Beulenpest. Wollen wir wirklich die Stromversorgung mit Dreck verschmutzen wie einst die sauberen Flüsse? Das wäre das Ende von sauberem Klang aus der HiFi-Anlage, die Bedrohung lebenswichtiger Funksysteme und ganz generell die dümmste Technologieanwendung seit den Atomkraftwerken.“

Na wui! Da ich die Meinung der Kollegen – ein Dritter erwähnte beiläufig, kleine Kinder hörten die Hochfrequenz-Sender „pfeifen“ – generell schätze und für kompetent erachte, stand damit auch meine Glaubwürdigkeit zur Disposition. Ich fragte vorsichtig nach, ob ich eventuell Devolo mit seinem Standpunkt konfrontieren dürfe? Kollege Nummer zwei explodierte abermals: „Die Antwort wäre wohl ähnlich vertrauenswürdig wie die der Firma Tepco zu Fukushima. (…)
 Allerdings wird es schon Gründe haben, warum sich alle renommierten Kommunikationshersteller schon vor Jahren von der Powerline-Technologie verabschiedet haben.“ Punkt.

Wissen Sie was? Ich frage trotzdem nach. Das bin ich Ihnen schuldig. Und zweifelsohne auch mir selbst.

Schöne neue Freiheit

12. April 2013

Eine Wortspende, pardon: Keynote auf der Musikmesse Frankfurt – für den VUT (Verband der unabhängigen Tonträgerproduzenten und Musikunternehmen Deutschlands).

Don't believe

Ich habe mir vorgenommen, einen Text zu schreiben, für dessen Erstellung nicht mehr als eine Stunde und zwanzig Minuten vonnöten sein werden. Dieser Text – und dessen öffentlicher Vortrag hier – ist das Ergebnis einer Interessensabwägung und des Versuchs, eine vertretbare Balance zu finden von Aufwand und Entlohnung. Ich kann Ihnen vorweg nicht versprechen, zu einem allseitig befriedigenden Resultat zu kommen.

Da die Entlohnung gleich null ist, ist dieses Experiment dem uralten Phänomen des Enthusiasten geschuldet. Wenn ich Chris Gercon, dem Leiter der Londoner Tate Gallery of Modern Art, trauen darf, bin ich als Enthusiast einer unter Millionen. Einer aus einer ganzen Armee kreativer Dienstleister. Wenn ich ihn kursorisch zitieren darf: „Man spricht von Creative Industries, aber das ist nur ein Trick, um das ökonomische Modell der kostenlosen Arbeit salonfähig zu machen.“ Der Enthusiasmus ist also die Währung des Prekariats. Sie unterliegt einer rasanten Inflation.

Nun: ich hätte diese eineinhalb Stunden konzentrierter Arbeit – sie entsprechen in etwa der Flugdauer Wien – Frankfurt – nicht Yamaha oder Sony, nicht Apple, Universal, Native Instruments, Spotify oder Fender geschenkt. Der VUT als Club der legéren Prekären darf dagegen das Geschenk gelassen annehmen. Hat er je etwas anderes als Enthusiasmus und Selbstausbeutung kennengelernt und propagiert – quasi als pragmatisches Miniatur-Geschäftsmodell?

Ironie off. Ich will versuchen, zehn Thesen zum Status Quo der Musikindustrie abseits der Majors & Multis zu formulieren. Vielleicht gehen sich aber nur neun oder gar nur fünf aus – die Uhr tickt. Und ich erlaube mir, Sie direkt anzusprechen. „Sie“ meint also die Musikindustrie – was immer man individuell darunter verstehen mag.

Eins: Sie haben Ihren Geschäftsgegenstand verloren.

Ich meine damit zuvorderst die Musikindustrie im engeren Sinne (oder nach altem Verständnis): die Tonträgerindustrie. Sie haben kein physisches Verkaufsobjekt mehr. Okay, die CD-Regale und Tonträgerabteilungen bei Saturn, Mediamarkt, Libro & Co. existieren noch. Aber nicht mehr lange. Und sie sind heute schon erschreckend leer. Die Erosion des Geschäftsmodells, das an ein Trägermedium gebunden ist (und durch dieses auch determiniert wurde), wird immer rasanter und deutlicher. Wenn nicht Download-Plattformen und Streaming-Dienste das Terrain übernehmen, schlägt Amazon zu. Gnadenlos. Die CD, schon lange ungeliebt und längst zum Wegwerfgegenstand herabgewürdigt, wird zum nostalgischen Geschenk oder verschwindet ganz. Okay, im Promillebereich legt Vinyl wieder zu – aber das ist ein Retro-Phänomen und Nischenmarkt par excellence. Eine Liebhaberei. Ein Enthusiasten-Fetisch. Schön, dass es diese Enthusiasten gibt. Die Musikindustrie im allerengsten Sinne hat immer auch (und vielleicht sogar zuvorderst) von ihnen gelebt. Aber Enthusiasten sind selten Industrielle. Und vice versa.

