Archive for the 'DIE PRESSE' Category

Uberdruber

21. April 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (405) In Österreich fahren Taxi-Standesvertretung und Gesetzgeber gern im Rückwärtsgang in die Zukunft.

Uber

Früher habe ich mich noch gewundert. Etwa darüber, dass man, wenn man am Flughafen in Schwechat ein Taxi bestieg, um nach Wien zu gelangen, auch für die Rückfahrt des Fahrzeugs löhnen musste. Adäquat galt’s für die umgekehrte Strecke zum Flughafen: der Wiener Taxler durfte am in Niederösterreich gelegenen Großstadt-Airport keine Fahrgäste aufnehmen. Und war somit gezwungen, eine Leer-Re-Tour zu machen. Bis hinter die Landesgrenze. Bezahlen durfte diese, sagen wir mal: eigenwillige Regelung der staunende Lohndroschken-Nutzer.

Als solcher bin ich dann glatt einmal – wozu ist man Journalist? – beim Obmann des Fachverbands der Taxi-Betreiber vorstellig geworden. Mit der simplen Frage, was das denn solle. Denn es mache ja nicht nur ökonomisch keinen Sinn, sondern auch ökologisch. Und überhaupt. Ja, seufzte mein Gegenüber. Er sehe das genauso. Und es hagle Beschwerden. Aber der Gesetzgeber schreibe dies der Branche so vor. Und die Wirtschaftskammer hätte es so empfohlen. Und überhaupt: wir seien in Österreich. Da komme man mit Vernunft und ohne Lobby nicht weiter.

Nun haben sich die Zeiten geändert. Soweit ich weiß (ich nehme schon lange keine Taxis mehr zum Flughafen, sondern billigere Mietwagen oder die Schnellbahn), müssen zumindest die Fahrgäste – wohl einem generellen Preisdruck geschuldet – nicht mehr diese Landesfürsten-Taxe bezahlen. Und freilich umgehen auch die Fahrer jeglichen bürokratischen Unsinn laufend (immer unter Gefahr, von üblen Kollegen angezeigt zu werden). Aber ganz scheint man zwischen Wien und Niederösterreich noch nicht im 21. Jahrhundert angekommen zu sein. Auch wenn die frischgebackene Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verkündet, wir stünden „mitten im Zeitalter der Digitalisierung“.

Warum? Man werfe einen Blick in den aktuellen Entwurf einer städtischen Verordnung zur Neuregelung der Rahmenbedingungen des Fahrdienstvermittlers Uber. Ja, das ist der Gottseibeiuns des traditionellen Taxi-Gewerbes! Nun will ich hier keine Diskussion anzetteln, ob dieser Internet-basierte Dienst die strahlende Zukunft des Lohndroschken-Gewerbes repräsentiert (eher nicht, weil ja selbstfahrende Autos bald gar keine Chauffeure mehr benötigen) oder doch eher ein glanzlackiertes trojanisches Pferd neoliberaler Disruptionsseligkeit ist.

Was aber gar nicht geht, ist die Wiederkehr jener absurden Regelungen von vorgestern unter dem Deckmantel allgemeiner Branchen– und Menschenfreundlichkeit. Da soll doch, diesem Verordnungsentwurf zufolge, glatt für Uber-Fahrer in Hinkunft dieselbe „Rückkehrpflicht zur Betriebsstätte“ gelten wie für Lenker herkömmlicher Mietwagen, Flughafentaxis und Shuttle-Limousinen. Statt sie für alle aufzuheben.

Immerhin dürften die genauen Mindestmaße für Taxischilder fallen. Schmähohne. Dass prinzipiell hierzulande nur mehr der Rückwärtsgang eingelegt werden darf, ist dagegen ein übles, defätistisches, überdrüberes Gerücht.

Schöner Wohnen

15. April 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (404) Virtual Reality ist derzeit ein Fall für Militärlabors, Dark Rooms und Kinderzimmer. Das kann – und wird – sich rasch ändern.

Real Estate

Wie heißt nochmal jener Science Fiction-Roman, in dem die reale Welt nur mehr eine öde, verarmte Katastrophenzone ist, der Bevölkerung aber – Stichwort: Virtual Reality (oder waren es Drogen?) – ein Leben auf einem blühenden Planeten vorgegaukelt wird?

Die Antwort „The Matrix“ gilt nicht, weil es zu diesem visionären Film keine direkte Romanvorlage gibt. Freilich könnte es „Der futurulogische Kongress“ von Stanislaw Lem gewesen sein – muss ich glatt mal wieder lesen! – oder „Die drei Stigmata des Palmer Eldritch“ von Philip K. Dick. Eventuell sogar der Urahn aller modernen Dystopien: „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley? Nein, doch nicht. Letztlich habe ich wahrscheinlich eine vage Erinnerung in meinem Kopf, die ein Amalgam aus vielen Quellen ist, gepaart mit eigener Fantasie. In knapp fünfzig Jahren Lektüre und Filmbetrachtung kommt einiges zusammen.

