Die alten und die neuen Jobkiller

8. November 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (286) Die digitale Revolution frisst ihre Kinder – und Sie könnten ihr nächstes Opfer sein.

File photo of a robot from the film "Terminator 3: Rise of the Machines"

Die Widersprüchlichkeiten und Umbrüche unseres modernen Zeitalters werden oft in ganz kleinen Details manifest. Und in grossen Aufmacher-Stories. Die “digitale Revolution” rief etwa das Wirtschaftsmagazin “Format” letzte Woche aus, hob einen zähnefletschenden Roboter – Modell Terminator – auf das Titelbild und kündete uns von “neuen Jobkillern, die Millionen von Arbeitsplätzen vernichten und ganze Berufsgruppen verschwinden lassen” werden. Untertitel: “Ein Report aus der nahen Zukunft”.

Parallel dazu erschien – kurioserweise im selben Verlag – das Technik-Magazin “e-media”, das lautstark “Das Recht auf Gier” geisselte. Man bezog damit eine einseitig populistische, zielgruppenadäquate Position im Streit um notorisch spröde Themen wie die Festplattenabgabe oder die Buchpreisbindung für E-Books. Allerdings: wem hier genau Gier unterstellt wurde, blieb unklar – denn Musik- und Buchproduzenten gehören nicht gerade zu den grossen Gewinnern der letzten Jahre. “Das Recht auf Geiz” träfe es wohl eher. Und, ja, das steht Konsumenten – letztlich uns allen – zu. Sofern man nicht nur Milchmädchenrechnungen anstellt und den Preis wertiger Kulturprodukte vor allem in Nischenbereichen auch realistisch hoch anzusetzen gewillt ist.

Oder wollen Sie wirklich einer Buchhändlerin, die sich – belesen und kundig – persönlich um Sie bemüht, an den Kopf werfen, sie wäre gierig? Oder einem Betreiber eines kleinen Musik-Stores, er könne nicht mit den Dumping-Preisen von Amazon mithalten? Ich sage Ihnen was: diese Leute kämpfen um Ihren Arbeitsplatz. Um ihre Verdienstmöglichkeiten. Um ihr Ein- und Auskommen. Ja, mehr als das: um ihre Würde. Und ihr Leben.

Das zweite Zeitalter der Maschinen – das sind keine mechanischen Ungeheuer mehr, sondern smarte digitale Netzwerke und künstlich intelligente, informationshungrige Automaten – wird, siehe “Format” et al, in den nächsten Jahren Myriaden an Menschen arbeitslos machen. “Entweder die Unternehmen passen sich an oder sie gehen unter”, wird der deutsche IT-Berater Karl-Heinz Land zitiert. “Wir haben es mit einem immens disruptiven technologischen und gesellschaftlichen Trend zu tun.” Es müssen sich übrigens nicht nur Kreative, Musiker, Verleger und Buchhändlerinnen Sorgen um ihren Job machen, sondern auch Lehrerinnen, Taxilenker, Maurer, Pflegerinnen und Versicherungsfachleute. Und, ja, Rechtsanwältinnen und -Anwälte.

Und das – gerade noch profitable – Holzmedium e-media (schon der Name trägt die Widersprüchlichkeit von Gegenwart und Zukunft in sich) hat in diesem Kontext nichts anderes zu tun, als extra einen Rechtsanwalt sich Sorgen um eine möglichst enge Auslegung des Begriffs “Kulturgut” machen zu lassen? Nun: ich stehe wohl nicht im Verdacht, ein Maschinenstürmer des 21. Jahrhunderts zu sein. Aber die Frage cui bono?, wem hier also genau womit gedient ist, steht tonnenschwer im Raum.

Und noch glaube ich an die alte These, dass die Maschinen dem Menschen zu dienen haben (und nicht nur einzelnen, eventuell tatsächlich gierigen Exemplaren dieser Spezies). Und nicht umgekehrt.


Drahtlos glücklich

2. November 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (285) Ihre alte Stereoanlage kann mehr als Sie denken – wenn Sie sie zukunftstauglich verlinken.

Smile

Dass ich gern über Unterhaltungselektronik parliere und in diesem Kontext die Unterkategorie Audio eine wichtige Rolle spielt, dürfte Ihnen nicht verborgen geblieben sein.

Das hat – nicht nur, aber auch – mit meiner Profession zu tun. Denn als Kolumnist betätige ich mich nur nebenher, im Alltag betreibe ich einen Musikverlag samt Management-Abteilung und Tonträger-Produktion (früher hat man dazu “Plattenfirma” gesagt). Sinnigerweise habe ich diesem Kleinstunternehmen einen ebenso markanten wie affigen Namen verpasst. Reich kann man damit nicht werden, dafür entschädigt die intime Nähe zu den holden Künsten. Es gilt der alte Leitsatz von Victor Hugo: “Musik ist das Geräusch, das denkt.”

