Abgesang

9. Dezember 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (389) Die Handelskette Libro will sich aus dem Geschäft mit Tonträgern und DVDs zurückziehen. Ernsthaft?

libro

Man wird mir bei dieser Kolumne Eigeninteressen – in meiner hauptberuflichen Rolle als Label-Betreiber und Musikproduzent – nachsagen. Aber sie sind, wenn überhaupt, nur am Rande gegeben. Ich schreibe diese Epistel vorrangig als Konsument. Als jemand, der es schätzt, dass es in vielen Städten, Märkten, Bezirken Österreichs noch Nahversorger gibt. Also Geschäfte, in denen man Lebensmittel, Kleinkram und Dinge des täglichen Bedarfs erwerben kann, ohne einen Tagesausflug an den Stadtrand planen zu müssen.

Zu meinen persönlichen Über-Lebensmitteln zählen freilich auch Papierprodukte wie Zeitungen, Zeitschriften und Bücher, weiters Batterien, Schreibstifte, Technik-Accessoires und, ja, Filme und Musik. Hier kann ich auf eine privilegierte Situation bauen: im 7. Wiener Bezirk gibt es Elektronikmärkte, Plattenläden und Bürowarenspezialisten sonder Zahl. Wenn ich aber zu meiner Mutter ins nördliche Weinviertel fahre, wird mir die Misslichkeit der schwindenden Nahversorgung rasch bewusst. Was es in Hollabrunn grad noch käuflich zu erwerben gibt, ist in Retz schon ein fragliches Gut.

Apropos: nutzen Sie noch CDs und DVDs? Weit mehr als die Hälfte der Österreicher/innen tun das. Ungebrochen. Nun: es hat sich noch nicht weiter herumgesprochen, ist in der Branche aber kein Geheimnis mehr – der heimische Handelsriese Libro plant, 2017 keine CDs mehr in die Regale zu stellen. Ausser eventuell eine Handvoll Kinder-Produkte und Charts-Giganten. DVDs stehen „unter Beobachtung“, wie es firmenintern heisst. Man will sich mittelfristig wohl komplett aus dem Geschäft mit Bild- und Tonträgern zurückziehen.

Nun ist Libro nicht irgendeine Kette. Im Non Food-Bereich hat das aktuell 241 Filialen und 1600 Mitarbeiter zählende Unternehmen österreichweit fast ein Monopol. Und einen überproportionalen Marktanteil bei Schlager- und Volksmusik-CDs, Middle of the Road-Pop und Charts-Compilations. Nicht gerade das Repertoire, das ich persönlich höre. Aber: Mitnahmeartikel bleibt Mitnahmeartikel. Und sei es als billiges Geschenk. Warum also will das Management freiwillig auf einen Umsatz- und Frequenzbringer verzichten? Hat man ein geheimes PR-Abkommen mit Amazon abgeschlossen? Andersrum (und härter) gefragt: glaubt man noch an die eigene Zukunft?

Die revolutionäre Digitalstrategie der Libro-Geschäftsführung ist mir, sofern existent, unbekannt. Und ich bin auch kein Experte für Groß- und Einzelhandel im Hier & Heute. Aber der Zweikampf analoges versus digitales Business – der ja, der menschlichen Natur entsprechend, nicht zwingend ein Entweder/Oder kennt – wird von einer Filialkette nicht online zu gewinnen sein. Physische Produkte mit einer aus Glamour, Marketingbudgets und Medienaufmerksamkeit gespeisten produktimmanenten Strahlkraft tolldreist zum Gerümpel von gestern zu erklären (und die leerwerdenden Regalmeter genau wofür zu nutzen?), erscheint mir dann doch wie Selbstmord mit Anlauf.

Ja, Amazon, Netflix, Spotify, also Online-Einkauf, Download und Streaming kennt man auch in Retz und Hollabrunn. Manchmal möchte man aber doch eine handfeste Silberscheibe nachhause tragen.


Exoten-Malus

27. November 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (387) Ab 2017 soll es millionenschwere Förder-Massnahmen für Elektromobilität geben. Cui bono?

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Ich mach’ mir ja gelegentlich einen Spaß daraus, technische Neuigkeiten mit einem gehörigen Quantum Ironie – bisweilen sogar Zynismus – zu kommentieren. Aus Gründen. „Mikroskope und Fernröhre verwirren den reinen Menschensinn“, wusste schon der alte Goethe, aber erst Karl Kraus hat erkannt, dass die Entwicklung der Technik „bei der Wehrlosigkeit vor ihr angelangt“ ist.