Zwei: wer jetzt meint, Downloads & Streaming würden die gewohnten Verhältnisse und Strukturen retten, hat die Digitalisierung nicht verstanden.

Die Ablösung des Analogen durch Ketten von Nullen und Einsen wurde und wird ja nicht leichtfertig zum Paradigmenwechsel erklärt. Ein Paradigmenwechsel meint: radikale Implikationen. Die Zertrümmerung des Althergebrachten. Einen völlig neuen Erfahrungs- und Denkhorizont. Komplett durcheinandergewürfelte Schöpfungs- und Verwertungsketten. Neue Formen der Produktion, Distribution, Kommunikation, Rezeption und Konsumation von Musik. Es gibt kein Original mehr, weil es auch keine Kopie mehr gibt. Die Grenzen zwischen legal, illegal und scheißegal existieren nicht mehr. Die Erlösmodelle von Spotify, Deezer, Rrdio, Simfy & Co. sind nachwievor undurchsichtig, unbestätigt, unkalkulierbar. YouTube ist immer billiger. Weil gratis. Sie kriegen den Geist nicht zurück in die Flasche. Was gerade abläuft auf diesem Planeten, von WikiLeaks bis Big Data, von Fukushima bis zur Finanzkrise, ist gerade mal die Ouvertüre. Da sind doch GEMA- & Google-Streitereien und Urheberrechtsdebatten ein Orchideenthema dagegen. Oder?

Vordergründig: ja. Bei näherer Betrachtung: nein. Auch wenn das – leider – viele Künstler selbst so sehen, vielleicht aus Unverständnis, Zeitnot, Apathie oder einem dümmlichen Zeitgeist-Opportunismus. Es geht um die schlichte Frage, wie Urheber und ihre Sparringpartner & Dienstleister, zuvorderst Labels, Distributoren und Verlage, in Zukunft ihre Schöpfungen, Copyrights und Leistungen monetarisieren können. Kommen Sie mir bloß nicht mit 360 Grad-Modellen: das ist weitgehend eine Illusion – außer bei längst etablierten Künstlern. Die wesentlichen Fragen sind, sorry to say that, ungelöst. Und zuvorderst ist das die Frage um die Lebensgrundlage professioneller Künstler/innen.

Drei: Sie leben – wir leben – inzwischen von Goodwill, Spenden und Subventionen.

Mit Spenden meine ich übrigens nicht ein paar Münzen in einem alten Hut, wie bei Strassensängern und Bettelmusikanten. Sondern freiwillige Beiträge, Micro-Payment, Aufmerksamkeit – die wichtigste Währung des Business –, Likes, Fans, Follower, Nebenerlöse aus Eintrittskarten für Live-Events – das ist die härteste Währung –, Sponsoring und neue Modelle wie z.B. Crowdfunding. Wer immer heute Musik – also Musikstücke, Songs, Tracks, portionierte Musik, wie immer sie es nennen wollen –, käuflich erwirbt, zeigt entweder einen bewussten, fast schon ideologisch-idealistischen Goodwill, komplette technische Ahnungslosigkeit oder luxuriöse Bequemlichkeit. Eine der vielen Wahrheiten in diesem an Lügen reichen Business ist: die staatlichen, halbstaatlichen und mäzenatengleichen Subventionen beginnen die Popkultur zu unterwandern. Oder, ganz nach Geschmack, zu überlagern. All die Förderprogramme, Initiativen, Musikfonds, Produktions-, Export- und Vermarktungszuschüsse sind zusammen aber kaum ein Tropfen auf den heissen Stein. Und sicher kein Ersatz für ein langfristig tragfähiges, zukunftstaugliches Wirtschaftsmodell.

Vier. In jeder Krise gibt es Verlierer. Und Kriegsgewinner. Aber die Gewinner bestätigen zumeist nur die Regel, dass die Revolution gern ihre eigenen Kinder frisst.

Gut, nein: schlecht! werden Sie sagen, dieser Gröbchen ist ein Untergangsprophet, ein Kleinhäusler, ein notorischer Pessimist. Bin ich übrigens nicht. Ich sehe, wo viel Schatten ist, ganz der Logik gehorchend, auch viel Licht. Und, ja, bislang ist der Mensch als physische Entität, als Wesen aus Leib und Blut, als unklonbares Individuum nicht abgelöst. Das heisst, alle mit der persönlichen Präsenz des Künstlers, mit der Person an sich, mit der Aura, der Strahlkraft, der Präsenz, dem Talent, Können und Knowhow eines bestimmten Menschen verbundenen Elemente sind und bleiben der wesentliche Faktor in diesem Geschäft. Mehr denn je.