Aber eigentlich ist die Antwort auf die eingangs gestellte Frage nebensächlich. Es geht mehr um die Assoziationen, die der harmlose Begriff „Virtual Reality“ (also: künstliche Realität) auslöst. Denn einerseits steckt diese Technologie noch in den Kinderschuhen. Andererseits ist man heute bereits soweit, dass, grob geschätzt, die Rechnerleistung in jedem dritten Privathaushalt ausreicht, um einigermaßen überzeugende künstliche Welten hochzuziehen. In ihnen lassen sich Stunden, Tage, Wochen verbringen. Sofern die VR-Brillen-Gemeinde mit realer Nahrungszufuhr aus Mutters Küche rechnen darf.

Die Porno-, Pop- und Computerspiele-Industrie jubiliert (weil sie fast unbegrenzt neue Spielfelder entwerfen kann), die traditionellen Kinostudios und Medienhäuser schlafen einmal mehr, von den Militärlabors weiß man wenig bis nichts. Tatsache ist, dass in den Kinderzimmern dieses Planeten gerade unzählige futurulogische Kongresse stattfinden, von denen wir nur ahnen.

Gibt es eigentlich für schnarchnasig erwachsene Menschen wie Sie und mich keine Virtual Reality-Träume? Oh, doch. Sogar sehr konkrete. Ein vergleichsweise banales, aber sehr eindrucksvolles (und, wichtiger noch, verkaufsträchtiges) Feld ist etwa Property Technology, kurz: Proptech – die Verbindung von IT und Immobilengeschäft. Entsprechende Hard- und Software ermöglicht virtuelle 3D-Rundgänge durch bestehende oder erst zu errichtende Wohnungen oder Häuser. Und zwar so überzeugend und realistisch, dass es einfach keiner tatsächlichen Führung durch lästige Makler mehr bedarf. Verknüpft mit Big Data-Kontoröntgenbildern der potentiellen Käuferschar macht ein solches Real Estate-VR-Paket den Verkäuferjob sogar weitgehend überflüssig.

Ehrlich gesagt: noch habe ich Zweifel. Es menschelt ja immerzu bei solchen Geschäften. Aber für eine Branche, die es in der Gegenwart oft genug nicht mal schafft, aussagekräftige Beschreibungen oder halbwegs scharfe Fotos ihrer teuren Objekte herzustellen, wäre es ein wirklicher Sprung in die Zukunft. Eventuell lassen sich ja – virtuell vorteilhaft für beide Seiten – auch Bruchbuden solchermaßen dauerhaft aufhübschen.

Die Rache des Digitalen

11. April 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (403) Wenn schon Audio-Streaming, dann mit den richtigen Geräten – hier zwei aktuelle Highlights.

Streamer

Natürlich ist es für einen kolumnistisch aktiven Funkberater nicht der Weisheit letzter Schluß, wenn am Ende einer Betrachtung herauskommt, dass jeder nach seiner Facon glücklich werden möge.

Zumal, wenn man danach trachtet, nicht einfach nur schöngeistig vor sich hin zu philosophieren, sondern auch tunlichst handfeste und sachdienliche Hinweise zu geben. Davon lebt ja eine ganze Sparte des Technik-Journalismus: das jeweils beste, praktischste, preiswerteste Angebot am Markt zu identifizieren. Und möglichst spannend und kundig zu beschreiben.

Insofern will ich meine vorwöchige Epistel – Sie erinnern sich? Es ging um die schwierige Entscheidung, ob man denn nun zwecks persönlichen Musikgenusses endgültig auf Streaming umsteigen solle – nachbessern. Vorweg aber noch ein Erkenntnis, die ich der Lektüre des druckfrischen Buches „Die Rache des Analogen“ von David Sax (Empfehlung!) abgerungen habe: es geht in unserer heutigen Konsumwelt fast ausschliesslich um Lustgewinn.

Kurioserweise lässt sich dieser immaterielle Faktor nicht zwingend mit dem Grad erhöhter Bequemlichkeit verknüpfen (eine Domäne des Digitalen!) – bisweilen eher mit dem Gegenteil. Wer würde sonst anno 2017 altertümliche Vinylscheiben aus Papierhüllen holen und umständlich auf einem Plattenspieler applizieren wollen?