Was hat Elon Musk dazu zu sagen? Würde mich glatt interessieren. Nicht zuletzt, was dem Visionär des 21.Jahrhunderts – der seine Elektroauto-Manufaktur wohl nicht zufällig nach seinem Pendant des 20. Jahrhunderts, Nikola Tesla, benannt hat – entfuhr, als er erstmals den Nio EP9 zu Gesicht bekam.

Was ist das nun wieder?, hör’ ich Sie fragen. Zurecht. Denn der Nio NP9 ist – wiewohl auf den ersten Blick mächtig beeindruckend – nicht mehr als eine Marginalie der rasanten technischen Entwicklung der Spezies Elektromobil. Es handelt sich um einen Sportwagen – der Begriff ist eher untertrieben –  des chinesischen Herstellers NextEV, der diese Woche in London vorgestellt wurde. Motorleistung 1000 Kilowatt (was 1360 PS entspricht), 1,7 Tonnen Gewicht, Preis unbekannt (aber garantiert siebenstellig). Mit dem Ding lässt sich in 7 Minuten 5 Sekunden und 12 Hundertstel über die Nürburgring-Nordschleife flitzen, was für diese Autoklasse Rekord bedeutet. Und auch sonst nicht von schwachen Eltern ist. Erhältlich ist der Exot vorerst nur in China. Aber es gibt für solche Potenzprothesen wohl auch hierzulande eine Marktnische.

Normalverdienern wie unsereiner bleiben nur mehr oder minder gewitzte Distanzierungsversuche. „Wenn ich den Chinakracher importiere“, schrieb ich auf Facebook, „schiesst mir dann die Bundesregierung die Kosten für die Fußmatten zu?“ Bezogen hat sich diese Wortmeldung auf die Ankündigung der Bundesministerien für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) sowie für ein lebenswertes Österreich (BMLFUW) – früher sagte man Umwelt, Land- und Forstwirtschaft dazu –, ein 72 Millionen Euro schweres „Aktionspaket“ – früher sagte man schlicht Förderung dazu – der Elektromobilität zu widmen.

Sprich: Privatpersonen sollen bis zu 4000 Euro bekommen, wenn sie E-Autos kaufen. Diese sollen wiederum mit grünen Kennzeichentaferln rumsurren und von Parkgebühren, Busspur-Fahrverboten und sonstigen Alltagswidrigkeiten befreit werden. Zudem möchte man – die Autoimporteure sind auch an Bord – in Stromtankstellen und Lade-Infrastruktur investieren.

Leider wird es nix mit dem staatlich unterfütterten Erwerb eines Nio EP9. Voraussetzung für Förderkohle ist nämlich, dass ein Neuwagen „in der Basisversion“ unter 50.000 Euro kostet und einen „Grünstrom-Liefervertrag“ erhält. Ich fürchte, da beisse ich in China auf Granit. Über die sonstige Sinnhaftigkeit des vorweihnachtlichen Geschenkpakets darf – der Jahreszeit adäquat – besinnlich leise debattiert werden.


Fast Forward

20. November 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (386) “Die Zukunft ist hier” signalisiert Jaguars I-Pace. Dabei existiert das Auto noch nicht mal wirklich.

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Die Dinge sind ins Rutschen gekommen. Jetzt geht es plötzlich ganz rasch. So rasch, dass mancher Autohersteller Vorgriffe auf die Zukunft macht, um ein elektrisierendes Statement für die Gegenwart zu setzen. Und vorab ein Revier zu markieren, dass man selbstbewusst zu besetzen gedenkt.

So hatte Anfang dieser Woche die Luxus-Marke Jaguar – im Besitz des indischen Tata-Konzerns – zu einer Veranstaltung in London geladen. Zeitgleich waren Kollegen in Los Angeles versammelt, um Zeugen einer Präsentation zu werden, wie man sie so nie zuvor erlebt hat – eine virtuelle Pressekonferenz. Ausgestattet mit HTC Vive VR-Brillen konnte man ein Fahrzeug besichtigen, das es in der Realität noch gar nicht gibt. (oder jedenfalls nur als Prototyp).

Und zwar detailliert besichtigen: von innen, aussen, vorne, hinten, oben, unten – wonach einem gerade der Sinn stand. Selbst die Armaturen, der Motor und die Reifen liessen sich nach Lust und Laune inspizieren, rein optisch freilich. Und hatte man Fragen, stand der Chefentwickler gleich zur Verfügung. Selbst den Journalisten in Los Angeles konnte man in dieser fulminanten Synchron-Inszenierung zuwinken; sie winkten fröhlich zurück.

