Die vierte Generation

5. Juli 2015

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (318) Ohne LTE geht im heutigen Mobilfunkverkehr nichts mehr. Wäre blöd, drauf zu verzichten.

LTE-4G

Das Dasein als Kolumnist ist ein gefährliches. Gelegentlich bricht man sich Hals & Bein (und das nicht nur sprichwörtlich), wird für ein schärferes Wort verklagt oder gar Opfer eines Shitstorms.

Am lästigsten aber ist – wenn Sie mir diese persönliche Anmerkung gestatten –, ständig nach Tipps, Urteilen und Fehleranalysen gefragt zu werden. „Du, bei meinem Computer geht der Drucker nicht“, zählt beispielsweise zu den Standard-Sätzen, die man als vermeintlicher Technik-Experte ungern zu hören bekommt. „Was soll ich machen?“. Ja, was weiß denn ich!? Die Waschmaschine gibt seltsame Geräusche von sich, der Fernseher hat Aussetzer, der Nachbarssohn braucht ein neues Handy zum günstigsten Tarif… Und das Orakel hat immer Saison. Sorry: ohne mich!

Denn ich bin weder Mechaniker, Ingenieur noch IT-Fachmann. Und schon gar kein Wunderwuzzi, der im ewig undurchschaubaren Tarifdschungel der hiesigen Telekommmunikations-Unternehmen blind den aktuell gültigen Pfad zum allerallerallertiefsten Dumping-Angebot findet.

Österreich ist ja das Land des Mobilfunks. 13,2 Millionen SIM-Karten sind im Umlauf, berichtet das Forum Mobilkommunikation, viereinhalb Millionen Mitbürger surfen via Handy, per Tablet oder am Computer. Das 2014 verbrauchte Datenvolumen betrug 181,71 Millionen Gigabyte. Glücklicherweise fallen die Preise der Provider gefühltermassen etwa so stark, wie der explodierende Bedarf an Bandbreite für Musik- und Video-Streaming, Ortungs-Dienste und Messenger-Services wie WhatsApp anwächst.

Einen Rat kann und will ich Ihnen aber taxfrei geben, sollten Sie sich nach einem neuen Smartphone (eventuell in Verbindung mit einem neuen Anbieter) umsehen: verzichten Sie nicht auf LTE! Es ist die vierte und mit Abstand schnellste Generation der Mobilfunkstandards, und mit Downloadraten bis zu 300 Megabit pro Sekunde ein Muss für die Anforderungen der Gegenwart – außer, Sie verschicken nachwievor SMS-Botschaften (Ihre Kids tun das nicht mehr) und laden alle heiligen Zeiten mal ein Foto hoch. Also sollten ihr Provider und ihr Gerät LTE beherrschen. Und das tun mittlerweile (fast) alle, mit einer Netzabdeckung bis zu 98 Prozent. Ungeachtet jeder „Breitbandmilliarde“, die Regierung und TelKos in die Zukunftstauglichkeit der Datenversorgung zu stecken versprechen.

Apropos Versprechen: „Ich will, dass Sie unser LTE-Netz selbst testen“, spricht uns der T-Mobile-Geschäftsführer Andreas B. in Zeitungsannoncen sympathisch direkt an. Den Gefallen tu ich ihm! Schliesslich werde ich dafür sogar bezahlt.

2 Antworten to “Die vierte Generation”


  1. […] die Kamera passabel. Die Sprachqualität ist besser als beim alten 4S. Das Leon beherrscht auch LTE, und, ja, es ist ein wahrer Segen, auf Standard-Netzteile (Micro-USB) und einen Slot für […]


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