Wenn wir nun einen Schritt weiter denken, landen wir rasch bei der Frage, warum Musik, sofern nicht live genossen, hierzulande immer noch vorwiegend physisch – also via CD und, in einer engen Liebhaber-Nische, auf Vinyl – transportiert und konsumiert wird. Bei einem Gesamtumsatz von 150 Millionen Euro (Quelle: IFPI Austria) entfielen anno 2013 noch knapp achtzig Prozent auf die traditionellen Erzeugnisse der Tonträger-Industrie. Und das, obwohl die Record Stores, Plattenläden und CD-Abteilungen der Elektrogrossmärkte mittlerweile – nicht unähnlich dem Buchhandel, der aber besser geschützt ist – einen regelrechten Rückzugskampf führen.

Vor allem Streaming, sprich: Spotify, Deezer & Co., gewinnt rasch an Terrain, wenn auch die Zustände in deutschsprachigen Landen noch nicht jenen in Schweden gleichen. Dort verschwindet die Compact Disc demnächst vom Markt. Ein Experte verschreckte neulich hiesige Branchengrössen mit der Aussage, es laufe in punkto Zukunftsmusik auf einen Dualismus hinaus: hie körperlose, ubiquitär verfügbare, extrem kostengünstige Digitalklänge, da Vinyl als werthaltiges Lustobjekt und konservatives Format für Jäger und Sammler.

Bei allem Fetischismus (und die Musik- und HiFi-Branche lebt von davon): wirklich glücklich wird wohl am ehesten, wer das eine tut, ohne das andere zu lassen. Man kann sich mit einem Streaming-Abo wunderbar über Neuigkeiten und ganze Back-Kataloge informieren – und gleichzeitig einen Plattendreher glühen lassen.

Ich hätte spontan einen Tipp: besorgen Sie sich einen “Wireless Audio Extender” von D-Link (Modell: DCH-M225) und machen Sie Ihre alte Stereoanlage netztauglich. Das kleine Stück Technik, das man direkt an die Steckdose steckt, nutzt die gängigen Protokolle Airplay und UPnP/DLNA, um Sie z.B. mit ihrem Smartphone zu verbinden. Kostet keine fünfzig Euro – und Pharrell Williams macht auf Knopfdruck happy. Eine Single von diesem Kerl sucht man leider vergeblich.*

*) Eine intensivere Recherche ergibt: es existiert doch eine Vinyl-7″, die mittlerweile um 70 bis 150 Euro gehandelt wird. Und es gibt eine knallgelbe Maxi-Single. Spricht für eine umfassende Renaissance des schwarzen Goldes.


Das letzte Lied

1. November 2014

Die Frage nach dem letzten Lied ist eine Zumutung. Aber eine positive Zumutung: sie versucht, das Leben über den Tod hinaus aufzuladen. Mit Musik.

Los Días de Muertos_x

Die Frage nach dem letzten Lied ist eine Zumutung. Denn „alles Fleisch ist wie Gras“ und man ist, bei allem Respekt, geneigt, augenblicklich eine krachende, knisternde, kratzende Vinyl-Ausgabe des Deutschen Requiems von Brahms auf den Servierteller zu legen (oder gar Mozart, The Doors, John Coltrane oder André Heller, Lautstärkeregler auf Anschlag und Gewehr bei Fuß), um die Sache abzubiegen.

Ein für allemal: Die Endlichkeit existiert jenseits unserer Begrifflichkeit. Finalmente. Setzen wir dem impliziten Pathos des launigen Frage-Antwort-Spiels also etwas zutiefst Vergängliches entgegen: eine Facebook-Eintragung. Denn eine solche war es, die mich auf die Idee brachte, die Frage andersrum zu stellen: welches Lied wird kein letztes Mal erleben? Also: überdauern. Mich überdauern. Uns überdauern. Die Zeiten überdauern. Das Ende der Welt überdauern. Das Ende aller Fragen überdauern. Das Ende der Musik überdauern.

Sie merken: wir landen schnurstracks im Irrenhaus. Was meint „Überdauern“ eigentlich? Gilt nicht die grob banale, zugleich verstörend weise Erkenntnis des vielleicht grössten Visionärs der letzten hundert Jahre (den man gemeinhin nur als verschrobenen Science Fiction-Autor kennt), Philip K. Dick: „Everything in life is just for a while“? Gilt dies nicht erst recht für die Instant-Glückspillen der Populärkultur, die per definitionem nicht auf Dauerhaftigkeit und Zeitlosigkeit ausgelegt sind?