Genug sinniert. Frägt man mich nach probaten, zeit(geist)gemässen Streaming-Tools, habe ich auch ein paar Tipps auf Lager. Den Boomster XL der Berliner Firma Teufel etwa. Das ist so ziemlich der mächtigste Ghettoblaster am Markt, den man via Bluetooth mit dem Smartphone oder Tablet bespielen kann. Es gilt die alte Rock’n’Roll-Regel: Volumen kann durch nichts ersetzt werden („Der Teufel Boomster XL ist anders als der nette Bluetooth-Lautsprecher von nebenan“, beschreibt es netzwelt.de).

Dass man mit diesem Monster (am Netz oder per Akku) auch angenehm füllig tönenden Radiosprechern lauschen oder eine Spontan-Party beschallen kann, liegt auf der Hand. Ratschlag: wenn Sie ein gerade noch mobiles – zehn Kilo! – Zweitgerät für den Schrebergarten erwerben wollen, hören Sie sich den XL-Boomster an. Teufel auch! Klingt fast nach einer ernsthaften Stereoanlage. Und das ist nicht nichts.

Apropos Stereoanlage: da gibt es immer mehr eierlegende Wollmilchsäue am HiFi-Hardware-Markt. Und das zu wirklich erschwinglichen Preisen. Den Verstärker NC-50DAB von Pioneer etwa, der zugleich CD- und Network-Player ist, so ziemlich jedes Format und jeden Streaming-Dienst (außer Apple Music) abspielen kann und auch den Anschluß eines Plattenspielers zulässt. Früher hat man dazu Kompaktanlage gesagt – zwei Lautsprecher angehängt und alles ist spielbereit. Ich habe das Gerät gerade im Test. Und, ja, es klingt erstaunlich erwachsen.

Richtig warm werde ich mit den Digitaldingern aber immer noch nicht. Obwohl sie alles richtig machen. Kann es sein, dass mein Lustzentrum nach Fehlern, Kompliziertheit und ewiger Herumgschistelei verlangt?

Frühjahrsputz

1. April 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (402) Bei nächster Gelegenheit könnte auch die CD-Sammlung ausgemustert werden? Nur, wenn man nicht an Dingen, Hüllen, Erinnerungen hängt.

Aufstieg

Ich entnehme die Themen, die hierorts verhandelt werden, ja gerne der Bassena des 21. Jahrhunderts: Facebook. „Die großen Fragen des Lebens“ riss dort etwa die Autorin Sibylle H. neulich an, freilich mit einer Portion Selbstironie. Denn es ging um eher Profanes. „CDs sämtlich entsorgen und Spotify?“ lautete ihre Frage an die kommunikationshungrige Meute. „Oder doch nicht? Erfahrungsberichte, bitteschön.“

Aber gern doch. Rasch wogte die Debatte. „CDs sind auch schön zum Anschauen“, meinte eine Freundin. „Ich würde sie vermissen“. Unterstützung fand dieser Standpunkt von deutlich originelleren Stimmen: „Für jede CD, die man weggibt, stirbt irgendwo auf der Welt ein Kätzchen.“ Andere rieten zur dringenden, weil zwingenden Sublimierung der Tonträger, die vor gerade mal dreißig Jahren noch das Nonplusultra der digitalen Moderne verkörperten. Motto: „Ich habe alle CDs entsorgt und bin ein glücklicherer Mensch“.

Wankelmütige Geister suchten dagegen Zuflucht in pragmatischen Lifestyle-Modellen: „Spotify ist super, um in Neues reinzuhören und seine niederen Musikgelüste zu befriedigen.“ Aber: „Es ist nochmals ein anderes Gefühl, eine CD oder Schallplatte aus der Hülle zu nehmen und feierlich abzuspielen.“ Eine notorische Ö1-Hörerin stolperte mitten in die Diskussion mit der doch verblüffenden Frage: „Was ist Spotify“? Geschenkt. „Leider machen – so oder so – nur Radikallösungen Sinn“, merkte der gestrenge Musikkritiker an (es hält sich hartnäckig das Gerücht, dass er Hubert von Goisern-CDs rituell verbrennt). Letztlich, ein Tenor, sei alles Geschmackssache.

So ging es hin und her. Ich lachte ein wenig still in mich hinein. Und musste an eine Meldung denken, die mir kurz zuvor untergekommen war. Sie lautete: Erstmals in der Geschichte der US-Tonträgerindustrie sind mehr als die Hälfte der Einnahmen aus Streaming-Lizenzen erzielt worden. Tatsächlich rangieren Spotify, Apple Music, YouTube & Co. (über letzteres Angebot wird noch zu reden sein) aktuell bei 51,4 Prozent aller „Revenues“, also Geldrückflüsse, Downloads machen unter einem Viertel aus, physische Tonträger – darunter auch der in der Nische boomende Absatz von Vinyl – gar nur mehr 21,8 Prozent.