Vorgestellt wurde der Jaguar iPace (noch versehen mit dem Namenszusatz „Concept“): das erste rein elektrische Vehikel des Nischenanbieters. Vor Ende 2018 wird man diese stämmige, dabei aber elegant-stimmige SUV-Coupé nicht auf den heimischen Strassen sehen – ausser die Gerüchte stimmen und der iPace wird bei Magna Steyr gebaut; dann wird man wohl um Testfahrten in und um Graz nicht herumkommen. Für den heimischen Arbeitsmarkt wäre es eine positive Nachricht.

Das Jaguar-Konzept ist jedenfalls eine klare Kampfansage an Tesla & Co.: zwei je 200 Pferdestärken mächtige Elektromotore mit 700 Nm Drehmoment garantieren Sportwagen-Eckdaten, die Batterien im Boden eine formidable Straßenlage – alles kombiniert mit den Vorzügen eines Allradantriebs. Die geplante Reichweite pro Voll-Ladung, zumindest auf dem Papier: 500 Kilometer. Fragen Sie (noch) nicht nach dem Preis – aber der iPace ist zweifelsohne ein wunderhübsches Zukunftsmobil. „Kein anderes Projekt, an dem ich je gearbeitet habe“, verlautete denn auch Jaguar-Designdirektor Ian Callum, „hat mir einen so puren Thrill wie dieses gegeben.“

Die anderen Hersteller stehen mehr denn je unter Zugzwang. Einige haben ihre Hausaufgaben schon gemacht: so waren etwa BMWs Elektromobile und -Visionen vielfach präsent in London, sogar in der Hotel-Lobby. Die weit vorauseilenden Ankündigungen lassen aber auch anderen noch Spielraum für notwendige Überlegungen: den Verkehrsplanern, den Energielieferanten, der Politik und, ja, uns Konsumenten.


Strahlende Dunkelheit

11. November 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (385) Leonard Cohens Stimme ist verstummt, wird uns aber noch lange begleiten. Feiern wir sie in voller Pracht!

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Was für eine, pardon!, beschissene Woche. Trump, das personifizierte Sinnbild politischer und persönlicher Vulgarität, an den Macht-Hebeln der westlichen Welt. Wintereinbruch in ganz Österreich. Und dann noch der Tod von Leonard Cohen.

Nun ist eine Technik-Kolumne gewiss kein Ort für Weltschmerz. Aber oft, zu oft lese ich in der Flut von Nachrufen von der „magischen Stimme“ Cohens, die nun verstummt ist. Man muss keine alten Schallplatten – etwa das wunderbare Debut aus dem Jahr 1967, „Songs of Love and Hate“ oder „New Skin For The Old Ceremony“ – hervorkramen, um die spezielle Aura, Weisheit und Tiefe des Sängers Cohen zu beschwören. In unserer post-modernen Zeit reicht ein Klick auf einen YouTube-Link, etwa das Titelstück aus dem erst vor wenigen Tagen erschienenen Album „You Want It Darker“. Es ist Cohens Abgesang auf das Leben.

Ein Leben, wie es reicher, poetischer, erfüllter kaum denkbar ist. „If you are the dealer / I’m out of the game“ hebt diese Stimme an (und man muss ihre Einzigartigkeit nicht extra betonen), „if you are the healer, it means I’m broken and lame…“ Die Strophe mündet im Refrain „Hineni, hineni, I’m ready my lord“. Viel näher kann man dem Himmel, so man an ihn glaubt, auf Erden nicht kommen. Hat sich je ein Künstler würdiger von seiner puren Existenz verabschiedet? David Bowie wusste auch um seinen bevorstehenden Tod, er hat daraus ein abgründiges Verwirrspiel gemacht. Wie wird einst – memento mori! – Bob Dylan diese Aufgabe lösen? Joni Mitchell? Wolfgang Ambros? Welche Musik wird uns ins Grab begleiten? Ein finales, alles egalisierende Statement ist gewiss: Schweigen. Es ist tröstlich, dass ihm auch die mächtigsten Potentaten nicht entrinnen werden.

Stille ist dagegen im Mediengetriebe undenkbar. Das gilt weit mehr noch für Social Media. Eine der ersten – oft sehr persönlichen und berührenden – Einträge auf Facebook kam vom mir wohlbekannten Kultur-Manager Thomas W. „Der Mann ist noch nicht unter der Erde“, lautete sie, „schon wird sein Werk zu einer „ultimativen“ und gleichzeitig völlig überflüssigen Liste zusammengekürzt. Danach kann man den Sargdeckel beruhigt zuklappen. Wie unendlich fad und spiessig.“ W. bezieht sich damit auf eine rasch hingepappte Story auf „Spiegel Online“, die zurecht unter Pompfüneberer-Verdacht gerät. Viel billiger geht Clickbaiting nicht. Aber im unendlichen Kosmos von Werden und Vergehen ist’s letztlich nicht mal eine mikroskopische Fußnote.