Unverwechselbarkeit, sprich: die Deckungsgleichheit von Image und Realität und eine fast schon banale analoge Körperlichkeit sind Trumpf. Deswegen kann man für Tickets & Konzertkarten auch so viel Geld verlangen. Deswegen giert die Menschheit so sehr nach der leibhaftigen Greifbarkeit von Stars. Und deswegen kann ein DJ heute einfach einen USB-Stick mit ein paar Files und einer vorbestimmten Playlist abspulen, ohne von der breiten Masse des Publikums schief angeschaut zu werden. Die werte Kollegenschaft mag sich beim Salzamt oder bei der Neidgenossenschaft beschweren, ohne Resultat: es genügt, wenn er oder sie dazu lächelt und höchstpersönlich ab & an die Arme in die Höhe reisst. Für 98 Prozent der Nachwuchskünstler, Semi-Profis und Provinz-DJs bleibt das aber eine Pose vor dem eigenen Spiegel.

Gut, wenn Sie sich selbst nicht dazu zählen wollen. Noch besser, wenn sie alle anderen nicht dazu zählen.

Fünf. Du hast keine Chance. Also nutze sie.

Ehrlich gesagt: diese Regel hat immer gegolten. Auf eine Handvoll Stars kommt seit jeher eine ganze Schattenarmee von Hobbymusikern, ewigen Talenten, Leuten, die es nicht geschafft haben und nie schaffen werden. Wobei: das was hier „geschafft“ werden kann und soll, ist ja ein verdammtes Erfolgsklischee. Individueller Erfolg muß immer nur einer individuellen Definition genügen. Das, was landläufig darunter verstanden wird, also kommerzieller Erfolg, Bekanntheit, Status, wird immer flüchtiger, unbeständiger und zweifelhafter. Wo in den achtziger und neunziger Jahren des vorigen Jahrhunderts noch die sprichwörtlichen „15 minutes of fame“ nach Andy Warhol gegolten haben, sind es heute eher „15 seconds of fame“ – jene Zeitspanne, nach der man auf Facebook oder Twitter weiterklickt. Ernsthaft – ich habe heute beim Flug von Wien nach Frankfurt, Dauer eben 1 Stunde 20 Minuten, aktuelle Musikmagazine studiert. Wovon und worüber berichten die? David Bowie, Depeche Mode, Pavement, DJ Koze, Phoenix, Black Sabbath, Charles Bradley, Tocotronic, Richard Dorfmeister – sorry, Richard, aber Du bist ein fast so alter Sack wie ich. Das sind lauter alte Säcke. Ewige Helden? Gut abgehangene Klassikaner? Oder ist man einfach nur inzwischen zu abgeklärt, zu verstockt, zu faul oder zu realistisch, um sich neue Namen und Gesichter zu merken?

Sechs. Es gibt zu viel Musik. Bad news für das Starprinzip, aber keine Todesgefahr für die Musik per se.

Für Musikjournalisten oder die Musikchefs von Radiosendern ist das Faktum der Unaufgeschlossenheit für neue Namen, Gesichter und Sounds ein Armutszeugnis. Mehr denn je. Viele lassen sich z.B. nachwievor CDs schicken – und nutzen den eventuellen Verweis auf Unkörperlichkeit des Musikprodukts als Barriere, Abwehrargument oder ultimativen Programm-Ausschliessungsgrund. Dem Publikum selbst ist kein Vorwurf zu machen. Bei all den kurz- und kürzestlebigen Mikro-Trends behalten selbst Experten keine Übersicht.

Musik ist trotzdem überall & allgegenwärtig. Ich habe ja vorhin von Licht gesprochen. Wo leuchtet es? Wo sind sie also, die positiven Seiten, Chancen und Hoffnungsgebiete im digitalen Nirvana? Das ist eine davon: diese völlig unkomplizierte rasche und allerorten mögliche Verfügbarkeit von Musik. Ich glaub’, man nennt das Niederschwelligkeit. Sie lesen über etwas, und hören es quasi im gleichen Augenblick. Sie hören etwas im Radio oder online – und der Download startet (sofern man den überhaupt noch für nötig befindet, eventuell aus einem Rest-Sammlertrieb heraus). Das ist schlecht für den Distinktionsgewinn, aber gut für Entdeckernaturen.