In den USA, wohlgemerkt. Hierzulande ist man konservativer. Aussterben wird die CD nicht ganz und gar so schnell – aber die Zahlen, Kurven und Trendanalysen sprechen Bände. Online-Radio, das in Amerika auch schon ein wesentlicher Faktor ist, gilt in Österreich als Exotikum. Noch. Facebook scharrt schon in den Startlöchern. Und doch sind alle Zweifel über den finalen Siegeszug der Digitalfraktion auch 2017 längst nicht ausgeräumt.

Dass Spotify durch die Bank quasi als Synonym für Streaming-Dienste genannt wird – Gratulation an die Spotify-Marketingabteilung! -, ist wahrscheinlich eine Altersfrage. Erwachsene, die die direkte Konkurrenz meist gar nicht kennen, mögen Werbeeinschaltungen und das kreative Chaos von YouTube wohl weniger – auch wenn es gratis ist (und dabei für die Künstler geheimgehalten niedrige Summen via AKM, GEMA & Co. abwirft). Jugendlichen ist’s egal.

Mir auch: es darf jeder nach seiner/ihrer Facon glücklich werden.

Wechselkurs

19. März 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (401) Schon mal von Bitcoin und Blockchain gehört? Nein? Wird dann aber mal höchste Zeit.

Neue Währung

„Ich könnte mir ein künftiges Jahrtausend denken, das unser Zeitalter der Technik anstaunte, wie wir die Antike bewundern, und Maschinen ausgrübe wie wir Statuen.“

Das aufreizende Zitat stammt von Christian Morgenstern. Aber es enthält einen Irrtum, den der 1914 verstorbene, höchst fantasievolle Literat nicht antizipieren konnte: mit massigen, mechanischen Gerätschaften klassischer Bauart – symbolhaft: Dampfmaschinen – haben Technologien des 21. Jahrhunderts selten etwas gemein. Das Internet etwa. Ist es eine Meta-Maschine? Nur die Summe unzähliger miteinander vernetzter Computer? Oder etwas, das unsere Begrifflichkeit längst übersteigt?

Darüber mögen sich Philosophen den Kopf zerbrechen. Ich bin gerade damit beschäftigt, den Internet-Phänomenen Bitcoin und Blockchain auf den Grund zu gehen. Soviel weiß ich bereits: sie haben zwingend miteinander zu tun. Die (Krypto-)Währung – oder ist es eher ein Zahlungssystem? – Bitcoin ist ja für netzaffine Auskenner längst ein Faszinosum.

Man liest immer wieder von Menschen, die Bitcoins wie Gold „schürfen“, von einem radikalen Umbruch unseres Finanzsystems, von Rekordhochs und dann wieder dramatischen Abstürzen des Bitcoin-Wechselkurses in „reale“ Währungen. Wenn diese Erfindung aktuell besser performt als jede Aktie auf diesem Planeten, werden jedenfalls nicht nur Computer-Nerds hellhörig, sondern auch Börsenmakler.

Soviel in Kürze (der FM4-Journalist Christoph Weiss hat es mir konzentriert nahegebracht): Bitcoin ist schlichtweg ein Internet-Protokoll. Wie TCP/IP, HTTP oder POP/SMTP löst es ein spezifisches Problem. Im Fall des Bitcoin-Protokolls ein Problem, das vor 2008 als unlösbar galt: die Übertragung von Wert direkt zwischen Netz-Usern. Ohne dritte Partei. Abgesichert wird es durch die Blockchain – quasi eine dezentrale Datenbank in einem mittels Kryptographie und „Proof of Work“ inhärent abgesicherten Peer-to-Peer-Netzwerk.

Das klingt reichlich kompliziert, läuft aber auf eines hinaus: jede Aktion (und damit auch jede Transaktion) ist völlig transparent, automatisch und zeitgleich auf zigtausenden Rechnern rund um den Globus gespeichert. Jede Änderung dito. Vertrauen, strikt mathematisch definiert. „Bitcoin ist nicht digitales Gold oder Geld fürs Internet“, weiß Weiss. „Bitcoin ist das Internet. Das ist der Grund, warum es die Welt verändern wird.“

Nun: neulich hörte ich einen langen Vortrag, warum es zumindest die Musikindustrie auf den Kopf stellen könnte. Die ist mir aber zunehmend wurscht. Nicht egal ist mir die Zukunft per se. Insofern bin ich für solche Ezzes doch recht dankbar.

Entweder. Oder.