Bevor resignierendes Achselzucken zum Zeichen der Zeit gerät: einen Ratschlag hätte ich. Geben Sie Cohens Stimme zum Abschied die Chance, in voller Blüte zu erklingen. Wie das technisch funktioniert, können Sie hier immer wieder mal nachlesen. Highest Fidelity statt You Tube-Instantbetäubung. Alben statt Playlists. Audio-Pracht statt Datenreduktion. Zeremonielle Abschiede erfordern höchstmögliche zeremonielle Qualitäten. Er, Sie, wir alle haben es uns verdient. Das dünne Krächzen aus dem Smartphone-Lautsprecher kommt anderswoher, sagt man: direkt aus der Hölle.


Antenne Austria

6. November 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (384) Die Umstellung auf DVB-T2 bringt manchen Fernsehkonsumenten ins Grübeln: wofür zahlen wir eigentlich? Und wofür gerne?

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Sehen Sie schwarz? Ende Oktober wurde – vorerst in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland – das Digitalsignal für terrestrischen TV-Empfang („Antennenfernsehen“) zwar nicht abgeschaltet, aber final umgestellt. Vom bis dato gültigen Standard DVB-T auf die nächste Generation, folglich DVB-T2.

Zwar schaut der überwiegende Teil des hiesigen Publikums die „Zeit im Bild“, den „Tatort“ oder die Angebote von ATV, Puls 4 und Servus TV per Kabel, Satellitenantenne oder mittlerweile auch im Internet, aber rund fünf Prozent setzen ungebrochen auf die ursprünglichste Form des Fernsehempfangs – sei es aus Kostengründen, sei es aus Bequemlichkeit. Die für die entsprechende Infrastruktur zuständige Firma ORS (im Besitz von ORF und Raiffeisen) hat jedenfalls unter der Marke simpliTV ein entsprechendes Paketangebot geschaffen.

DVB-T2 bringt, rein technisch betrachtet, einige Vorteile. Die Videokodierung nach dem Standard MPEG 4/H.264 (Deutschland hat sich gleich für das noch fortschrittlichere HEVC/H.265 entschieden) ist – bei geringerem Stromverbrauch – deutlich effizienter als das bislang verwendete Format MPEG-2. Das Bouquet der bis dato frei empfangbaren Programme ist nun in zeitgemässer HD-Bildqualität zu erleben, theoretisch wären auch mehr Sender in das – bis auf die GIS-Gebühren – kostenfreie Basispaket inkludierbar.

Aber hier endet die alte Medienwelt (das analoge Fernsehen ist ja schon komplett Vergangenheit) und die Geschäftsinteressen der neuen werden spürbar.  Damit man nicht weiter ins bildlose Narrenkastl schaut, benötigt man, je nach Alter und Ausstattung des TV-Geräts, eventuell frische CI-Steckkartenmodule oder Receiver. Ein weiteres Kastl im Fernsehschrank? Man zuckt, Kummer gewohnt, mit den Achseln. Und eilt zum Fachhändler oder Elektrogroßmarkt.

Dort ist man erfreut, weil dem Kunden eventuell gleich ein Patschenkino der aktuellen Generation angedient werden kann, das ohne Zusatzinstallationen auskommt. Auch die simpliTV-Berater/innen, die eilfertig mit Formularen winken, weisen nachdrücklich auf die Vorteile eines freiwilligen Abo-Abschlusses hin. Mehr Sender! Mehr Kanäle! Mehr Angebot! Mehr Schärfe! Mehr Bequemlichkeit! Freilich auch: Mehrkosten. Die verbilligten (weil: preislich gestützten) DVB-T2-Receiver sind fast allerorts nicht mehr zu bekommen; die Umstiegskosten fallen ungeniert dem Konsumenten zu.

Nun ist klar, dass die Bereitstellung und der Ausbau der Sender-Infrastruktur sowie Rundum-Information, Service und Marketing einen Batzen Geld verschlingen. All die schlaumeierischen Abo-Offensiven (bei geschickter Vermengung der Eigenmarke und des notwendigen technischen Standards), die Einhebung von Freischaltentgelten, das Kleingeld mit der Verschlüsselung von Programmen und die zunehmende Lückenlosigkeit des GIS-Fangnetzes dürften im Gegenzug doch einiges einbringen. Genug ist aber bekanntlich nie genug.

