Neues aus der Netzwerkstatt

6. April 2013

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (205) Der Strom kommt aus der Steckdose. Soweit nichts Neues. Aber jetzt klopft auch das Internet an.

1-devolo_dLAN_500_AV_Wireless_Plus_Starter_Kit_Front

Manchmal ist die Sache ja ganz einfach. Wobei: die sogenannten „simplen Lösungen“ für unsere alltäglichen und weniger alltäglichen Sorgen werden in der Regel mit einer Extraportion Gehirnschmalz entwickelt. Und sind technisch oft hochkomplex. Jedenfalls stelle ich mir das als Laie so vor.

Wenn mir vor ein paar Jahren – damals waren armdicke Ethernet-Kabelbündel in den Büros und Home Offices ein ständig präsenter Gruß aus der IT-Abteilung – jemand gesagt hätte, ein Computer-Netzwerk liesse sich eines Tages elegant, preiswert und quasi unsichtbar via Steckdose und Stromnetz einrichten, hätte ich den Visionär taxfrei zum Spinner erklärt. Aber genau das ist der Fall.

Devolo etwa, der im deutschsprachigen Raum führende Anbieter von sogenannten Powerline-Adaptern, schickt, um den Status Quo zu illustrieren, den leuchtkräftigen Slogan „Auspacken. Einstecken. Loslegen.“ ins Rennen. Wunderlicherweise – kein mündiger Konsument glaubt an Werbesprüche – trifft er die Sache auf den Punkt. Ich selbst habe mich jahrelang mit schlechtem WLAN-Empfang in einem Teil des Hauses herumgeärgert. Und „schlecht“ meint: die Bits und Bytes tröpfeln wie eine Wasserquelle in der Sahara. Ständiges Versiegen, sprich: Verbindungsabbruch, inbegriffen. Trotz Repeater. „Das Internet geht wieder mal nicht“, jössas, wenn ich das schon hör’!

Drahtlosigkeit, tolle Bandbreite und hoher Datendurchsatz sind das Ideal, aber in vielen Haushalten nicht die Realität – aus welchen Gründen auch immer. Und üblicherweise kommt man auch nicht drauf. Ist der Provider schuld? Der Cyberspace? Die Stadtrandlage? Die Stummelantenne? Der Router? Das Modem? Der Rechner? Die Firewall? Der Nachbar? Das Wetter? Big Achselzucken. Und ein ewiges Ärgernis.

Da ich nicht, wie im Büro, mit Kabelsträngen, Gigabit-Ethernet-Verbindungen und Mauerdurchbrüchen leben wollte – dann ist man zumindest lokal auf der sicheren Seite –, nahm ich dankbar die Devolo-Plug’n’Play-Lösung wahr. Sie scheint markttechnisch so durchsetzungsfähig zu sein, dass ständig neue Adapter und Systeme herauskommen. Samt spezieller Software, mit der sich die Ruck-Zuck-Installationen auch konfigurieren und überwachen lassen. Nach den dLAN 500 AV Wireless+-Steckern teste ich gerade das dLAN 500 WiFi Netzwerk Kit. Keine Ahnung, was da nun genau der Unterschied ist – der Preis? Das Design? Die gesteigerte Kompaktheit? Hauptsache, es funkt.

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8 Antworten to “Neues aus der Netzwerkstatt”

  1. Reinhard Haberfellner Says:

    Apage Satanas ! Adapter die hochfrequente Signale über ungeschirmte Leitungen transportieren lassen sibd ungefähr so angenehm wie die Beulenpest. Wollen wir wirklich die Stromversorgung mit Dreck verschmutzen wie einst die sauberen Flüsse . Das wäre das Ende von sauberem Klang aus der HiFi Anlage, die Bedrohung lebenswichtiger Funksysteme und ganz generell die dümmste Technologieanwendubg seit den Atomkraftwerken.

    • Walter Gröbchen Says:

      Na wui. Was würden die deutschen Ingenieure von Devolo dazu sagen? Soll ich sie fragen?


      • Das wird wenig Sinn machen, denn Ihre Antwort steht ja schon auf der Webseite. Und ist ähnlich vertrauenswürdig wie die von TEPCO zu Fukushima oder der Fleisch-Industrie zum Gammelfleisch.
        Allerdings wird es schon einen oder mehrere Gründe haben warum sich ALLE renommierten Kommunikationshersteller von der Powerline Technologie verabschiedet haben vor vielen Jahren.


  2. […] Absicht, als ich unlängst die Powerline-Adapter der deutschen Firma Devolo über den grünen Klee lobte. Im Gegenteil. Sie erinnern sich: mit solchem Equipment lässt sich das heimische Stromnetz elegant […]


  3. […] Absicht, als ich unlängst die Powerline-Adapter der deutschen Firma Devolo über den grünen Klee lobte. Im Gegenteil. Sie erinnern sich: mit solchem Equipment lässt sich das heimische Stromnetz elegant […]


  4. […] Absicht, als ich unlängst die Powerline-Adapter der deutschen Firma Devolo über den grünen Klee lobte. Im Gegenteil. Sie erinnern sich: mit solchem Equipment lässt sich das heimische Stromnetz elegant […]


  5. […] noch eine Antwort schuldig. Und zwar auf die Frage, ob Powerline-Adapter grundsätzlich eine tolle Lösung sind. Oder doch eine eher kritisch zu betrachtende. Und zwar für die Aufgabenstellung, digitale […]


  6. […] noch eine Antwort schuldig. Und zwar auf die Frage, ob Powerline-Adapter grundsätzlich eine tolle Lösung sind. Oder doch eine eher kritisch zu betrachtende. Und zwar für die Aufgabenstellung, digitale […]


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