11. März 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (400) Wir wollen alle nur eins: das Beste. Aber bei Alltagstechnik ist es nicht leicht aus dem unübersehbaren Angebot herauszufischen.

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Eine der wenigen Musikmanagerinnen dieses Landes – höchste Zeit, dass es mehr werden! – stellte dieser Tage auf Facebook eine Frage. Und erhoffte Antwort. Die Frage war ungewöhnlich knapp und konkret formuliert: „Bose QuietComfort 25 oder Sony MDR-1000X?“

Dazu muss man wissen, dass es sich um Kopfhörer handelt. Und zwar zwei jener besonders gefragten Modelle, die einerseits noch bezahlbar sind, andererseits den aktuellen Stand der Technik repräsentieren. Und dabei tunlichst gut klingen. Solche Kopfhörer gibt es von etlichen Markenherstellern (gelegentlich gesellt sich auch ein Newcomer dazu) – etwa von Sennheiser, Teufel, Philips, JBL. Und einigen mehr.

Die mit Blick auf das Sony-Modell implizit erwünschte Features-Kombination Bluetooth – also kabellose Übertragung der Musik, etwa vom Handy – und Noise Cancelling beherrschen aber in wirklich brauchbarer Qualität nur wenige. Letztere Eigenschaft, also die Unterdrückung des Umgebungslärms, ist eine langjährige Domäne des US-Herstellers Bose. Kein Wunder also, dass das Spitzenmodell – hier wäre es eigentlich der QuietComfort 35, der Nachfolger des kabelgebundenen Modells 25 – in jeder einschlägigen Bestenliste auftaucht.

Nun ist das so eine Sache mit Bestenlisten. Viele riechen verdächtig nach Marketingzuschüssen und Promotion-Tamtam, nachvollziehbare Wertungen liefern die wenigsten. Es gibt einige löbliche Ausnahmen (auch wenn sich der kommerzielle  Hintergrund nicht leicht recherchieren lässt) – etwa die Online-Plattformen AllesBeste.de oder Netzwelt.de. Speziell fokussiert ist Kopfhoerer.de. Im englischsprachigen Raum finden sich solch clever gestrickte Konsumenten-Wegweiser, oft mit Bewegtbild, weit häufiger, einige gelten auch als wirklich kritisch und weitgehend verlässlich. Auch die altbekannten HiFi-Magazine mischen mit.

Wie immer, wenn man sich für Produkte der Unterhaltungselektronik-Welt interessiert, ist ein Quercheck im Web angebracht (das gilt auch für den sogenannten „Marktpreis“). Man möge sich in punkto Glaubwürdigkeit ruhig auf den eigenen Instinkt verlassen: reine PR-Lobhudeleien riechen rasch verdächtig.

Nun führt AllesBeste.de aktuell den Sony MDR-1000X als „besten Kopfhörer mit Noise Cancelling“, er hat den bisherigen Favoriten aus dem Hause Bose abgelöst. Das muss noch nichts heissen. Aber exakt hier beginnt der persönliche Testparcours, sprich: der notwendige direkte Zweiervergleich. Mit eigenen Ohren. Ich sage Ihnen: der Sony kann gewiss nichts schlechter als sein Konkurrent, klingt subjektiv etwas neutraler (Geschmackssache!) und besitzt einige clevere Details (etwa die Steuerung an der Ohrmuschel oder die intuitive „Talkthrough“-Funktion).

Aber, wie gesagt: Sie werden um eine lustvolle finale Hands On-Entscheidungsfindung nicht herumkommen (und Sie können Online-Versandhäuser ärgern, in dem Sie beide Kontrahenten bestellen und das unterlegende Modell kommentarlos zurückschicken; ich empfehle aber doch den Fachhandel). Ausser Ihnen fehlt partout die Zeit.

Das Befragen der Crowd trägt dagegen – Ausnahmen bestätigen die Regel – mehr zur Verwirrung bei als zur Klärung. Weil: „X kenn’ ich nicht, aber Y ist super“ und vice versa: eh, danke.

Reality Check

3. März 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (399) Der Start-up-Boom hat in Österreich noch nicht einmal richtig begonnen, schon mehren sich kritische Stimmen.

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Diese Kolumne ist schwierig zu schreiben. Leicht gerät man in den Geruch der Misanthropie, des Defätismus, der ewigen Nörgelei. Deswegen ein paar klare Worte vorweg: ich bin für Investitionen in die Zukunft. Ohne Wenn und Aber. Das fängt bei Kindergärten und Schulen an und endet keinesfalls bei Bausparverträgen. Eher schon bei tunlichst dingfesten Überlegungen zu Maschinensteuern, bedingungslosem Grundeinkommen, smarten Technologien und (r)evolutionären Arbeits- und Gesellschaftsmodellen.