Mit welchen Argumenten man TV-Konsumenten – DVB-T2 kann theoretisch von rund 90 Prozent der österreichischen Haushalte genutzt werden, in Städten reicht dafür eine simple Zimmerantenne – nachhaltig von der Pflicht zur Kür, sprich: zum freudvollen Wechsel auf DVB-T2, bewegen will (und kann), bleibt offen.


Liebhaberwert

29. Oktober 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (383) Erinnert sich noch jemand daran, was ein iPod war? Schade eigentlich, dass Apple ihm keine Zukunft zudenkt.

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Diese Kolumne kommt allmählich in ein Alter, in dem man schon ins eigene Archiv hinabsteigen kann, um fündig zu werden. Zumal mein persönlicher Blog – zu erreichen  unter groebchen.wordpress.com – bis ins vorige Jahrhundert, ja Jahrtausend zurückreicht.

Hier finden sich nicht nur alle 383 bis dato erschienenen „Presse am Sonntag“-Beiträge (übrigens oft in erweiterter Form und durchwegs mit hilfreichen links versehen), sondern auch Artikel, Glossen und Texte aus jenen Jahren, in denen ich Journalismus vorrangig als probates Mittel betrachtete, um den Geheimnissen des Wirtschaftslebens auf die Spur zu kommen.

Der erste Eintrag, der das Stichwort „iPod“ enthält, datiert vom Februar 2002. Ich habe das recherchiert, weil Apple dieser Tage glatt den 15. Geburtstag seines einst revolutionären MP3-Players vergessen hat. Am 21. Oktober 2001 lancierte der heutige Konzerngigant, der damals noch ziemlich in der Krise steckte, jenes Gadget, das die Musikindustrie auf den Kopf stellen sollte. Einerseits, weil es ungeniert das verfemte Piraten-Format MP3 kommerziell nutzte, anderseits, weil damit die weitere Entwicklungsschiene – über den 2003 eröffneten iTunes Music Store bis zum ersten iPhone anno 2007 – quasi vorgezeichnet war.

Mit der explosionsartigen Vermehrung von Smartphones wurde ein reines Musikabspielgerät jedoch zunehmend obsolet. Dennoch trauere ich dem iPod – ich besitze immer noch drei Exemplare, darunter einen „Classic“ mit 120 Gigabyte-Festplatte und freilich auch den Erstling, der wahrscheinlich schon Liebhaberwert hat – nach.

„Ich liebe die Idee, meine gesamte Plattensammlung im Hosensack mir mir herumzutragen“, schrieb ich vor vierzehn Jahren. „Und ich bin gerne bereit, für qualitativ hochwertige MP3-Kollektionen zu bezahlen.“ Von Spotify, Apple Music, Deezer & Co. – und Streaming generell – war damals noch keine Rede. Es ist witzig und traurig zugleich, die trägen (und teilweise absurd falschen) Reaktionen der Chefetagen von Universal, Sony, Warner Music & Co. nachzulesen. Davor ist übrigens auch Apple nach dem Ableben seines Gründers Steve Jobs nicht gefeit: der Konzern beschränkt sich auf die Fortschreibung des Erwartbaren.

Darf ich mir als Konsument mit Ausblick auf 2017 etwas wünschen? Ein auf Musikgenuss pur spezialisiertes iPhone nämlich. Eines, das für die Post-MP3-Ära (also das Abspielen von HiRes-Files) optimiert ist. Extra edel gestaltet. Mit exklusiver Abspielsoftware. Soundtechnisch höchstwertigem Innenleben. Mit altertümlichen Kopfhörer-Anschluß. Idealerweise auch mit SD-Karten-Speicherweiterung. Meinetwegen aber ohne Telefonfunktion.

Womit wir wieder – zurück in die Zukunft! – beim iPod gelandet wären.


Fehlersuche

23. Oktober 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (382) Nutzwert, Baby! willhaben.at, Österreichs größter digitaler Marktplatz, ist (k)ein Überraschungserfolg. Gottseidank.

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Es ist ja nicht unlustig, irgendwie. Einige Kolleginnen und Kollegen der Medienbranche reichen gerade einen Artikel herum, der die Überschrift „What If The Newspaper Industry Made A Colossal Mistake?“ wie eine Monstranz der Erkenntnis vor sich her trägt.

Die Conclusio dieses Artikels lautet, dass die Zukunft von Papiermedien in Papier liege und nicht in Smartphones, iPads und Virtual Reality. Zwar würden immer mehr Käufer der Print-Ausgaben verloren gehen, aber nicht von den Online-Leserzahlen jener Zeitungen und Magazine kompensiert werden. Im Klartext: wer etwa „Die Presse“ nicht mehr liest, aus welchen Gründen auch immer, wechselt auch nicht zu „DiePresse.com“.