Warum (und wie und wo und wozu, gemeint ist: zu welcher Tonspur) also ernstlich sinnieren über das Dies- und Jenseits, über die Existenz an sich, über Ewigkeit, Unendlichkeit, Unsterblichkeit? Und hätten dann das vageste Gefühl, die leiseste Ahnung, das absurdeste Abstraktum nicht unbedingten Vortritt gegenüber den konkreten Ausformungen unseres Daseins? Meinetwegen sogar Geistesgeburten von Engelbert Humperdinck. Sie dürfen frei entscheiden, ob damit der Spätromantiker des 19. Jahrhunderts oder der noch lebende britische Schlagersänger gleichen Namens gemeint ist.

Es war, wie gesagt, die Facebook-Statusmeldung eines Freundes, die mich auf die Spur brachte. Eines Freundes, der der Endlichkeit näher war und ist als wir, die wir den Tod tagtäglich verdrängen. Er hat seine Gründe, dies nicht zu tun. Die Eintragung lautete: „Schöpferisch sein heisst, dem Realen etwas zu entreissen, das uns überlebt. Und das ist sehr viel aufregender als die Refugien, die die Religion zu bieten hat. Es ist eine Art, Nein zum Tod zu sagen.“ Zitatende. Ich könnte nun googlen, von wem dieses Zitat – denn als solches wurde es ausgewiesen – stammt. Aber es tut wenig bis nichts zur Sache.

Worauf ich hinaus will, ist der Umstand, dass diese Sätze das Transzendente der Kunst, ihre Absicht und Essenz, ihre finale Radikalität abrupt in meinen Alltag schoben. Wie einen fehlenden Puzzle-Stein. Wie einen kühl glänzenden Mechanismus, der mit einem feinen, doch unüberhörbaren Klick-Geräusch in der Realität einrastet. Wie nichts sonst. Denn dies schien mir plötzlich auch die eigentliche Fragestellung zu sein: was kann ein „letztes“ Lied kommunizieren – über sein Verklingen hinaus?

Erinnerungen, Bedeutungen, den Nachhall einer Persönlichkeit: wohl kaum (sieht man vom Schöpfer des Liedes selbst ab). Das Vergessen ist ein unerbittlicher Prozess. Eventuell sogar ein gnädiger. Und ein Song als Vermächtnis, als Botschaft an die Hinterbliebenen, als Resümée eines Lebens oder auch nur als Kommentar, Anmerkung oder Fußnote erschiene mir arg eitel. Ironie könnte, zugegeben, diese posthume Eitelkeit mildern. Aber sie ist nur wenigen eigen. Und wird oft verkannt. Ironie ist ein Hund, so wie Glück angeblich eine warme Pistole ist. Und ein Lied ein Geschenk. Fragen Sie mal die Danaer.

Mein letztes Lied ist also eines, das keine weitere Bedeutung hat, das man kaum kennt und das bald vergessen sein wird. So wie ich selbst. Vollkommen zurecht. Mein höchstpersönliches letztes Lied stammt von Traffic – ich sehe die jüngeren Generationen in Wikipedia stochern, die Autoren heissen Steve Winwood und Vivian Stanshall, letzterer Gründer der Bonzo Dog Doo-Dah Band -, und trägt den Titel „Dream Gerrard“.

Dieses Stück Musik ist, gelinde gesagt, eigenwillig. Formatradiountauglich. Überlang. Von verhaltener Dynamik (wiewohl mit lauten und flüsterleisen Passagen ausgestattet). Ästhetisch von einer dicken Staubschicht bedeckt. Und textlich von einer dezent dadaistischen Detailschärfe. Stanshall, vermutlich der Schöpfer der „lyrics“, wurde übrigens am 6. März 1995 tot aufgefunden, nachdem einen Tag vorher ein Feuer in seiner Wohnung ausgebrochen war. Die Ermittlungen ergaben, dass eine brennende Lampe umgefallen war und seine zahlreichen losen Aufzeichnungen entzündet hatte.

Ein einsamer, ein tragischer, ein lächerlicher Abgang. Er gefällt mir. Er hätte wohl auch Thomas Bernhard gefallen, der einst festgehalten hat, es sei alles lächerlich, wenn man an den Tod denkt. Keine Ahnung übrigens, ob sich der überaus musikaffine Bernhard ein letztes Lied gewünscht hat: wahrscheinlich hat man ihm die österreichische Bundeshymne ins Grab nachgeworfen. Dann doch lieber Traffic und dieses ominöse „Dream Gerrard“.

They won’t let it be, they think it should be done with reality.

(Buchbeitrag für “Das letzte Lied”, Hg. Wolfgang Pollanz/Wolfgang Kühnelt, erschienen im Herbst 2014 im Milena Verlag, Wien.)