Nun wird, so scheint es, aktuell die Zukunft (oder zumindest ihre helle, glänzende Variante) durch kaum etwas trefflicher symbolisiert als durch Start-ups. Politik, Wirtschaft und Medien buhlen um diese Agglomerationen junger, hoffungsfroher, nach Fortschritt und Erfolg hechelnder Menschen und ihren meist etwas gesetzteren Geldgebern. Schicke Start-up-Zentren, „Talent Gardens“ und flugs zu Innovations-Hubs umfunktionierte ehemalige Design-Einkaufstempel sprießen förmlich aus dem Boden.

Allen voran hat Bundeskanzler Kern seine Sympathien für die Szene bekundet – und die Regierung demonstrativ einen dreistelligen Millionenbetrag freigemacht, der in neue Geschäftsmodelle und zumeist IT-basierte, idealerweise disruptive Entwicklungen investiert werden soll. Startschuß, Baby! Wer beim Goldrausch 4.0 – heute ist alles 4.0, von der Staatsoper bis zum Bildungsmodell – nicht dabei ist, ist sowieso von gestern.

Nun mehren sich aber Stimmen – und es handelt sich keinesfalls nur um Wortmeldungen Ahnungsloser und Ewiggestriger –, die die ungebremste Start-up-Euphorie hinterfragen. Einerseits weisen sie darauf hin, dass kein Land „seine“ Entrepreneure so sehr fördert wie Österreich. Und das schon seit geraumer Zeit. Bei überschaubaren Ergebnissen. Das zentrale Problem für diesen seltsamen Staats-Start-up-Hype scheint zu sein: private Investoren halten sich zurück. Weitgehend. Warum? Meine These lautet: weil im Land der Beamten, Kämmerer und perpetuierten K&K-Beharrlichkeit der Drang auf den – heute per se internationalen – Markt verdächtig ist. Erfolg am End’ erst recht. Da könnt’ ja jeder kommen.

Andererseits finden sich selbst in den Zentralorganen und PropagandaBlogs der hiesigen Start-up-Szene zunehmend kritische Reflexionen. Never trust the hype! Ohne reale, konkrete, deutliche Verbesserung der investitionshemmenden, innovations- und arbeitsfeindlichen Grundbedingungen in diesem Land – und das gilt für Start-ups genauso wie für ungeförderte, weil nicht gar so arg innovative Kleinunternehmen, Geschäftstreibende und KMU-Selbstausbeuter – wird es nicht gehen. Ohne perspektivische Staatsversorgungs-Distanznahme wirklich innovativer Jungunternehmer/innen ebenfalls nicht.

Noch freut man sich über wohlgesetzte Worte, bunte PR-Leuchtraketen und vereinzelte Erfolgsmeldungen. Die alte Tante Nachhaltigkeit ist bislang auf der Party nicht eingetroffen.

Foto (c) BKA / H. Hofer

Selbstzünder und Spätzünder

12. Februar 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (397) Der neue Opel Zafira zeigt EU-Politikern und ihrer frisch entdeckten Diesel-Aversion elegant den Zeigefinger.

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Ich war jetzt einige Tage mit einem neuen Opel Zafira als Testfahrzeug unterwegs. Das ist ein Modell, das mir sehr liegt – eine, anders als so viele SUVs, wirklich geräumige und dabei immer noch kompakte Familienkutsche. Die sich, aus guten Gründen, geschmeidig verkauft. Und so Opel einmal fast vor der Pleite bewahrt hat. Nebstbei: ich nutze auch privat einen Zafira, freilich die erste Serie, Baujahr 2000. Und war insofern gespannt auf einen Vergleich der Generationen.

Um es vorwegzunehmen: das Ding fuhr sich anders als mein alter Opel. Nicht nur, dass mit jeder Nachfolgegeneration mehr und mehr Luxus draufgeschlagen wird (das adaptive LED-Licht ist eine wirkliche Verbesserung, auf die nervenden Zeigefinger und Warntöne der alles überwuchernden „Fahrerassistenz“-Elektronik würde ich liebend gern verzichten) – es lag auch am Dieselmotor des Testmodells. Der Schub von unten heraus, also aus niedrigen Drehzahlen, ist ja ein Vorzug des aufwändigeren Motorprinzips. Nominell ist mein zerschrammter Benziner mit Automatik etwa gleich stark, der getestete 2.0 CDTI Ecotec mit Schaltgetriebe spart – bei mehr Agilität – aber doch deutlich beim Verbrauch. Sowohl was das Volumen betrifft als auch die Kosten pro Liter. Fast die Hälfte nämlich. Gut, alles andere wäre beim rasanten Fortschritt der Technik fast schon verwunderlich.