No na! Die Kernkompetenz von Holzmedien liegt freilich in Holzmedien. Und dass viele ihrer Web-Äquivalente oft, zu oft eine gewisse Talent- und Visionslosigkeit in punkto Gestaltung, Usability und Grundverständnis elektronischer Medien offenbaren, ist zwar anno 2016 – nach vielen Jahren Lehrgeld – erstaunlich, aber auch einer unternehmerischen Halsstarrigkeit geschuldet. Einer konservativen Denkart, Unlust  und Verzagtheit, die verhindert, dass das Business insgesamt eine Zukunft hat.

Ein Beispiel: „Der Spiegel“ berichtet in seiner vorwöchigen Ausgabe über ein chinesisches Social Media-Phänomen namens Weixin („WeChat“). Es handelt sich um eine Art eierlegende elektronische Wollmilchsau, die viele Funktionen vereint, die hierzulande diverse Apps benötigen. 800 Millionen Menschen in China seien, stand da zu lesen, Weixin regelrecht verfallen. Wohlan!, möchte man den „Spiegel“-Strategen zurufen: warum baut ihr das Ding nicht einfach nach? Und überrollt damit den westlichen Markt? Reverse Engineering hat doch auch die Chinesen ungeniert nach vorne katapultiert!

Man kann mir nicht nachsagen, ich würde Papier nicht wertschätzen. Ich liebe es. Den Geruch, die Haptik, die Druckerschwärze. Wenn man etwas daraus machen will, jenseits öder „Das haben wir immer schon so gemacht“-Routine und „Jetzt sparen wir uns mal zu Tode“-Defensive, ist es ungebrochen ein wunderbares Format. Und eine analoge Zukunftsnische par excellence. Aber es ist absurd, liebe Kolleginnen und Kollegen, auf Facebook (!) regressive Selbstversicherung zu inszenieren, die eine Online-Denkschrift samt Deeplinks und „Share It On Twitter“-Button als Grundlage hat. Die Wahrheit ist doch – und wir kennen sie alle –, dass nur die geschickte Kombination von On- und Offline, die präzise Placierung und Vermarktung journalistischer Inhalte (ich weigere mich, das Wort „Content“ in den Mund zu nehmen) und wechselseitige offensive Offenheit Relevanz und Ertragsstärke garantieren.

Medienmanagement bedeutet stärker denn je, das Zauberwort Querfinanzierung durchzudeklinieren. Und nicht wie ein Kaninchen vor der Schlange zu verharren. Insofern ist es erfreulich, einer aktuellen Jubelmeldung der Plattform willhaben.at gewahr zu werden, man hätte die 4 Millionen-Anzeigen-Grenze geknackt. Der elektronische Marktplatz – zur Hälfte im Besitz der Styria Media AG (der auch „Die Presse“ gehört) und zur anderen Hälfte des norwegischen Konzerns Schibsted – ist ein Riesenerfolg. Und womit? Mit Recht. Der Nutzwert, die Beliebtheit und Reichweite dieses 2006 gegründeten Portals sind fulminant.

Und wenn solch eine simple Idee – quasi die Kleinanzeigen-Sektion einer Zeitung ins 21. Jahrhundert zu transferieren – mit dazu beiträgt, den Kern eines Medienunternehmens zu stärken und ihren Papier- und (jawohl: und) Webprodukten eine solide Existenzbasis zu verschaffen, soll es uns allen mehr als recht sein.


Oh Lord, Won’t You Buy Me…

16. Oktober 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (381) Ab sofort das Dilemma jedes Motor-Journalisten: wie sage ich’s meinen Lesern? Zukunftstauglichkeit als neuer Imperativ – ein elektrifizierendes Thema.

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Früher war alles einfacher. Scheinbar zumindest. Ein Auto war ein Auto war ein Auto – und es wurde als greifbare, fahrbare, letztlich weithin leistbare Einlösung des Fortschritts- und Freiheitsversprechens wahrgenommen. Sozialer Aufstieg materialisierte sich nicht nur, aber auch als motorisierter Haufen Blech. Und ein Mercedes galt, wenn ich mich recht erinnere, als besonderer Ausweis finanzieller und sonstiger Potenz.