Klangbilderbuch

26. Oktober 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (284) Die beste HiFi-Anlage ist die, die am besten klingt. Zuvorderst in den eigenen Ohren. Punkt.

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Demnächst – nämlich vom 7. bis 9. November – findet einmal mehr Österreichs einzig nennenswerte HiFi-Messe statt, die “Klangbilder”. Was darf man sich darunter vorstellen? Kurzgesagt: eine den Zahlen nach deutlich vierstellige Versammlung von Audio- und Video-Enthusiasten, die sich mit ehrfürchtiger Miene und getragenen Schritts von Hotelzimmer zu Hotelzimmer bewegt, um dort unterschiedlichste Erzeugnisse aus dem Bereich der Unterhaltungselektronik auf Herz und Nieren zu prüfen.

Diese – für Aussenstehende möglicherweise seltsam anmutende – Prozession nimmt anno 2014 das Arcotel Kaiserwasser in Beschlag. Man muss aber, sollte sich auch bei Ihnen Interesse regen, keine allzu umständliche Anreise nach Transdanubien befürchten – die Wiener U-Bahn-Linie U1 hält unweit des Veranstaltungsorts (Station Kaisermühlen). Viel Vergnügen!

Mir jedenfalls ist es das: ein alljährlich wiederkehrendes Vergnügen. Meist packe ich eine Produktion, die ich höchstpersönlich in- und auswendig kenne, ein (und zwar sowohl als CD wie auch auf Vinyl) – und teste somit ein gutes Dutzend ausgewählter HiFi-Anlagen in unterschiedlichsten Preisklassen auf ihre Wiedergabetreue und Klangqualitäten. Die Erfahrung zeigt: nicht immer lässt das Preisschild eine á priori-Beurteilung zu. Und unbekannte Namen liefern oft für die grössten Überraschungen.

Mein Tipp: suchen Sie den Hörraum von Allegro HiFi auf! Im Vorjahr hatte dort Bernhard Mesicek, seines Zeichens Österreichs Audio-Experte mit dem exquisitesten Musikgeschmack, eine gar feine Anlage aufgebaut: ein Musicbook von Lindemann an S1-Aktivboxen aus dem Hause Manger. Okay, kostet in dieser Kombination die Kleinigkeit von knapp unter 19.000 Euro, ist aber state-of-the-art in punkto konstruktiver Modernität, optischer und tonaler Unaufdringlichkeit und audiophiler Raffinesse. “Da spielt nicht die Technik”, so Mesicek, “sondern nur die Musik.” Sie können das selbstverständlich auch per Smartphone oder iPad nachprüfen, ohne Streaming Device kommt heutzutage sowieso keine g’scheite Anlage aus. Ohne neu entdeckten Phono-MM- und/oder MC-Eingang übrigens auch nicht.

Der rührige Veranstalter der “Klangbilder”, zugleich der Doyen der Handvoll HiFi-Journalisten dieses Landes, Dr. Ludwig Flich, konnte mir noch nicht fix versprechen, dass Allegro wieder mit dabei ist im Ausstellerverzeichnis. Aber wenn Meister Mesicek diesen Lobgesang liest, hoffe ich doch. Man komme, höre und staune!


Jubeln und Jammern

17. Oktober 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (283) Die Naivität von Journalisten schlägt die Dreistigkeit von Amazon & Co. bisweilen noch um Längen.

Four books isolated on the white background

Manchmal ist man echt fassungslos. Mir ging es vorige Woche so, als ich die Technik-Kolumne von Thomas V. im “profil” studierte. “Ich kaufe Bücher wie ein Verrückter”, hob die Epistel des Kollegen an. “Gedruckte Bücher, E-Books, antiquarische Sachen. Bald werden es hoffentlich ein paar Bücher weniger sein.”

Warum das? Weil der Internet-Gigant Amazon ein Flatrate-Angebot für sein Literatur-Lesegerät Kindle eingeführt hat. Für 9,99 Euro im Monat hat man nach dem “All You Can Eat”-Prinzip Zugriff auf 650.000 Bücher, davon allerdings keine zehn Prozent auf deutsch.

Das ist dennoch ein Lockangebot. Und ein Affront. Denn man will solchermassen die Buchpreisbindung in Frage stellen – sie gilt in Österreich demnächst auch für E-Books – und die Leser an neue, lohnendere Bezahlmodelle gewöhnen. Für Amazon & Co. lohnendere, wohlgemerkt. Der traditionelle Buchhandel und die Schriftsteller-Vereinigungen laufen dagegen Sturm.