Und doch knicken die Zulassungszahlen für Dieselmodelle ein. Verunsicherung allerorten! Und die hat nicht nur mit dem systematischen Abgaswerte-Schwindel des ehemaligen Diesel-Vorreiters Volkswagen zu tun. Sondern auch mit der Unberechenbarkeit der Politik im Bermuda-Dreieck BrüsselBerlin-Wien. Man schwankt. Und schwenkt – eventuell radikal. Es ist schon kurios: wenn man nach nachforscht, was denn eigentlich der Grund für die steuerliche Bevorzugung von Diesel-Kraftstoff gegenüber Benzin ist, findet man kaum Stichhaltiges.

Ursprünglich ging es darum, Traktoren und Landmaschinen mit billigem Sprit zu versorgen und den gewerblichen LKW-Verkehr „vor dem internationalen Kostenwettbewerb zu schützen“. Zu einem Zeitpunkt, als der Selbstzünder mit seinem prinzipiellen Vorteil des besseren Wirkungsgrades im Personenverkehr kaum noch eine Rolle spielte. Ab Mitte der achtziger Jahre änderte sich das drastisch – heute sind mehr als die Hälfte aller Autos, die auf unseren Strassen unterwegs sind, Dieselschlucker. Hier wurde eine Industrie und eine Bevölkerungsgruppe jahrzehntelang massiv subventioniert. Die Kritik daran wächst. Zurecht. Und es ist nicht nur eine Frage der Umwelt, sondern eine des Prinzips.

„Der neue Zafira liefert genau das, was man von moderner deutscher Ingenieurskunst erwartet“, lese ich im Prospekt. Ehrlich gesagt: ich erwarte mir da mehr. Und doch ist es, abseits aller Diesel-Bedenken, zutreffend: weil dieses Modell (wie alle anderen Opel-Fahrzeuge neuester Generation) auch ein wirklich innovatives, elegant verstecktes Fahrradträgersystem („FlexFix“) an Bord hat. Chapeau!

Last Exit Landesgericht

20. Januar 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (394) So kann, darf und wird es nicht weitergehen mit Facebook. Eine gute Nachricht – oder doch eher nicht?

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Nicht schon wieder Facebook, werden Sie sagen. Nicht schon wieder der Zeigefinger. Darauf, dass dieses vordergründig harmlose kommerzielle Unterhaltungsangebot – das die Plattform ja sein will und weithin auch ist – mehr und mehr Fragwürdigkeiten, Probleme und Sorgen generiert. Kritik wie ein Magnet anzieht. Und somit immer stärker in die Bredouille gerät. Wäre ich Börsenmakler, würde ich dazu raten, die Aktie dieses Metamedienunternehmens abzustossen. Dringend.

Warum? Weil „Fratzenbuch“, wie es im Volksmund gerne genannt wird, zunehmend in den Schwitzkasten genommen wird. Von der Politik. Von der Justiz. Und von den eigenen Nutzern. Wenn es stimmt, was der grüne Parlamentsabgeordnete Karl Öllinger berichtet, haben Marc Zuckerberg & Company demnächst ein Riesenproblem. Öllinger wurde vom Landesgericht Wien nach dem Mediengesetz Paragraph 6ff („Üble Nachrede“) zu einer Geldstrafe von fünfhundert Euro verurteilt. Weil er beleidigende Postings nicht sofort gelöscht hatte. Wohlgemerkt: nicht seine eigenen. Sondern Kommentare anderer. Wiewohl es der Polit-Profi nicht an Aufmerksamkeit mangeln lässt – wenn auch nicht rund um die Uhr. Verständlicherweise.

„Wenn das Urteil in der Berufung bestätigt wird“, schreibt Öllinger, „dann hört sich für mich Facebook weitgehend auf.“ Wohl nicht nur für ihn. Wenn man dafür haftbar gemacht werden kann, was andere Leute in diversen Threads, die man initiiert hat, an Dreck absondern, ist das Beleidigten-Business absehbar. Und das Ende der Social Media-Welt, wie wir sie kennen. Die Anwälte reiben sich schon die Hände.

Facebook selbst, vordergründig unbeteiligt, kann – wie in der Frage der sogenannten Fake News – nur symbolisch gegensteuern: durch So-tun-als-ob. Aber man bekommt wohl auch durch rasch angeheuerte Agenturen, die das ungezügelt wabernde Kommmunikations-Wirrwarr nach Lügen, Fälschungen und Absurditäten durchforsten, die Sache nicht grundsätzlich in den Griff.