Bekennenderweise besaß ich eine zeitlang, es ist gar nicht so lange her, einen Mercedes-Benz der Baureihe W123. Es war eine 230er-Limousine in Lindgrün, die sich fuhr wie ein Donauschleppkahn und Benzin soff, als hätte ihr Hersteller nie etwas von der Ölkrise der siebziger Jahre gehört. Der Kilometerstand war erstaunlich niedrig, weil der Vorbesitzer damit quasi immer nur zum Jahresservice in die Werkstatt (und wieder retour) rollte, der Wagen sonst aber hauptsächlich in der Gegend herumstand.

Ein wirkliches Oldtimer-Liebhaber-Exemplar. Nachhaltigkeit pur. Ich hab’ es trotzdem verkauft, mit Gewinn – ich nenne nun mal keine Datscha mit Riesen-Tiefgarage mein eigen. Und auch, weil bei jedem Zwischstopp, vor allem am Land, die Kaufangebote mit Anmerkungen wie „Ans der letzt’n guat’n Autos!“ nur so durchs Vorderfenster schneiten.

Was ist nun anno 2016 ein gutes Auto? Ich meine damit vorrangig: ein vernünftiges Vehikel. Eines, das unseren im Vergleich zu jener Hochblüte der Massen-Mobilisierung durch Technik heute weit kritischeren Zeitgeist im Hinterkopf hat, auf die Vorzüge des motorisierten Individualverkehrs aber nicht verzichten mag. Im Sommer fuhr ich also im Rahmen einer kleinen Testreihe einen aktuellen Mercedes: eine E-Klasse-Limousine. Eigentlich wollte ich das brandneue Kombi-Modell T (weil vordergründig geräumiger und mithin vernünftiger), aber die E-Klasse ist durch die Bank der Urmeter luxuriöser Basis-Fortbewegung. Und sie repräsentiert den Stand der (Diesel-)Technik. Absolut. Dachte ich. Bis vor wenigen Tagen.

Sie haben es auch gelesen: Deutschland will ab 2030 keine Autos mit Benzin- oder Dieselmotoren mehr neu zulassen. Sowohl SPD- wie unionsregierte Bundesländer befürworten ein Verbot für nicht emissionsfreie Antriebstechnologien. Die Grünen sind sowieso d’accord, nur die Gewerkschaften (General-Argument: Arbeitsplätze!) und Mercedes-Chef Dieter Zetsche sind vorerst dagegen. Österreich wird, egal was Provinz-Politiker heute verkünden, mitziehen. Ich werde also meine Kolumne zur E-Klasse nochmals überdenken. Unter dem strikten Imperativ der Zukunftstauglichkeit. Die Gegenwart ist, perdu!, schon Vergangenheit.


Mein Kampfradler!

7. Oktober 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (380) Botschaft an einen Freund: die notorische Fixiertheit der Radfahrer/innen-Fraktion auf das Feindbild Auto ist, sorry to say, kontraproduktiv. 

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Sagen wir mal so: Freund D. werde ich mit dieser Kolumne nicht von den Vorzügen motorisierter Fortbewegung überzeugen können. Will ich es überhaupt?

D. ist überzeugter Radfahrer. An sich ein sehr sympathischer Wesenszug, zumal als Mitbewohner einer Millionenstadt, die – wie jede moderne Metropole – ein Problem mit zuviel Autoverkehr hat. D. ist aber ein, hm, sehr überzeugter – ich verkneife mir die absichtsvolle Zuschreibung „militanter“ – Radfahrer. Und er kommuniziert das so nachdrücklich wie unablässig. Man kann das nun ebenfalls für sympathisch, weil notwendig erachten, man kann (und darf es hoffentlich auch) ein bissl schrullig finden, man könnte aber auf den missionarisch-aggressiven Ton seiner Anti-Auto-Predigten auch genervt reagieren. In Kenntnis der progressiven Denkart und liebenswerten Persönlichkeit von D. reagiere ich meist mit milde gestimmter Gelassenheit. Zumal ja auch einiges an Wahrheit in einer radikalen Sicht der Verkehrsproblematik steckt.

Neulich aber bin ich richtig erschrocken. Denn D. schrieb öffentlich, dem grösstmöglichen Facebook-Leserkreis zugedacht, von der „totalen Zerstörung der Welt“ durch eine „von Adolf Hitler erfunde Autoreligion“. Ich kann hier die ganze Epistel nur auszugsweise wiedergeben, aber Hersteller und Nutzer von Kraftfahrzeugen werden als „wahnsinnige Sekte“ beschrieben, die ober- und unterirdische „Weihestätten“ für „nutzlose Kultobjekte“ errichte – gemeint sind damit wohl Parkgaragen. Die Anhänger der „blechernen Todesmaschinen“ würden nur einen Antichristen kennen: den Radfahrer. Pardon: den „glücklichen, freien, selbstermächtigten, mit geschärften Sinnen“ dahinradelnden Anti-Hitler.