Thomas V. ficht das nicht an. Im Gegenteil. “Ich finde das super”, verkündete er. “Ich bin Konsument. Ich will billigere Bücher, und zwar möglichst komfortabel.” Dass hier ein ruinöser Wettbewerb für Kulturgüter aufbrechen könnte, ist V. “offen gestanden egal.” Die schlichte Denkart versteckt sich hinter der potjemkinschen Fassade der Marktliberalität. Die altruistisch-cool im Namen der “Demokratisierung des Bücherlesens” auftritt. Und einmal mehr die konservativen Branchenvertreter schilt, die “darüber jammern, dass Amazon schlauer und schneller ist.”

Sorry, lieber Thomas V.: ich dachte, die Spezies der Naivlinge, die die Implikationen des Digitalbusiness nicht versteht (oder verstehen will) und in Hurra!-Geschrei ob der Negativ-Skalierung von Flatfee-Angeboten verfällt (die freilich aus der Sicht eines scheuklappenbewehrten “Geiz ist geil!”-Konsumenten ein unbedingtes Positivum ist), wäre längst ausgestorben. Oder nur mehr in Nerd- und Frust-Foren selbsternannter Verlags- und Literaturexperten zu finden.

Ich erinnere mich noch an die Zeiten, als man der ähnlich strukturierten und somit probat vergleichbaren Musikindustrie publizistisch lautstark zurief, sie wäre hinterwäldlerisch, denkfaul, fortschrittsfeindlich und zugleich gierig und satt. Und blockiere quasi die Zukunft. Heute treffe ich die kecken Kommentatoren von damals meist an der Theke, wenn sie in ihr Bier weinen und den Zustand ihrer Medienhäuser und der Printmedien generell beklagen.

Aber vielleicht hat ja auch Thomas V. demnächst mehr Zeit, mehr Bücher zu lesen. Die weniger gekostet haben (wahrscheinlich auch in punkto Verlagssorgfalt, Lektorat und Korrektur). Könnte sich glatt ausgehen mit der Arbeitslosenkohle.


Kühler Umgang mit Hitzköpfen

10. Oktober 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (282) Wollen wir frieren, weil die Energieeffizienz von Heizstrahlern keine optimale ist?

Thermo

Durchsage der Direktion: der Infrarot-Heizstrahler, den ich letzte Woche geordert und hierorts ansatzweise beschrieben hatte, wurde noch nicht zum Einsatz gebracht. Oktober ist ja der neue August. Und die lauen Herbstnächte schreien – noch – nicht nach Wollstrumpfhosen, Heizdecken und Gaskonvektoren. Gut so.

Im Moment durchforste ich diverse Kataloge nach einer technischen Erfindung, die das braune Laub wie von Zauberhand in sich aufsaugt, ohne dies auch mit Kieselsteinen, Nutzgegenständen und vorbeihuschenden Katzen zu tun. Für Leser/innen-Tipps bin ich dankbar! Aber wahrscheinlich überlasse ich den vorgezogenen Frühjahrsputz eh den unerbittlich waltenden Kräften der Natur. Diese Bio-High Tech-Maschinerie ist in ihrer Allmacht auch im 21. Jahrhundert ungeschlagen.

Wer sich dagegen immer wieder kleinlich zum Richter über seine eigene Spezies aufschwingt, ist der Mensch. Und was da alles kritisiert werden kann, kritisiert werden muss, kritisiert wird! “Wirklich?”, schnauzte mich etwa letzte Woche Leser Manfred F. an. “Ökologisch fragwürdige Geräte muss man bewerben, wenn sie schick sind? Ist das ein bezahltes Inserat?” Der Mann spielte damit auf eben jenen Infrarot-Heizstrahler an, dessen vorgesehener Einsatzort – auf der Terrasse, also im Freien – ihm sauer aufstiess.

Klar: ein hinterfragenswertes Szenario. Aber wir wollen doch, bitt’schön, die Kirche im Dorf lassen. Wieviele Milliarden Heizkörper strahlen auf diesem Planeten Wärme ab? Unter welchen Umständen? Mit welcher Effizienz? Und sitzt Manfred F. selbst mit fünf dicken Pullis daheim im Wohnzimmer oder im energieneutralen Kellerabteil? Ist er Raucher? Wenn ja: meidet er Lokale, wo die suchtgeplagte Gästeschar sich im Winter gezwungenermassen bibbernd im Freien unter einem Heizschwammerl zusammendrängt? Und so weiter und so fort.

Selbstgerechtigkeit nervt. Unendlich. Wer die Welt verändern will, möge bei sich selbst anfangen. Und überzeugende Argumente zusammenkratzen, damit man ihm/ihr freiwillig und mit gutem Gefühl folgt. Jeden (absehbar selten genutzten) Infrarotstrahler, jedes Auto mit Verbrennungsmotor, jede technische Errungenschaft der Moderne als Teufelszeug abzutun, hilft nicht weiter. Und befördert nur einen Ludditensturm 2.0. Ich dachte ja auch lange Zeit, ein Merkmal der Zivilisation sei es, die Natur zu überwinden. Mittlerweile ist das eine überholte Position. Es geht um eine friedliche, clevere, annähernd symbiotische Koexistenz.