Und es hilft im Gegenzug auch den verbliebenen physischen Kultobjekten. Der Vinyl-Boom erklärt sich daraus. Und, so wie die Musik enorm liquid geworden ist (wenn auch nicht im monetären Sinn, hier trägt die universelle Verfügbarkeit zur Entwertung bei) und die Musikrezeption zum Alltagsphänomen, ist auch Musikproduktion , Musikdistribution, Social Media-Marketing, Below the line-Promotion… etc. usw. usf. für jedermann möglich. Brauch’ ich ausgerechnet Ihnen nicht erklären… Wir sind hier ja auf einer Musikmesse, oder? Was kostet heute ein Synthesizer, der ein ganzes Symphonieorchester ersetzt? Eine Upload- & Vermarktungs-Software? Oder ein komplettes Aufnahmestudio „in the box“? Aber was folgt daraus – ein egalitär-kraftmeierisches Hauen & Stechen, ein Kampf um Aufmerksamkeit, das alte Darwinsche Prinzip im Kunst- & Kulturbereich? Werfen Sie ruhig mal einen Blick auf Ihren Nachbar oder Ihre Nachbarin.

Sieben. Musik wird, allen Widrigkeiten zum Trotz, eine enorm positive Kursentwicklung erleben.

Gründen Sie ein Label! Sofort! Oder noch besser: zwei. Einen eigenen Internet-Radiosender! Eine neue Streaming-Plattform für obskure Krautrock-Raritäten! Eine Record Company zum Mieten! Ein Musikmagazin für Tablet Computer! Oder meinetwegen auch eins, das noch Papier und Druckerschwärze kennt. Einen Verlag, der anders funktioniert als alle anderen! Eine anarchistisch-autarke Selbstvermarktungsmaschine, wie sie die Welt noch nicht gesehen hat. Ein Enthusiasmus-Perpetuum Mobile. Eine … Man könnte, nein, man sollte… Tja. Sorry to say that: Time Over. Zeitkontingent aufgebraucht. Enthusiasmus-Reserve gegen null. Text-Ende. Jetzt liegt der Ball bei Ihnen.

Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit. Sie ist letztlich doch eine Belohnung, die man nicht geringschätzen darf.

Neues aus der Netzwerkstatt

6. April 2013

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (205) Der Strom kommt aus der Steckdose. Soweit nichts Neues. Aber jetzt klopft auch das Internet an.

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Manchmal ist die Sache ja ganz einfach. Wobei: die sogenannten „simplen Lösungen“ für unsere alltäglichen und weniger alltäglichen Sorgen werden in der Regel mit einer Extraportion Gehirnschmalz entwickelt. Und sind technisch oft hochkomplex. Jedenfalls stelle ich mir das als Laie so vor.

Wenn mir vor ein paar Jahren – damals waren armdicke Ethernet-Kabelbündel in den Büros und Home Offices ein ständig präsenter Gruß aus der IT-Abteilung – jemand gesagt hätte, ein Computer-Netzwerk liesse sich eines Tages elegant, preiswert und quasi unsichtbar via Steckdose und Stromnetz einrichten, hätte ich den Visionär taxfrei zum Spinner erklärt. Aber genau das ist der Fall.

Devolo etwa, der im deutschsprachigen Raum führende Anbieter von sogenannten Powerline-Adaptern, schickt, um den Status Quo zu illustrieren, den leuchtkräftigen Slogan „Auspacken. Einstecken. Loslegen.“ ins Rennen. Wunderlicherweise – kein mündiger Konsument glaubt an Werbesprüche – trifft er die Sache auf den Punkt. Ich selbst habe mich jahrelang mit schlechtem WLAN-Empfang in einem Teil des Hauses herumgeärgert. Und „schlecht“ meint: die Bits und Bytes tröpfeln wie eine Wasserquelle in der Sahara. Ständiges Versiegen, sprich: Verbindungsabbruch, inbegriffen. Trotz Repeater. „Das Internet geht wieder mal nicht“, jössas, wenn ich das schon hör’!

Drahtlosigkeit, tolle Bandbreite und hoher Datendurchsatz sind das Ideal, aber in vielen Haushalten nicht die Realität – aus welchen Gründen auch immer. Und üblicherweise kommt man auch nicht drauf. Ist der Provider schuld? Der Cyberspace? Die Stadtrandlage? Die Stummelantenne? Der Router? Das Modem? Der Rechner? Die Firewall? Der Nachbar? Das Wetter? Big Achselzucken. Und ein ewiges Ärgernis.

Da ich nicht, wie im Büro, mit Kabelsträngen, Gigabit-Ethernet-Verbindungen und Mauerdurchbrüchen leben wollte – dann ist man zumindest lokal auf der sicheren Seite –, nahm ich dankbar die Devolo-Plug’n’Play-Lösung wahr. Sie scheint markttechnisch so durchsetzungsfähig zu sein, dass ständig neue Adapter und Systeme herauskommen. Samt spezieller Software, mit der sich die Ruck-Zuck-Installationen auch konfigurieren und überwachen lassen. Nach den dLAN 500 AV Wireless+-Steckern teste ich gerade das dLAN 500 WiFi Netzwerk Kit. Keine Ahnung, was da nun genau der Unterschied ist – der Preis? Das Design? Die gesteigerte Kompaktheit? Hauptsache, es funkt.

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