Sorry: das ist nicht lustig. Selbst wenn D. nur provokative Thesen alternativer Vordenker – wie etwa das Bild der „Heiligen Kuh“ Automobil des Kulturanthopologen Marvin Harris – paraphrasiert, hat die Heiligsprechung einer bestimmten Denkart und Bevölkerungsgruppe durch die Herabsetzung, ja Verdammung aller Andersdenkenden und -handelnden noch nie funktioniert. Á la longue. Pardon, Maschine retour: sie hat freilich immer funktioniert. Zumindest für einen bestimmten, historisch betrachtet meist kurzen Zeitraum. Bevor es zur Explosion kam. Es ist das Funktionsprinzip totalitärer Regimes, Religionen und Ideologien. Ihr unausweichlicher Niedergang ist in der Regel mit Gewalt verbunden.

Wohlan: unsere Welt ist im Umbruch begriffen. Gerade auch, was unseren mobilen Alltag betrifft. Gut so. Ich wünsche D. und uns dennoch (und zwar nicht nur metaphorisch, auch strikt real) dass Verbrennungsmotoren nicht durch Waffenräder ersetzt werden.


Aber hallo!

5. Oktober 2016

MASCHINENRAUM. Die Kolumne in der „Presse am Sonntag” (379) Apple-Computer waren einst revolutionär, schick und sauteuer. Heute macht uns das doppelt sentimental.

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„Hello again.“ So wird man gleich beim Eingang einer kleinen, feinen Ausstellung begrüsst, die dieser Tage in Wien stattfindet. Sie trägt den launigen Titel „40/20“ – was einerseits auf den Gründungszeitpunkt des Digital Lifestyle-Giganten Apple anspielt (vor vierzig Jahren in einer Garage in Cupertino, Kalifornien, USA – oder auch nicht), andererseits auf das zwanzigjährige Firmenjubiläum des namhaften hiesigen Apple-Händlers Tools At Work verweist.

Dass „40/20“ in den Räumlichkeiten der sozial engagierten Upcycling-Werkstätte Gabarage in der Schleifmühlgasse in Szene geht, ist – jenseits jeder Sentimentalität ob einer einstmalig revolutionären StartUp-Klitsche – ein feiner Kontrapunkt zur Ankündigung von Apple, demnächst den ersten österreichischen Produktpräsentations-Protzpalast (neudeutsch: Flagship Store) eröffnen zu wollen. In der Kärntner Straße, wo sonst.

Zurück zur Ausstellung. Zu sehen sind zahlreiche Geräte und Designer-Stücke aus vier Jahrzehnten Computergeschichte – nicht ausschliesslich von Apple, sondern auch von NeXT, dem kurzzeitigen Firmen-Intermezzo des Visionärs Steve Jobs. Man steht also staunend vor dem selten gesichteten schwarzen NeXT-Kubus – dessen Softwarearchitektur anno 1989 die Grundlagen für das heutige Mac-Betriebssystem OSX lieferte –, und schon eilt der Ideenspender und Kurator der Ausstellung herbei, um einen Power Mac G4 Cube aus dem Jahr 2000 danebenzustellen. Dann einen MacMini aus dem Jahr 2005. Letztlich kommt ein aktuelles iPhone obendrauf.

Was uns der gute Mann namens Gerhard Walter – man kennt ihn in der Szene unter dem Kürzel „GeWalt“ – damit verdeutlich, ist: die Leistungsstärke der Geräte nahm (und nimmt) in jenem Maß zu, in dem ihr Volumen schrumpft. Was Teenager heute ganz selbstverständlich an Computerpower in ihrer Hosentasche mit sich herumtragen, wäre uns Apple-Jüngern der achtziger und neunziger Jahre noch wie Science Fiction erschienen. Oder, mehr noch: wie durchgeknallte Fantasy.

Noch interessanter als all die liebevoll zusammengetragenen Geräte – ist es wirklich schon so lange her, dass man sie ausgemustert hat? – sind aber jene Artefakte, die man in der Regel rascher und gründlicher entsorgt als massive Hardware: Bedienungsanleitungen, Prospekte, Werbematerialien, Zeitschriften und Firmenunterlagen jener Zeit. Sie künden von erstaunlicher Naivität, unbedingtem Fortschrittsglauben und freilich auch von Mondpreisen, die man für ein paar Megabyte zu zahlen bereit war.

Ich muss mal bei Herrn Walter ernsthaft nachfragen, ob wir alle einst so jung waren. Und das Geld nicht brauchten. Hello again.


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