Die technikgetriebene Umdeutung des Schreckens in ein stabiles Idyll: Eiseskälte passt da einfach nicht ins Bild.


Warm ums Herz

4. Oktober 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (281) Hurra! Endlich ein Technik-Objekt im Haus, für das sich auch meine Freundin erwärmen kann.

Infrarot-Heizer

Meine Freundin ist – grad’heraus gesagt – keine Freundin der Technik. Sie liest Bedienungsanleitungen höchstens, wenn ein Gerät mal keinen Mucks mehr von sich gibt, lässt Glühbirnen von dienstbaren Geistern (zuvorderst, erraten!,: mir) einschrauben und ist zwar die Herrin über Geschirrspüler, Waschmaschine und Fernseher, ohne sich aber für die Details zu interessieren. Meinem Technikpark begegnet sie mit offensiver Ignoranz. Oder, wahlweise, mit aufreizender Ironie. “Wofür brauchst Du schon wieder so ein Kastl? Da stehen doch schon mehr als genug herum!” ist eine Standardansage in unserer Konversation.

Ganz unwirsch wird sie aber, wenn ich ihr zu einem Festtag – zu Weihnachten etwa oder zu ihrem Geburtstag – etwas schenke, das auch nur entfernt als technisches Objekt zu identifizieren ist. Wenn es schon keine Reise, kein Schmuck oder, sagen wir mal, kein Einkaufsgutschein für das Schuhhaus Wunderl in Sollenau sein darf (wofür wiederum, zugegebenermaßen, ich mich weniger interessiere), möge ich ihr lieber gar nichts überreichen. Sagt sie. Was natürlich auch nicht geht.

Was tun? Die Frage hat schon Lenin gestellt. Der alte Revolutionär kannte aber noch nicht die Firma Pro-Idee, die den kapitalistischen Warenverkehr der Jetzt-Zeit in extraordinärer Weise bedient. Pro-Idee, laut Eigendefinition ein “Spezialversandhaus für exklusive Produkte aus aller Welt”, verschickt regelmässig bunte Kataloge. Voll wunderlicher, innovativer und attraktiver Angebote. Vom beheizbaren Handschuh über patentierte Schuheinlagen, Teleskop-Wäscheständer und Design-Schwebelampen bis zum futuristischen Kunststoff-Iglu für den Garten ist da allerhand zu bestaunen. Und zu bestellen.

Was mir schnurstracks die oben gestellte Frage zu beantworten half. Denn da lachte mir doch glatt ein “Infrarot-Heizer mit klappbarem Strahler-Arm” entgegen. Leistung: 1800 Watt, dimmbares LED-Licht, fernbedienbar und – im Gegensatz zu all den grauenhaft designten Konvektoren und Heizschwammerln, die es im Baumarkt um die Ecke gibt – auch noch probat aussehend. Das Ding lässt sich wie ein Galgen über den Gartentisch schwenken und wärmt laut Prospekt jede spätherbstliche Freiluft-Tratschrunde (Test folgt). “Endlich!” verkündet Pro-Idee. Und ich stimme ein. Meine Freundin – die möchte auch bei Minusgraden im Garten rumsitzen, es fröstelt sie aber schon in lauen Julinächten – wird sich absehbar dafür erwärmen können.

Nun kann ich diese ökologisch fragwürdige Gerätekategorie – wiewohl Technik pur! – eigentlich gar nicht leiden. Aber Geschenke von Herzen müssen ja dem/der Beschenkten gefallen. Und nicht mir selbst.


Auf Biegen und Brechen

28. September 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (280) Ich gestehe: den Biegetest mit dem neuen iPhone 6 Plus habe ich nicht gewagt.

iPhone 6 Bentgate

Jetzt liegt es also da. Vor mir auf dem Schreibtisch. Eigentlich sogar zwei Stück davon. Das kleinere, 4,7 Zoll große Exemplar (soll ich einen Zollstock rausholen und in hierzulande gebräuchliche Zentimeter übersetzen?). Und das X-Large-Modell mit 5,5 Zoll Durchmesser. Erraten: es handelt sich um das neue iPhone 6. Und das 6 Plus.