Die – ernsthaft geplante! – Kennzeichnung von „Falschem“ endet spätestens bei Meinungen, Vermutungen, bewusst Unsinnigem, schlechten Witzen und guten Parodien. Und, ja, Realität und Satire sind in Zeiten wie diesen nicht mehr zweifelsfrei unterscheidbar. Auch für Professionisten nicht.

Man möge doch den „gesunden Menschenverstand“ forcieren, um Fake News zu identifizieren, höre ich allseits Kommentatoren raunen. Bildung! Bildung! Bildung! Aber wenn man heutigen Schülern nicht mal mehr probat Schreiben, Lesen und Rechnen beibringen kann, wird’s leider auch mit der viel komplexeren Medienkompetenz nicht klappen. Von grundsätzlicher Höflichkeit ganz abgesehen. Strafen als letztes (und höchst fragwürdiges) Allheilmittel werden jedenfalls eines bewirken: die rasche Flucht aus Facebook – in weniger riskante Alltagsablenkungen.

Des Kaisers neue Konzerthalle

14. Januar 2017

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (393) Habe ich der Chefredaktion schon vorgeschlagen, diese Kolumne täglich zu bringen? Es gäbe gute Gründe dafür. Und weniger gute.

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Der „Maschinenraum“, also diese Kolumne, existiert nicht nur auf Papier. Die Redaktion stellt ihn auch ins Netz, der Autor ebenfalls. Die mit dem gewitzten Redaktionssystem WordPress erstellte persönliche Textesammlung kann – dank weiterführender Verlinkung und gelegentlicher nachträglicher Aktualisierung – deutlich mehr. Es wundert mich immer ein wenig, dass dies seitens der Chefredaktion offenbar als privates Hobby betrachtet wird, aber es soll mir und uns recht sein.

Auf Facebook habe ich, weil mir ja manchmal fad ist, noch einen weiteren weiteren Maschinenraum installiert. Als regelmässig genutzte, öffentlich zugängliche Themen-Fundgrube, getarnt freilich als „pragmatischer Partykeller“, weil man für mehr als 5000 Facebook-Freunde kein privates Profil mehr verwenden darf. Zwar nutze ich die umstrittene Kommunikations-Plattform fast nur für propagandistische Zwecke. Manische Selbstinszenierung, Star-Rummel und Followerzahlen-Fetischismus erscheinen mir dann doch eher unsympathisch.

Arbeit ist es aber in jedem Fall (die einen nicht gerade selten von „wirklicher“ Arbeit abhält). Insofern muss ich die oft gehörte Unterstellung, ich wäre doch „ständig auf Facebook“ präsent, also quasi hyperaktiv, zurückweisen. Zwischen zwei Uhr morgens und dem folgenden Vormittag geb’ ich Ruh’. Zumeist.

Die „Maschinenraum“-Gruppe, zu der ich Sie herzlich einlade!, fungiert auch als Notizbuch. Seit Anfang des Jahres hab’ ich bereits mehr – zumindest meinem Geschmack nach: höchst interessante – News, Technik-Topics und philosophische Aufsätze zusammengetragen, als ich bis in den tiefsten Sommer hinein aufgreifen kann. Leider.

Zu allem Unglück (oder ist es Glück?) veralten manche Themen rasant. Die Meldung, dass der iPhone-Fabrikant Foxconn fast alle seiner Arbeiter durch Roboter ersetzen will, kratzt kaum jemanden mehr. Fatalerweise. Die Frage, warum heutige Autos so hässlich sind, ist schon wenige Tage nach der Detroit Motorshow eine Nebensächlichkeit. Die Aussicht, dass es bald Laptops mit drei Displays zum Ausklappen – für fortgeschrittene Gamer – geben könnte, entlockt im rasanten Stakkato des Fortschritts und unerbittlichen Sog des Markts erst recht keine „Ah“- und „Oh“-Rufe! Lassen Sie mich wissen, wenn Sie trotzdem meinen Senf dazu kosten möchten.

Um eine aktuelle Beobachtung komme ich – erst recht nach meinem Ausritt in die Gefilde der Hochkultur letztens – sowieso nicht herum: die bei der Eröffnung vielbestaunte Elbphilharmonie in Hamburg – quasi der modernste, kühnste, vorgeblich bestklingende Konzertsaal Europas, wenn nicht der ganzen Welt – hat, sagen Experten, eine gewöhnungsbedürftige Akustik. Um es einmal vorsichtig zu formulieren. Das wäre ja der Treppenwitz schlechthin: 789 Millionen Baukosten, modernste Audiotechnik und ein Satz heisser Ohren.

Es muss einem nicht zwingend als Mieselsucht ausgelegt werden oder als notorische Abneigung gegen elitäre Gigantomanie: das Thema wird uns erhalten bleiben.

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