Man hat es mir förmlich nachgetragen (ich bin ja als Hype-Maschine eher unbrauchbar). Ein sehr freundlicher Herr hat “im Rahmen einer Kooperation mit T-Mobile” die Geräte mit Boten schicken lassen. Noch vor dem offiziellen Verkaufsstart – Sie kennen die Bilder mit den Schlangen vor den Geschäften – waren die begehrten Objekte im Haus. Die iPhones sind, wie immer, hübsch verpackt. Und voll geladen. SIM-Karten mit dem aktuellen LTE-Paket, das eine Download-Geschwindigkeit von bis zu dreihundert Megabit pro Sekunde ermöglicht, liegen bei. Ich könnte gleich mal die Rasanz der Verbindung in meinem Büro voller toter Winkel und dicken Mauern testen. Die Haltbarkeit der Akkus. Die Qualität der Kamera-Module. Und diverse neue Apps.

Alles proper also. Fast unwirklich elegant. Und doch begebe ich mich mit diesen High Tech-Testpaketen mitten hinein in ein Minenfeld. Auch als Embedded Journalist hat man schon von “Bentgate” gehört. Irgendein Geek hatte angeblich, kaum dass das Gerät das Licht der Welt erblickt hatte, es frisch verbogen aus der Hosentasche gezogen. Sagen wir mal so: bei knapp 7 Millimeter Gehäusestärke und Aluminimum als verwendetem Material wäre ich da vorsichtig.

Sollte aber ein grober Designfehler vorliegen – Apple dementiert das freilich –, wäre es im Zeitalter der zittrigen Börsen und sensiblen Mobilfunkpartner ein Desaster. Natürlich streut die Hardware-Konkurrenz – allen voran Samsung – Zweifel, Häme und Negativpropaganda. Aber auch das Betriebssystem iOS 8 bekam mit dem ersten Update gleich einen ordentlichen Dämpfer: plötzlich zeigte das Handy durchgehend die Meldung “Kein Netz” an. Apple musste die Version rasch zurückziehen, mittlerweile ist wohl alles paletti.

Nur die Biegenummer steht noch im Raum. Ein Video mit über 40 Millionen Views, das dem Modell Plus ein markantes Minus nachweist, kann man nicht einfach ignorieren. Soll ich nun also ungeniert den Selbsttest machen? Und dem freundlichen PR-Mann unter Umständen ein bananenförmiges Leihexemplar zurückschicken? Bin noch unschlüssig.

Eventuell umgehe ich die Sache, indem ich behaupte, so ein riesiges iPhone sehe beim Telefonieren einfach nur affig aus – und sei sowieso überflüssig.


Cocktail-Party im Kartenhaus

19. September 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (279) “Netflix“ läutet das Ende des linearen Fernseh-Konsums ein. Angeblich. Aber steckt nicht mehr dahinter?

netflix_logo

Ein Luxusrestaurant am Wiener Donaukanal. Die besten Cocktails der Stadt. Eine ausgewählte Schar von Branchengrössen, Opinion Leaders und Meinungsmultiplikatoren, die legér an der Bar lehnen oder outdoor an einer Zigarette ziehen. Und gelegentlich einen Seitenblick auf die Werbebotschaft werfen, die haushoch auf den “News”-Tower am gegenüberliegenden Ufer gestrahlt wird. Ein Fanal von Werbebotschaft.

Eingeladen zu diesem Medien-Klassentreffen hat ein Neuankömmling namens Netflix. Es eilt ihm ein gewaltiger Ruf voraus: das Ende des Fernseh-Zeitalters, wie wir es kennen, einzuläuten. Was die Manager/innen der lokalen, quasi traditionellen TV-Sender – ebenfalls eingeladen zur Party – nicht weiter anficht: Sehen und Gesehenwerden lautet der kategorische Imperativ der Selbstvermarktung. Das gilt für das Unternehmen genauso wie für die eigene Person.

Relativ zeitgleich trat in Wien – bei den Medientagen – der Netz-Publizist Sascha Lobo auf. Geladen hatte man ihn wohl als ausgewiesenen Querdenker, der den Bedenkenträgern, Schlafmützen und Angsthasen in den Medienhäusern hierzulande den Marsch blasen sollte. Was ihm auch gelang, bei gleichzeitiger Verunsicherung der zukunftsgläubigen Hurra!-Schreier.

Lobos Vision eines disruptiven “Plattform-Kapitalismus”, der die Neuen Medien, die Arbeitsstätten und Kulturbiotope seiner Konsumenten als vollendete, weil mit freiwillig und unfreiwillig verschenkten persönlichen Daten gespickte Vertriebskanäle nutzt, ist eine Warnung. Eine Warnung, die von einem der notorischen Zwischenrufer der lokalen Hemisphäre, dem FM4-Journalisten Martin Blumenau – gebt dem Mann 2015 eine halbe Stunde Sprechzeit am Rednerpult! –, gleich online fortgesponnen wurde: “Die Ausweitung der Billig-/Sharing-Kultur auf alle Lebensbereiche wird unser Gesellschaftsmodell zerstören.”

Na wusch! Jetzt könnte man natürlich darüber diskutieren, ob das attraktive Preismodell und das inhaltliche Angebot des Abo-Streaming-Senders Netflix nicht ein probater Gegenentwurf zur Pirate Bay-Realität ist, wo sich alle längst kostenlos und ungestört “House of Cards” und andere – in der Herstellung sauteure – TV-Heuler heruntergesaugt haben. Wie Google Netflix sieht. Oder was Netflix-Chef Reed Hastings in seiner launig kurzen Party-Ansprache meinte, als er verkündete, seine Plattform zum weltweit führenden Vertriebsvehikel auch für deutschsprachige Serien und Produktionen machen zu wollen. Quiquid id est, timeo Danaos et dona ferentes!

Die Übersetzung dieser archaischen Business-Grundregel wäre dann wohl ein Fall für das gute, alte Bildungsfernsehen. Also genuin öffentlich-rechtliches Territorium. Dessen Gegenwart und, wichtiger, Zukunft hängt weniger von technisch fortschrittlichen Ausspielwegen und Medienkanälen ab, mehr schon von uns selbst. Und unserem Willen, nachdrücklich danach zu verlangen. Und konsequent dafür zu löhnen.


Verschenkte Unschuld

12. September 2014

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (278) Wie ein Marketing-Gag nach hinten los ging: rauben Apple und U2 dem Rock’n’Roll die wahren Werte? Oder nur die Warenwerte?

U2-will-be-at-Apple-Keynote

Medien degenerieren immer mehr zu Feedback-Schleifen. Wo früher noch der Wunsch auszumachen war, spannende, möglichst exklusive Geschichte zu orten, Themen zu setzen und durch Recherche zu glänzen, regiert heute das Abschreiben, Nachwassern und In-den-Chor-Miteinstimmen. Die Impulsgeber für die Resonanzkörper Print, Radio und TV heissen Facebook und Twitter.

Regen sich dort Stimmen – wozu immer auch – und ballen sich zu deutlich vernehmbaren Meinungs-Clustern zusammen, kann man sicher sein, sie am nächsten oder übernächsten Tag als Gegenstand der professionellen Berichterstattung wiederzufinden. Hickhack galore! Pingpong zum Quadrat! So lässt sich mancherlei wunderbar hochkochen. Und für das eigene Click-Counter-Business nutzen.

Dieser Durchlauferhitzer-Effekt war dieser Tage besonders schön sichtbar bei der Vorstellung der neuen, sechsten Generation des Apple iPhone. Plus einer Apple-Uhr. Plus – “one more thing” – eines spektakulären Geschenks an die Fangemeinde des Konzerns aus Cupertino, USA: das neue Album der legendären Rockband U2. Gratis. Und quasi automatisch frei Haus geliefert: ob man wollte oder nicht, hatte man “Songs of Innocence” über Nacht als “gekauft” markiert in seiner iTunes-Mediathek stehen.

Aber gar so unschuldig sind die neuen Lieder von Bono Vox & Co. nicht. Denn nach der ersten Welle der Überraschung und Freude über den Marketing-Schachzug – wahlweise von Apple-CEO Tim Cook auch als “größter Album-Release aller Zeiten” apostrophiert – brach ein Geheul der Kritik, Enttäuschung und Häme sondergleichen los: die Altherren-Partie, bereits einmal mit Apple zugange, hätte ihr – noch dazu reichlich schwaches – neues Opus einfach an einen Computergiganten verscherbelt.

“Das”, so die MP3-Plattform Tonspion, “nannte man früher “Ausverkauf” oder “Corporate Rock” und zog gesellschaftliche Ächtung nach sich.” Ein Verrat am Geist des Rock’n’Roll? Die Neuerfindung der Musik-Distribution im Zeitalter der digitalen Entwertung? Und kann man überhaupt den “Was nix kost’ is’ nix wert”-Psychomechanismus ausschalten? Der “Musikexpress” winkte ab: “Geschenkt ist noch zu teuer. Kann man ungehört löschen.”

Ziemlich deutlich orientierte man sich bei der journalistischen Meinungsbildung am Stimmungsbarometer Social Media. Dort fanden sich auch die zynischsten Einträge: “Eine digitale Uhr und ein U2-Album: das ist wie Weihnachten 1984.” Gleichzeitig erhoben sich Stimmen, die sich von der geballten Ladung Hohn und Spott genervt zeigten – und damit den logischen Pendel-Gegenschlag markierten.

Egal, ob U2, Apple Watch, Ice Bucket Challenge oder Top 10-Bücherlisten: spätestens übermorgen wird dann die Aufregung und die Aufregung über die Aufregung und erst recht die Aufregung über die Aufregung über die Aufregung auch wieder aus den neuen und alten Medien verschwunden sein.


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